Schmerzhafte Niederlage in Heilbronn kostet Platz vierAn der Falken-Defensive die Zähne ausgebissen

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Eine schmerzhafte 1:2 (1:1, 0:1, 0:0)-Auswärtsniederlage fuhren die Roten Teufel heute Abend beim Tabellenletzten Heilbronn ein, aufgrund derer die Kurstädter vom vierten auf den sechsten Platz zurückfallen. „Heilbronn hat defensiv clever agiert, so dass wir uns am Ende die Zähne daran ausgebissen haben“, sagte EC-Coach Petri Kujala nach dem Spiel, durch das die Auswärtsserie von zuletzt vier Siegen in Folge gerissen ist.

Dabei begannen die Gäste, die auf den erkrankten Joel Keussen verzichten mussten, druckvoll. Mit einem Handgelenkschuss von Nick Dineen gingen die Roten Teufel unter dem Jubel von rund 200 mitgereisten Fans folgerichtig auf 1:0 in Front (3.), mussten aber fast postwendend nur 66 Sekunden später den Ausgleich durch Ex-Teufel David Hájek hinnehmen. Dennoch hatten die Hessen das Match im Griff und erspielten sich zahlreiche Chancen: Hofland (7.), Aab (11.) sowie Dineen (15, frei vor dem Tor) hatten beste Gelegenheiten, das Match zu ihren Gunsten zu gestalten. Doch irgendwie war heute Abend kein Vorbeikommen an Heilbronns Goalie Eric Hartzell, der mit Glück und Geschick das Unentschieden nach 20 Minuten hielt.

Die Falken agierten auch im Mittelabschnitt aus einer kompakten Defensive heraus und waren immer wieder mit Kontern gefährlich. So auch gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs, als Brace und erneut Hájek EC-Goalie Felix Bick, der heute für Mikko Rämö das Tor hütete, zu Möglichkeiten kamen. Dann die 25. Minute: Marc Kohl spielte die Scheibe in der eigenen Zone zu zögerlich über die Bande, was Adam Brace gedankenschnell nutzte und Richard Gelke bedienen konnte, der wiederum das 2:1 für die Falken markierte. Dieses Resultat spielte den Käthchenstädtern in die Karten, denn nun verstärkten sie noch mehr ihre ohnehin dicht gestaffelte Abwehr, was es den Gästen nicht einfacher machte. Somit verflachte das Geschehen zusehends, große Chancen ergaben sich auf beiden Seiten bis zum zweiten Pausentee nicht mehr.

Bis um die 50. Spielminute herum blieb es auch im letzten Drittel bei diesem Spielgeschehen, aber dann erhöhten die Kurstädter noch einmal den Druck. Alanov (52.) sowie Kohl mit einem Direktschuss (53.) prüften Hartzell, doch diese Szenen waren einfach nicht zwingend genug, um etwas Zählbares daraus ableiten zu können. Heilbronn igelte sich perfekt in der eigenen Zone ein und dieser Riegel war einfach nicht mehr zu knacken für die Gäste, die unter dem Strich natürlich viel zu wenig aus diesem Match machten. "Wir haben in dieser Saison viele Spiele mit nur wenig Chancen gewonnen, heute war es genau andersherum. Heilbronn hat kompakt und diszipliniert gespielt, trotzdem tut die Niederlage natürlich weh", so Petri Kujala nach der Partie.

Am Freitag geht es für ihn und seine Mannschaft nach Bietigheim, das heute 1:5 in Rosenheim verlor und sicherlich auf Wiedergutmachung drängt. Am kommenden Sonntag gastieren dann die Eispiraten Crimmitschau im Colonel-Knight-Stadion.

Tore: 0:1 (2:39) Nick Dineen (Henri Laurila), 1:1 (3:45) David Hájek, 2:1 (24:20) Richard Gelke (Adam Brace, Fabian Krull). Strafen: Heilbronn 6, Bad Nauheim 2. Zuschauer: 1.247.