„Seht ihr Mannheim, so wird das gemacht!“Testspiel Heilbronner Falken-Adler Mannheim

Die Falken hielten die Adler in Schach. (Foto: Ice-Hockey-Picture-24)Die Falken hielten die Adler in Schach. (Foto: Ice-Hockey-Picture-24)
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Dass die namhaft verstärkten Falken mit dem großen Nachbarn aus der Kurpfalz mithalten könnten, davon konnte man ausgehen. Immerhin spielen neben dem neuen Falken-Kapitän Robert Hock weitere, namhafte Ex-DEL-Cracks in einem neu firmierten Falken-Team. Aber einen Sieg im ersten Spiel, gegen ein in der European Trophy aktives Team, das haben sicherlich nicht viele erwartet.

Bereits nach 52 Sekunden schlug es hinter Dennis Endras ein. Kurz hinter der blauen Linie zog Adriano Carciola ab und versenkte den Puck eiskalt. Was dann folgte war eine defensive Meisterleistung der Käthchenstädter. Die Heilbronner schafften es, die Mannheimer Angreifer immer wieder nach außen zu drängen und somit nur Schüsse aus sehr schwierigen Positionen zuzulassen. Sollte dennoch ein Schuss durchkommen, war ein bärenstarker Sinisa Martinovic zur Stelle. Zugegeben hatte er auch etwas das Glück auf seiner Seite, retteten doch Pfosten oder Latte im gesamten Spiel dreimal für ihn und bewahrten die Falken vor einem Gegentor.

Im zweiten Drittel erhöhte Mitch Versteeg auf 2:0. Der Treffer des Verteidigers fiel aus einer unübersichtlichen Situation heraus, zeigte aber, was Neu-Trainer Ken Latta meinte, als er vor einigen Wochen sagte, dass alle Mannschaftsteile sollen Tore schießen sollen. Aus kurzer Distanz zog Versteeg ab und liess Felix Brückmann im Tor der Adler keine Chance, viel zu hart und platziert war sein Schuss. Brückmann kam zur Mitte des Spiels für Dennis Endras ins Spiel. „So geht der Hammer und der Hammer der geht so!“, hallte es durch die Arena. Die letzten beiden Minuten des Mittelabschnitts hatten es noch einmal in sich. Im Überzahlspiel fanden die Mannheimer sehr schnell ihre Positionen, spielten die Scheibe sehr schön und schnell hin und her. Die Falken verloren etwas ihre eigenen Positionen und der Weg zum Anschlusstreffer durch Matthias Plachta war frei. Jetzt jubelten die zahlreich mitgereisten Fans aus Mannheim. „Jetzt geht’s los, jetzt geht’s los!“ Knapp 70 Sekunden später allerdings waren wieder die Falken lautstark zu hören. Michael Hackert bekam an der gegnerischen blauen Linie den Puck an den Schläger und tanzte ihn zum 3:1 ins Netz.

Das letzte Drittel lässt sich ganz einfach zusammenfassen: Wütende Adler griffen an, taktisch perfekt stehenden Falken und wieder Sinisa Martinovic ließen zunächst sämtliche Angriffsbemühungen scheitern. In der 47 Minute fuhren die Adler einen 3 auf 2 Unterzahlkonter und Ryan Grimshaw verkürzte erneut. Er ließ Martinovic keine Chance und die Falken-Verteidiger, die sich erst seit knapp einer Woche im Eistraining befinden, waren in der Rückwärtsbewegung schlicht zu langsam. In der 60 Minute war es dann soweit, der verlorene Sohn Robert Hock traf für Heilbronn und zwar aus dem Mittelkreis! Felix Brückmann hatte zuvor sein Tor zu Gunsten eines sechsten Feldspielers verlassen, Shvidki eroberte die Scheibe, spielte mit der Rückhand zu Hock und der schlenzte die Scheibe in die Maschen. Sieg für Heilbronn!

Der Kader der Falken ist (noch) sehr dünn besetzt, Ken Latta ließ daher mit drei Blöcken spielen. Augenscheinlich könnte dies erfolgversprechend sein, da diese allesamt Torgefahr ausstrahlen und sehr ausgeglichen sind. Gestern konnten Spieler aller Blöcke punkten. Was bis zum Saisonstart sicherlich noch auf dem Trainingsplan stehen wird, ist das Powerplay. Hier war deutlich zu erkennen, dass die Falken noch Feinabstimmung benötigen. Im gesamten kann man aber sagen, dass die neue Falken-Mannschaft funktioniert. Robert Hock lässt bereits erkennen, dass er mit seiner Erfahrung die Mannschaft führen will, kann und wird.

Falken-Blöcke:

Card – Baum / Shvidki – Hock – Fenton

Danner – Versteeg / Blank – A. Carciola – Hackert

Fendt – Bär oder Krull / F. Carciola – Bires – Ackermann

Tore:

1:0       Adriano Carciola / Fabio Carciola – Michael Hackert
2:0       Mitch Vertseeg / Fabio Carciola – Adriano Carciola
2:1       Matthias Plachta / Yanick Lehoux – Frank Mauer
3:1       Michael Hackert / Denis Shvidki – Adriano Carciola
3:2       Ryan Grimshaw / Nicolai Goc – Jochen Hecht
4:2       Robert Hoch / Denis Shvidki

Strafen:

Heilbronn 14, Mannheim 14 + 10 John Rheault


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