Skandalspiel in Schwenningen - Landshut gewinnt mit 5:1

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Schon im dritten Saisonspiel der Schwenninger Wild Wings gegen die Landshut Cannibals gab es den ersten handfesten Skandal. Ob der Leistung des „Schiedsrichters“ Herrn Breiter aus Freiburg geriet das Ergebnis des Spieles völlig zur Nebensache. Um der Chronistenpflicht Genüge zu tun: Vor rund 4000 Zuschauern unterlagen die Wild Wings den Cannibals und dem Schiedsrichter mit 5:1.

Gleich in der ersten Minute bekamen die Wild Wings das erste Überzahlspiel zugesprochen, Landshut hatte zu viele Spieler auf dem Eis. Doch der Schuss ging nach hinten los. In einem eher konfusen Powerplay für den SERC erzielten die Gäste den ersten Treffer. Mats Lindmark nutzte die Landshuter Chance und traf per Direktabnahme zum 0:1. Dieser Auftakt trug nun nicht dazu bei, dass die Wild Wings Sicherheit in ihr Spiel bekamen. Immer wieder tauchten die schnellen Gästespieler vor dem Schwenninger Tor auf. Nach zehn Minuten kamen die Wild Wings dann etwas besser ins Spiel und in der zwölften Minute jubelten dann die SERC-Fans das erste Mal. Doch Schiedsrichter Breiter versagte dem Treffer die Anerkennung, nachdem er den Schuss von Eric Long an der Maske des Landshuter Torhüters Nolan McDonald gesehen hatte. Außer ihm hatte wohl aber jeder im Stadion anwesende gesehen, dass der Puck von der Schulter zurück prallte. Wie auch immer, es hieß weiter 0:1 und die Cannibals blieben brandgefährlich. Als sich die Zuschauer dann schon mit dem 0:1 zur Drittelpause abgefunden hatten, kam der nächste große Auftritt des Schiedsrichters. Konnte man die Strafe gegen Gregor Thoma noch vertreten, waren die Hinausstellungen gegen Jason Miller und Thomas Gaus einfach nur schwerlich nachvollziehbar. Und dieses 5:3-Powerplay nutzten die cleveren Gäste eiskalt zum 0:2 aus.

Da aber drei Schwenninger Spieler draußen saßen, hatte Landshut auch zu Beginn des zweiten Spielabschnittes noch 1.31 Minuten doppelte Überzahl. Und auch diese Chance ließen sich die Cannibals nicht entgehen und Dominik Hammer erzielte das 3:0. Und weiter ging die Ein-Mann-Show des Mannes in Schwarz und Weiß. Strafen gegen Gregor Thoma und drei Minuten später gegen Eric Long folgten, den Grund kannte allein Herr Breiter. Und wieder nutzten die Gäste das Powerplay und erzielten auch noch das 4:0 (26.). Wer nun dachte, „ok, schlimmer kanns ja jetzt nicht mehr kommen“, sah sich gewaltig getäuscht. Denn nun folgte die 27. Minute: Danny Nowak bekam hinter dem Schwenninger Tor einen Stock ins Gesicht und lag blutend auf dem Eis. Nach mehrminütiger Behandlung konnte er aber glücklicher Weise wieder mitspielen. Klar, dass es dafür keine Strafe gab, dafür musste Eric Long wegen „Stockschlag“ für zwei Minuten raus. Als Konzession schickte Herr Breiter noch den Landshuter Hanöffner mit hinaus. Aber nur knapp eine Minute später waren dem Herren in Schwarz und Weiß dann wieder zu viele Schwenninger auf dem Eis (obwohl es nur vier waren). Deshalb durfte Sandy Moger auch auf die Strafbank (28.). „Bullard, nimm die Jungs vom Eis“, hallte es nun Minuten lang durchs Rund und jeder hätte es ob der skandalösen Vorstellung des Herrn Breiter völlig verstanden, wenn Mike Bullard der Forderung der Fans nach gekommen wäre. Immer noch in der 28. Minute stolperte dann ein Landshuter, dafür bekam dann Marko Suvelo noch zwei Minuten. „Einer geht noch, einer geht noch raus.“ Mehr als Galgenhumor blieb den Fans des SERC nicht mehr übrig, zu sprachlos machte die „Leistung“ von Herrn Breiter. Zehn Mal schickte Herr Breiter bis zu diesem Zeitpunkt einen Schwenninger Spieler hinaus, ganze drei Mal einen „Kannibalen“. Dann geschah das Wunder: Nachdem Herr Breiter das Spiel entschieden hatte, stellte er dann doch auch noch zwei Landshuter hinaus (um die Strafzeitenbilanz zu schönen?) und bei dieser 5:3-Überzahl erzielten die Wild Wings auch prompt ihren ersten Treffer: Eric Long erzielte das 4:1. Als dann Gefahr drohte, dass die Wild Wings womöglich noch ins Spiel zurück kommen könnten, stellte Herr Breiter flugs wieder Schwenninger Spieler vom Eis, so dass sich bis Drittelende nichts mehr tat. Der wahrhaft skandalöse Auftritt des Herrn Breiter veranlasste den Schwenninger Trainer Mike Bullard, ihm ein paar passende Worte zu sagen, was der Herr in Schwarz/Weiß mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe ahndete und ihn für den Rest des Spieles auf die Zuschauerränge verbannte. Zum Glück hatte Mike keine Trinkflasche dabei…



Im letzten Abschnitt versuchten die Wild Wings alles, um noch heran zu kommen und hatten durch Danny Nowak, Eric Long und Brad Rooney große Chancen. Klar, dass der Herr Breiter so etwas nicht zulassen konnte, deshalb schickte er Steve Rymsha auf die Strafbank, was die Landshuter konsequent zum 5:1 nutzten. „Schiri, wir danken dir“, war daraufhin der Kommentar der fassungslosen Schwenninger Fans. Und in der 47. Minute glich Herr Breiter dann die Strafzeitenbilanz annähernd aus, in dem er dem Landshuter Chris Bahen 2+10 Strafminuten verpasste. Klar, dass nun bei den Wild Wings nicht mehr viel zusammen lief und da die Landshuter es nicht nötig hatten, bei einem komfortablen Vier-Tore-Vorsprung noch viel für das Spiel zu tun, plätscherten die letzten zehn Minuten ohne große Unterbrechungen so vor sich hin. (serc.de)

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