Scorpions gewinnen glücklich gegen den kleinen Bruder

Höchstadt  "Alligators" ohne Chance in BremerhavenHöchstadt "Alligators" ohne Chance in Bremerhaven
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Weil am Ende die Kraft ausging, ist dem

Eishockey-Zweitligisten REV Bremerhaven die Pokalsensation gegen den DEL-Verein Hannover

Scorpions nicht gelungen. Nach großartigen zwei Dritteln, in denen der

REV die Gäste vorgeführt hatte, setzte es in der ersten Pokalrunde eine

3:4 (2:0, 1:1, 0:3)-Niederlage. Bei Hannover dürfte der Stachel trotzdem

tief sitzen, denn das Farmteam, in dem der eigene DEL-Nachwuchs

ausgebildet wird, hatte den Scorpions, die um die Meisterschaft

mitspielen wollen, 40 Minuten lang die Grenzen aufgezeigt.Der REV wuchs

lange Zeit über sich hinaus, zeigte in allen Mannschaftsteilen eine

überragende Leistung und hatte in Torhüter Greg Gardner den besten

Spieler auf dem Eis.REV-Trainer Peter Draisaitl meinte nach dem Spiel:

"Es wäre mir lieber gewesen, wenn meine Mannschaft am Freitag auch nur

annähernd so gespielt hätte wie heute." Er beklagte, dass sein Team noch

lernen müsse, wie man so ein Spiel gewinnen könne. "Aber das ist noch

ein weiter Weg", seufzte der Coach und dachte dann an das Punktspiel am

Dienstag in Weiden, wo ihm auf jeden Fall Verteidiger Vitalij Blank

fehlen wird, der sich schwer verletzte. Erste Diagnose: Vermutlich ein

Innenbandriss im rechten Knie. Damit würde er mindestens vier Wochen

lang ausfallen. Auch Abwehrspieler Jim Baxter bekam einen Schlag auf das

Knie und es ist unsicher, ob er in Weiden spielen wird.



Draisaitl hatte heute die Angriffsreihen verändert und Dan Del Monte in

den ersten Sturm gestellt. Sein Team begann sehr agil und stürmisch, die

bittere Schlappe vom Freitag gegen Regensburg war aus den Köpfen

gebannt. Caudron, Janzen und Boon machten den Scorpions mit gefährlichen

Schüssen in den Anfangsminuten klar, dass der REV nicht so einfach im

Schongang zu bezwingen war. REV-Torhüter Gardner machte zusätzlich Mut,

als er mit einem tollen Hechtsprung die Scheibe von der Linie kratzte

(8.).Sekunden später schlug sie auf der Gegenseite ein, als Gyori nach

einer tollen Vorlage von Caudron Hannovers Keeper Ilpo Kauhanen nicht

den Hauch einer Chance ließ und zum 1:0 einschoss.Danach ging beim REV

die Post ab, zumal die Pinguine ganze vier Minuten lang in Überzahl

spielen durften. Das sah sehr gut aus und Kauhanen hatte alle Hände voll

zu tun. Hannover hatte mehr Glück als Verstand, dass der REV nicht das

2:0 erzielte.Hannovers Peter Abstreiter kassierte eine

Zehn-Minuten-Strafe. Er wollte den Puck hinter der Linie gesehen haben

und reklamierte heftig. Schiedsrichter Breiter stritt das ab und

verbannte den Scorpion vom Eis. Da beim REV das Überzahlspiel verbessert

war, gelang dann auch das 2:0 durch Moborg (19.).

Das zweite Drittel begann mit Scorpions-Attacken in Überzahl, doch der

REV verteidigte mit Mann und Maus. Gerade wieder komplett wäre fast das

3:0 gelungen, doch Streu verpasste knapp. Bei diesem Angriff verletzte

sich Blank.Der REV ließ sich nicht schocken und war besser. Nachdem

Gardner eiskalt gegen den durchgebrochenen Hock, einst Torschütze vom

Dienst in Köln und Mannheim, pariert hatte, fiel praktisch im Gegenzug

das 3:0 durch Hackert (29.).Weil Schiedsrichter Breiter die virtuelle

Wechselzone merkwürdig klein sah, verteilte er fleißig kleine

Bankstrafen. Eine davon gegen den REV nutzte Hannover Sekunden vor

Drittelende zum 3:1.Als Moborg auf die Strafbank musste, gelang Augusta

der Anschlusstreffer für Hannover (43.). Kurz zuvor waren Dejdar und

Krestan nach einem Traumpass von Streu nur sehr unglücklich

gescheitert.Zum Pech des REV gesellte sich die Unfähigkeit der

Schiedsrichter: Beim 3:3 durch Soccio (46.) rasierte der Puck zwar beide

Pfosten, aber er hatte die Linie nicht überschritten. Der REV verlor

etwas die Linie. Hannover fühlte sich vom Druck befreit, ging durch ein

schönes Tor von Morczinietz in Führung (50.) und hätte danach sogar noch

erhöhen können.



Tore:
1:0 (8.) Gyori/Caudron, 2:0 (19.) Moborg/Del Monte/Caudron, 3:0

(29.) Hackert/Boon/Baxter, 3:1 (40.) Augusta, 3:2 (43.) Augusta, 3:3

(46.) Soccio, 3:4 (50.) Morczinietz

Strafminuten: REV 12 - Hannover 12 plus 10 gegen Abstreiter

(Reklamieren) plus 10 gegen Abstreiter (Reklamieren)

Hauptschiedsrichter: Breiter (Freiburg)

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Ravensburg Towerstars Ravensburg
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Dienstag 11.05.2021
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