Spannendes Spiel findet einen glücklichen Sieger!Fischtown Pinguins - Löwen Frankfurt

Lesedauer: ca. 5 Minuten

Nach den vielen nachträglichen Strafen durften heute Nick Mazzolini und auf Seiten der Pinguins Hafenrichter und Miller wieder mitwirken. Die Löwen spielten wieder mit Ostrow an Stelle von Hajek. Im Tor begann wie zuletzt Ore.

Auf und ab im ersten Drittel

15 Sekunden dauerte es bis zur ersten Chance für Bremerhaven durch Jan Kopecký, doch er traf nur das Außennetz. Nach 3 Minuten lag dann aber die Scheibe das erste Mal im Tor der Heimmannschaft. Die Pinguins bekamen den Puck nicht weg und Marc Schaub beförderte im Liegen diesen über die Torlinie. Unübersichtlich wurde es dann in der 7. Minute. In Unterzahl fuhren die Bremerhavener einen 2-auf-1 Konter. Ore klärte den Schuss zur Seite direkt vor die Füße vor Andrew McPherson und der schoss dem Goalie den Puck gegen den Rücken. Doch mit vereinten Kräften konnten die Löwen einen Gegentreffer verhindern. Aus der Szene resultierte eine Strafzeit gegen Nick Mazzolini und als der wieder auf dem Eis war, ergab sich die Chance auf einen Konter, doch Marco Pfleger konnte den Puck nicht im Tor unterbringen. Die Führung für die Löwen war allerdings nicht von langer Dauer. Deidar zog in Überzahl von der blauen Linie, Jan Kopecký fälscht direkt vor Ore unhaltbar ab und erzielte den Ausgleich (11.). Doch die Frankfurter zeigten sich nicht geschockt. Nick Mazzolini hatte die erneute Führung auf dem Schläger, doch Brock Hooton war noch so eben dazwischen (12.). Nach 15 Minuten war dann die Partie allerdings gedreht. Hafenrichter brach über die linke Seite durch, hatte das Auge für den mitgelaufenen Guentzel und der ließ mit einem satten Schuss Ore keine Chance. Das Selbstvertrauen der Löwen war dadurch nicht gebrochen, denn 70 Sekunden später lag der Puck im Tor der Pinguins. Mazzolini sah, dass Liesegang im Rückraum vollkommen frei stand und der ließ sich nicht zweimal bitten und versenkte den Puck mit einem schönen Handgelenkschuss. Und kurz vor dem Ende des Drittels sollte es erneut im Tor der Bremerhavener klingeln. Marc Schaub wurde nicht attackiert, führte die Scheibe an Meisner vorbei und ließ sich langsam ins Netz gleiten.

Offensiv geführter zweiter Abschnitt

Nur wenige Sekunden waren im zweiten Abschnitt absolviert und Gabe Guentzel stand im Slot bei Überzahl sträflich frei, doch sein Schuss verfehlte das Tor der Löwen knapp. Richard Mueller musste im Anschluss auf die Strafbank. Als die Löwen gerade wieder komplett waren, fiel der erneute Ausgleich. Der Puck lag frei vor dem Tor und Cook konnte ihn an Ore vorbeistochern. Doch beinahe hätten die Frankfurter die erneute Antwort gehabt. Nils Liesegang brachte den Puck vors Tor, wo Nick Mazzolini lauerte, doch der kam nicht mehr richtig an die Scheibe (25.). Aber nur wenige Augenblicke später hatten die Gäste Glück. Martinelli machte sich auf und davon, doch Ore macht sich breit und konnte die Scheibe mit dem Schoner abwehren. Auch im weiteren Verlauf ging es rauf und runter. Es gestaltete sich ein ausgeglichenes Spiel, bei dem beide Teams sehr offensiv agierten, aber ein Tor sollte erst einmal nicht fallen. Die größte Gelegenheit für die Löwen hatte Schaub, doch sein dritter Treffer am heutigen wollte ihm noch nicht gelingen. Zwei Minuten vor dem Ende hatten die Löwen dann Glück. Kopecký nahm einem Frankfurter die Scheibe und stand ganz alleine vor Ore. Sein Schuss segelte allerdings am rechten Pfosten vorbei. Auch nach dieser Szene gab es wieder eine Strafe gegen die Löwen und Kopecký hatte die Chance die Pinguins erneut in Führung zu bringen. Das halbe Tor war frei, doch er schoss knapp an diesem vorbei.

