Sieg #7: „Holmgren war der mit Abstand beste Mann auf dem Eis!“Dresdner Eislöwen

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Zunächst hatten die Dresdner zu kämpfen und zwar mit den Tücken der Technik, was die Partie 15 Minuten später beginnen ließ. Warum man allerdings die Mannschaft trotz der bestehenden Probleme einlaufen ließ und dann wieder zurück in die Kabine schickte, da sowohl Schiedsrichter als auch Gäste offensichtlich Bescheid wussten, ist nur schwer zu verstehen. Man kann nur darüber spekulieren, ob dies der Konzentration der Dresdner einen Abbruch tat. Aber im ersten Drittel zeigten sich die Eislöwen hektisch, unsortiert und leisteten sich viele Abspielfehler. Die Gäste aus Bremerhaven dominierten das Geschehen und es war lediglich dem zum Teil inkonsequenten Abschluss der Seestädter und einem überragenden Peter Holmgren (Gäste-Trainer Mike Stewart: „Holmgren war der mit Abstand beste Mann auf dem Eis!“) im Dresdner Tor zu verdanken, dass es torlos in die erste Pause ging.

Der Mittelabschnitt begann mit einer unschönen Szene. Feodor Boiarchinov wurde von Bremerhavens Ryan Martinelli von hinten gecheckt, der Stürmer wurde ins Krankenhaus gebracht und Martinelli mit einer Matchstrafe belegt. In der darauf folgenden fünfminütigen Überzahl fielen keine Tore, vor allen Dingen, weil die Penaltykillilng Box der Seestädter hervorragend stand und auch Jonas Langmann im Tor mit starken Paraden glänzte. Im weiteren Spielverlauf musste Trainer Thomas Popiesch logischerweise seine Reihen umstellen. Vielleicht war dies der Impuls, den das Team brauchte, denn nun begannen die Eislöwen zu kämpfen. Zwar hatten die Bremerhavener immer noch mehr vom Spiel, aber Kris Sparre (29.) konnte seine Mannschaft in Führung schießen, als er von Lukas Slavetinsky sauber bedient wurde. In der 31. Minute musste auch Pinguins- Kapitän nach einem Check verletzt vom Eis, den Vorteil einer einminütigen doppelten Überzahl verbauten sich die Gäste durch eine Strafe wegen unnötiger Härte jedoch selber.

Mit der knappen Führung der Eislöwen ging es in die letzten 20 Minuten. Und hier zeigte sich deutlich die Entwicklung der Mannschaft. Sie hat sich im defensiven und läuferischen Bereich stark verbessert. Zudem strotzt das Team vor Selbstbewusstsein. Chancen, die sonst vielleicht noch ausgelassen worden wären, wurden genutzt und der Spielstand durch Tore von Jannik Woidtke (sein erster Saisontreffer), Stefan Chaput im Powerplay (obwohl als Torschütze offiziell Petr Macholda angegeben wurde, warum auch immer) und Hugo Boisvert auf 4:0 gestellt. Dies klingt nach einer klaren Angelegenheit, war es aber nicht. Denn die Gäste blieben bis zum Schluss druckvoll und gefährlich, sicher war der Sieg erst mit der Schlusssirene.

„Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen“, war das Fazit von Pinguins Trainer Mike Stewart. „Wir haben super gespielt, vor allen Dingen das erste Drittel. Wir haben Torchancen ohne Ende kreiert, aber leider kein Tor geschossen.“ Genau darin sah Eislöwen-Trainer Thomas Popiesch den Unterschied: „Bremerhaven hat heute seine Torchancen ausgelassen und wir haben unsere Chancen genutzt. Und dafür hat die Mannschaft nicht nur heute, sondern auch in früheren Spielen viel investiert und gearbeitet.

Mann des Abends war Eislöwen-Torhüter Peter Holmgren, der mit einer überragenden Leistung die gegnerischen Stürmer reihenweise zur Verzweiflung brachte und sich den Shutout mehr als verdient hatte.