Schafft Riessersee den Rekord?

Riessersee: Rettung in letzter SekundeRiessersee: Rettung in letzter Sekunde
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Der EHC München hat es am 30. Dezember vorgemacht. 6012 Zuschauer wollten das Spiel gegen die Tölzer Löwen sehen. Da will der SC Riessersee nicht nachstehen und plant den nächsten Rekord: Am 30. Januar steigt in Garmisch-Partenkirchen die Mutter aller Zweitligaderbys. Der SCR trifft dabei ebenfalls auf den alten Rivalen aus Bad Tölz. Ungeachtet der Irritationen über die finanzielle Lage des derzeitigen Tabellenführers aus dem Oberland hat diese Begegnung für die Fans aus beiden Lagern immer noch einen besonderen Reiz.

Bereits Ende Oktober beim letzten Aufeinandertreffen unter der Zugspitze wollten 4351 Zuschauer den 4.2-Erfolg des SC Riessersee sehen. Das möchte Geschäftsführer Ralph Bader nun übertreffen, weshalb der „Tag der Rekorde“ ausgerufen wurde. Der SCR-Boss wendet sich mit dem Angebot vergünstigter Eintrittspreise nicht nur an einzelne Fans, sondern auch an Firmen, Stammtische und andere Gruppierungen. Das Derby wird zu einem großen Event mit einem umfangreichen Rahmenprogramm. Schon jetzt ist die Resonanz riesig: Nach fünf Tagen konnte der SCR bereits fast 1500 Tickets an den Mann bringen.

Ob das Derby tatsächlich einen Zuschauerrekord bringen wird – seit dem Umbau des Olympiaeisstadions 1994 war es mit seinen 6929 Plätzen noch nie ausverkauft -, hängt stark vom sportlichen Erfolg der Heimmannschaft ab. Und dieser lässt zurzeit ein wenig zu wünschen übrig. Vor allem die zuletzt gezeigte Auswärtsschwäche macht der sportlichen Leitung zu schaffen. Zu allem Überfluss zog der SCR auch im sonntäglichen Heimspiel gegen den Zweiten Bietigheim mit 3:5 den Kürzeren. Individuelle Fehler, schlechte Chancenauswertung und Verletzungen von Schlüsselspielern (Self, Wikström) trugen maßgebend dazu bei.

Nun gilt es laut Bader für den SCR, vor dem Rekordspiel „Werbung in eigener Sache zu machen. Wir stehen vor vier ganz wichtigen Begegnungen, die uns zeigen werden, wo der Weg hin geht.“ Am Freitag fährt man zum „Lieblingsgegner“ nach Heilbronn, wo endlich wieder ein Auswärtssieg geholt werden soll. Danach empfängt der SC Riessersee die Kannibalen aus Landshut (Sonntag, 16 Uhr), ehe die Tölzer Löwen nach Garmisch kommen werden.

Ziel der Werdenfelser bleibt die Pre-Playoff-Runde, und dabei die Plätze 7 oder 8. Allerdings beträgt das Polster nach unten nur noch zwei Punkte. Viele erfolglose Wochenenden kann sich das Team nicht mehr leisten. Und so hofft der Geschäftsführer, dass spätestens zum Rekordspiel Topscorer Brad Self wieder mit von der Partie sein kann. „Er fehlt uns derzeit ganz gewaltig. Self ist einfach nicht zu ersetzen.“