Schock zwei Sekunden vor dem Ende


Die erste Chance im letzten Abschnitt gab es in der 44. Minute. Der Puck rutschte nach einem Schuss der Löwen über das Eis. Meisner wirkte überrascht, als die Scheibe an den Pfosten prallte. In der 47. Minute die nächste Chance für die Löwen. Beck rutschte vor dem Tor weg, Pfleger hatte die Chance, doch scheiterte noch, denn wenige Sekunden später klingelte es dann. Erneut hatte Pfleger freie Bahn und ließ mit einem satten Schuss Meisner keine Chance. Auch die nächste große Gelegenheit gehörte den Löwen. Nick Mazzolini war von der Pinguins-Verteidigung nicht in den Griff zu kriegen, aber der Puck wollte nicht über die Linie. Kurz darauf musste wieder ein Löwenspieler auf die Strafbank. Ein Bremerhavener fiel einfach mal hin und der Schiedsrichter gab zwei Minuten. Die Frankfurter verteidigten jedoch wacker ihr Gehäuse. Allmählich machte sich der große Kräfteverschleiß auf beiden Seiten bemerkbar. Die Pässe kamen nicht mehr so genau, wie noch in den ersten 40 Minuten und die Puckverluste häuften sich. Die große Chance die Führung auszubauen hatte Nick Mazzolini. Erst lief er alleine auf Meisner zu und wurde im letzten Moment behindert, weshalb den Löwen ein Penalty zugesprochen wurde, doch bei diesem traf er nur das Außennetz (59.). Dann kam der Schock. Bremerhaven setzte alles auf eine Karte und nahm Meisner vom Eis. Die Löwen konnten sich vier Sekunden vor dem Ende noch mit einem Icing befreien. Das folgende Bully ging an den Gastgeber. Andrew McPherson legte den Puck von rechts rüber zu Dejdar und der fand, zwei Sekunden vor dem Ende des dritten Drittels, die Lücke zwischen kurzem Pfosten und Ore.

Dronia sorgt für die Entscheidung

Auch in der Overtime gehörte die erste große Chance den Gästen. Meisner lässt den Puck nach vorne abprallen, Ostrow kommt mit Speed, aber zimmert den Puck am Tor vorbei (62.). Es spielte weiterhin nur eine Mannschaft. Bremerhaven verlegte ihre Spielweise auf Kontern. Doch plötzlich die Gelegenheit für Bremerhaven. Tim Miller war durch und wurde im letzten Moment gestört, aber die Schiedsrichter sahen ein Vergehen und gaben Penalty. Miller lief an, jedoch war das Karma auf Seiten der Löwen und Antti Ore hielt den Puck. Ganz bitter endete das Spiel für den Goalie der Fischtowns. Meisner wurde bei einem unglücklichen Zusammenprall unabsichtlich von Liesegang getroffen und musste auf der Trage vom Eis gebracht werden. Liesegang erhielt dafür nach Diskussionen auf dem Eis eine Matchstrafe. Als dann auch noch Mazzolini auf die Strafbank musste traf Dronia und sicherte seinem Team damit den Sieg in Overtime (68.).

Fischtown Pinguins - Löwen Frankfurt 5:4 (2:3, 1:0, 1:1, 1:0)

0:1 (02:45) Marc Schaub (Nils Liesegang, Lanny Gare)  
1:1 (10:36) Jan Kopecký (Marian Dejdar, Pawel Dronia)
2:1 (15:07) Gabe Guentzel (Jaroslav Hafenrichter)
2:2 (16:17) Nils Liesegang (Nick Mazzolini)
2:3 (19:16) Marc Schaub (Kyle Ostrow)
3:3 (22:32) Brendan Cook (Pawel Dronia)
3:4 (47:49) Marco Pfleger (Henry Martens)
4:4 (59:58) Marian Dejdar (Andrew McPherson) (sechster Feldspieler)
5:4 (67:52) Pawel Dronia (Gabe Guentzel, Andrew McPherson) PP2

Strafminuten: Bremerhaven 6 + 10 (Schaludek) – Frankfurt 21 + 20 (Liesegang).

Zuschauer: 4.422.

Schiedsrichter: Willi Schimm, Georg-Rainer Köttstorfer – S. Janssen und N. Ponomarjow.

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