Spannung pur um den Sprung in die Play-offs

Haie kommen zum JubiläumHaie kommen zum Jubiläum
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"Wir haben heute Spannung und Kampf pur erlebt", so ein zufriedener Trainer Toni Krinner nach dem knappen 4:2 (2:0, 1:2, 1:0)-Sieg der Essener Moskitos gegen die Bietigheim Steelers. "Wir haben aber an diesem Wochenende nach den beiden verdienten Siegen in Kaufbeuren und heute gegen Bietigheim sechs Punkte eingefahren und wir wollen auch am Donnerstag drei Punkte in Duisburg", so die Kampfansage des Trainers, um vielleicht doch noch auf den Play-off-Zug aufzuspringen. Von der ersten Minute an gingen beide Teams hochkonzentriert zu Werke und machten den 1590 Zuschauern am Essener Westbahnhof deutlich, dass beide Mannschaften noch Ambitionen haben, die begehrten Plätze zu erreichen. Moskitos-Verteidiger Stefan Wilhelm hämmerte die Scheibe bereits in der dritten Spielminute ins Netz der Steelers, doch die gaben keineswegs auf und zeigten den Hausherren in der Folgezeit, dass sie selbst gerne die zu vergebenen drei Punkte hätten.

Steelers-Verteidiger Eric Long erwies seinem Team allerdings in der siebten Spielminute einen Bärendienst. Reichlich übermotiviert hatte der Defender bereits wegen Hakens in der Kühlbox gesessen, leistete sich aber einen Stockstich gegen Luigi Calce und wurde von Hauptschiedsrichter Reik van Gameren mit einer Spieldauerstrafe zum Duschen geschickt. Wieder einmal konnten die Moskitos allerdings die folgende fünfminütige Überzahl nicht nutzen, auch die folgende Zwei-Minuten-Strafe von Steelers-Verteidiger Vadim Finko verstrich trotz der größten Bemühungen der Moskitos ungenutzt. Der Weckruf kam aber noch rechtzeitig vor Drittelende, Luigi Calce hämmerte die Scheibe an das Lattenkreuz hinter Steelers-Keeper Jason Elliot und Peter Zingoni war es, der zum 2:0 einnetzte.

Viel schienen sich die Steelers im zweiten Drittel vorgenommen zu haben und schnürten die Moskitos ein ums andere Mal ein, doch mit einem Klassetor durch Topscorer Erich Houde zogen die Moskitos gar auf 3:0 davon. Dass die Steelers nie aufgaben zeigte die Folgezeit, sie spielten ihr Spiel weiter und warteten auf Fehler der Moskitos, und die sollten folgen. Eine Strafzeit, eine Unachtsamkeit der Moskitos und schon waren die Steelers wieder da, und es stand nur noch 3:2. "Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft, wir sind nach der Führung noch sehr stark unter Druck geraten, aber absoluter Siegeswille meiner Mannschaft und auch ein sehr, sehr starker Hardi Wild haben uns im Spiel gehalten", so Krinner.

"Offener Schlagabtausch" oder nur noch "Das Ergebnis halten" - es gab keine Ergebnisänderung mehr, und die Moskitos versuchten, den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten. Steelers-Trainer Uli Liebsch nahm dann die übliche Option, Auszeit und Keeper Jason Elliot vom Eis, doch nutzen sollte es nicht, Peter Zingoni mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend machte alles klar für die Moskitos. Nur noch drei Punkte Rückstand haben die Moskitos nun auf einen der begehrten Plätze und am Donnerstag geht’s zum letzten Derby der Saison nach Duisburg.

Tore: 1:0 (2:09) Wilhelm (Houde, Audet), 2:0 Zingoni (Audet, Wilhelm), 3:0 (28:36) Houde (Zingoni, Audet), 3:1 (30:26) Straube (Jacques, Beslagic), 3:2 (36:23) Brezina (Beslagic), 4:2 (59:26) Zingoni (Houde, Audet). Strafen: Essen 12 – Bietigheim 6 + 5+ + Spieldauer (Long). Zuschauer: 1590. Schiedsrichter: van Gameren - Linnek, Schulz. (uv - www.treffpunkt-westbahnhof.de)