Schlechte Chancenverwertung kostet den Löwen zwei Punkte

Heimpleite gegen BietigheimHeimpleite gegen Bietigheim
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In einem kurzweiligen und kampfbetonten Spiel mussten sich die Tölzer Löwen im Spiel gegen die Buron Joker mit einem mickrigen Punkt begnügen. Grund hierfür war die vorweihnachtliche Geberlaune der Buam, die beste Tormöglichkeiten - und von diesen nicht wenige - ausließen. Eine Partie, die eigentlich mit einer zweistelligen Torausbeute für die Hausherren hätte enden müssen, ging daher in die Verlängerung und in das Penaltyschießen, in dem man wieder einmal keinen einzigen Sololauf verwerten konnte.

1500 Zuschauer haben sich im altehrwürdigen Eispalast an der Peter-Freisl-Str. eingefunden, um dem oberbayrisch/allgäuerischen Vergleich beizuwohnen. Bereits in der Anfangsphase wurde deutlich, dass es viel Arbeit für den Unparteiischen geben würde. Allein in den ersten acht Minuten musste Joker Chris Twerdun wegen unnötiger Vergehen drei Mal auf die Sünderbank. Dazwischen gelang Twerdun die Führung für seine Farben. Im ersten Überzahlspiel konnte er ein Zuspiel von Patrick Yetman an Patrick Couture vorbeischieben.Die Antwort der Buam ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Als Yetmann (ebenfalls drei kleine Strafen) draußen saß, ließ Cinibulk einen Hammer von Derek Mayer nur abprallen und ermöglichte Sebastian Kottmair den erfolgreichen Nachschuss (11.). Dieses Tor gab den Löwen den nötigen Auftrieb. Sie beherrschten nunmehr Spiel und Gegner und kamen folgerichtig zu weiteren Treffern. Eine fünf gegen drei Überzahl nutzten die Kandier Stevens, Demmans und letztlich Mayer zur Führung (14.) und nur eine gute Minute später war es die Sturmreihe um Christian Urban, Morgan Warren und dem Torschützen Christian Curth, die den zwei Tore Vorsprung herausarbeitete. Der sonst zu dieser Reihe gehörende Sebastian Kottmair agierte wegen der Verletzung von Floppo Zeller neben den Topscorern Hoad und Stevens. Auch der fünfte Treffer an diesem Abend fiel im Powerplay, diesmal aber wieder auf Seiten der Allgäuer. Eine Co-Produktion der besten ESVK-Scorer Masek, Yetman und Smith führte zum Anschlusstreffer. Bereits zuvor vergaben Jeffrey Hoad und Christian Curth zwei hochkarätige Möglichkeiten. Letzterer fuhr Anfang des Mittelabschitts nochmals alleine auf das Kaufbeurer Tor zu, fand jedoch in Martin Cinibulk seinen Meister. Wenig später vergab Andi Kruck die nächste klare Einschussgelegenheit. Der Ausgleich für die Mannen von Sergej Svetlov nach einer halben Stunde, war eindeutig irregulär. Die Scheibe hatte das Tölzer Verteidigungsdrittel bereits verlassen, als sie zum völlig frei stehenden Martin Schweiger kam, der mit einem Rückhandschlenzer Couture überwinden konnte. Weder der ansonsten ordentlich pfeifende Hauptschiedsrichter Huber, noch seine Linesmen hatten dieses Abseits erkannt. Dafür sah der Memminger Referee aber nahezu alle der etlichen hinterhältigen Fouls seitens der Allgäuer. Auch den Stockstich von Tobias Hubner, der diesem gerechterweise eine Spieldauerdisziplinarstrafe einbrachte. Da zeitgleich Martin Schweiger und wenig später Dominic Auger mit Strafen bedacht wurden, eröffnete sich den Buam eine minutenlange doppelte Überzahl, die bis in die Anfangsminuten des Schlussdrittels andauerte. Anstatt aber diese zahlenmäßige Überlegenheit auszuspielen, vertendelten sich die Gelb-Schwarzen immer wieder in überhasteten Aktionen, ohne Cinibulk ernsthaft in Not zu bringen.

In den letzten zwanzig Minuten mussten beide Mannschaften dem bisherigen Tempo etwas Tribut zollen. Kaufbeuren war nur noch im Powerplay gefährlich, die Tölzer hatten drei gute Chancen für einen Short-Hander. Somit blieb es letztlich beim Unentschieden; Konsequenz daraus war die Verlängerung. In selbiger hatten die Löwen das Pech, dass der Unparteiische hier seine zweite offensichtliche Fehlentscheidung traf. Möglicherweise fehlte ihm auch der Mut, in den letzten Sekunden auf Penalty zu entscheiden, nachdem Rod Stevens bei einem finalen Sololauf kurz vor dem Tor die Beine weggezogen wurden. Ob ein Penalty den Erfolg sichergestellt hätte, wäre angesichts der vier wenig später folgenden Versuche freilich mehr als fraglich gewesen. Die Soli der Kandier Hoad, Warren,Stevens und Mayer landeten allesamt an der Ausrüstung von Goalie Cinibulk. Und obwohl Patrick Couture alles versuchte, musste er die Schüsse von Masek und Auger passieren lassen. Nach dem Spiel sprach Löwen-Trainer Rothkirch davon, "am heutigen Tage nicht vom Glück gesegnet gewesen zu sein" und lobte Gästekeeper Cinibulk, während sein Gegenüber Svetlov von einem Kampf nicht nur gegen die Tölzer, sondern auch gegen den Schiedsrichter sprach. Hierzu sei bei aller gebotenen Objektivität gesagt, dass möglicherweise ein zwei Situationen zu hart, die zahlreichen unfairen Attacken jedoch alle korrekt bewertet wurden. (orab)

0:1 (8.) Twerdun (Yetman. Smith), 1:1 (11.) Kottmair (Mayer, Hoad), 2:1 (14.) Mayer (Demmans, Stevens), 3:1 (15.) Ch. Curth (Warren, Urban), 3:2 (18.) Smith (Yetman, Masek), 3:3 (30.) Schweiger (Reimer, Wintergerst), 3:4 (65.) Auger (Pen.)

Strafen: ECT 20, ESVK 33 + 10 (Reimer) + Spieldauer (Hubner/Stockstich)

HSR: Markus Huber /ECDC Memmingen), Linienrichter: Andreas Martinscheck (Senden), Marcus Ostler (Bad Wörrishofen)

Zuschauer: 1471


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