Schlittern die Löwen Frankfurt in eine Mini-Krise?Heimniederlage gegen die Eispiraten Crimmitschau

Dominik Tiffels von den Löwen Frankfurt. (Foto: dpa/picture alliance)Dominik Tiffels von den Löwen Frankfurt. (Foto: dpa/picture alliance)
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Zwar dominierten die Frankfurter das erste und das letzte Drittel, bekamen aber von clever und eiskalt agierenden Eispiraten den Zahn gezogen, die einen 5:2-Sieg am Ratsweg verbuchten. 4600 Zuschauer sahen am Freitagabend ein Spiel, das für die Heimmannschaft unglücklicher nicht verlaufen konnte.

„Uns hat heute mit Sicherheit auch das Glück gefehlt, dass die Scheibe nicht auf den Schläger gesprungen ist. Wenn man das Spiel weitestgehend im Angriffsdrittel gespielt hat, glaube ich nicht, dass der Wille gefehlt hat – gerade im Vergleich zum Heilbronn-Spiel. Wir hatten heute genügend Schüsse und auch Chancen“, blickt Verteidiger Dominik Tiffels auf das Spiel zurück. Zumindest Glück muss man sich erarbeiten. Erarbeitet hatten sich die Löwen das Spiel aus einer kompakteren Defensive heraus, und dennoch verlor man erneut. „Heute waren es die Konter, die wir gefressen haben. Vielleicht liegt es auch daran, dass jeder versucht, zu viel extra zu machen – und dann entstehen natürlich Räume.  Das ist frustrierend, das sollten wir schnell abstellen, dass wir da nicht Konter kassieren und unseren Angriff sauber zu Ende fahren.“

Angesprochen auf die kleine Ergebniskrise der Mannschaft, wiegelt Tiffels ab und zeigt sich gar optimistisch. „Wenn man gerade das letzte Spiel in Heilbronn sieht, darüber braucht man nicht reden. Das war scheiße. Auch wenn wir jetzt in ein kleines Loch fallen, sind wir immer noch ein Top-Team. Wir müssen uns das Glück wieder erarbeiten. Top-Teams kommen da wieder heraus, das sollte uns am Sonntag auch wieder gelingen.“ Am Sonntag geht es für die Löwen zu keinem geringeren Gegner als die derzeit formstarken Riesserseer, die neun ihrer letzten zehn Partien allesamt gewinnen konnten. Genau gegen solch ebenfalls offensiv agierenden Gegner waren die Löwen bisher erfolgreicher, konnten sie auch beide Vergleiche in dieser Saison sogar deutlich mit 8:2 und 5:1 gewinnen. „Es kann gut sein, dass uns Teams besser liegen, die offensiver mitspielen und nicht aus einer kompakten Defensive spielen. Wie gesagt, wir hatten heute unsere Chancen, daran hat es nicht gelegen. Mit ein bisschen mehr Glück und weniger zugelassenen Kontern geht das Spiel ganz anders aus.“

Doppeltorschütze Dominic Walsh auf der Gegenseite lobte die Mannschaftsleistung der Eispiraten und gibt preis, womit der bisherige Erfolg der Eispiraten zu begründen ist: „Wir haben als Mannschaft sehr gut gespielt, vor allem kompakt. Wir wissen, dass die Löwen offensiv stark spielen, haben unser Spiel einfach gehalten und unsere Chancen genutzt, die Tore zum richtigen Zeitpunkt geschossen. Insgesamt ist das die Mannschaft, das merkt man in der Kabine. Wir haben sehr viel Spaß, jeder kämpft für jeden. Heute haben wir nicht aggressiv auf den Mann gespielt, die Löwen eher kommen lassen und dann Scheiben abgefangen.“ Kollege Tiffels wird sich bestätigt fühlen.

Maximilian Haas