Schafft Heilbronn die Wende?DEL2 Vorschau 11. Spieltag

Lesedauer: ca. 6 Minuten

Das Top-Spiel des Tages ist für uns die Begegnung zwischen den Löwen Frankfurt und den Bietigheim Steelers. Die beste Defensive der Liga (Frankfurt) trifft dabei auf den zweitbesten Sturm (Bietigheim). Da sich die Ellentaler aber in der Abwehrarbeit auch nicht übermäßig anfällig zeigen, hat Löwen-Coach Tim Kehler im Training die Offensivarbeit und Chancenverwertung in den Vordergrund gerückt: „Wenn wir in der Top-Gruppe verbleiben wollen, müssen wir einen Weg finden, mehr als nur einen Punkt am Wochenende zu holen. Eine starke Defensive mit Antti im Tor reicht nicht aus, um dauerhaft erfolgreich zu sein. Wir kreieren im Prinzip genug Torchancen, müssen diese aber auch nutzen.“ Das Nichtverwerten der eigenen Chancen kostete den Hessen am vergangenen Wochenende die Tabellenführung. Außerdem sind sie auch gut beraten, keine unnötigen Strafen zu ziehen, denn in dieser Hinsicht sind die Steelers deutlich disziplinierter. Das letzte Aufeinandertreffen beider Teams fand am letzten Spieltag der Hauptrunde der vergangenen Saison statt. Die Löwen fügten damals dem späteren Meister eine der seltenen Niederlagen zu. Daran will Tim Kehler anknüpfen: „Bietigheim ist der aktuelle Meister. Auch wenn sie etwas Zeit gebraucht haben, um in Fahrt zu kommen, ist die Partie für uns eine große Herausforderung. Insbesondere das vergangene Aufeinandertreffen in Frankfurt war ein Spektakel und wir freuen uns auf die Fortsetzung – auch was den Support unserer Fans angeht.“

Unsere Meinung: In einem sehr engen und ausgeglichenen Spiel wird es auf die Torhüterleistung ankommen. Da beide Teams über starke Goalies und Abwehrspieler verfügen werden wenig Tore fallen. Das Spiel werden die Löwen in der Verlängerung für sich entscheiden. Unser Tipp: 3:2;

Die Ansetzungen des 11. Spieltages:

Löwen Frankfurt – Bietigheim Steelers

Tabellenplatz : Frankfurt: 3.; Bietigheim: 5.;

Goldhelmträger: Richard Mueller (13); David Wrigley (16)

Schiedsrichter: Georg-Rainer Köttsdorfer

Heilbronner Falken – Dresdner Eislöwen

Tabellenplatz: Heilbronn: 14.; Dresden: 2.;

Goldhelmträger: Adam Brace (14); Harrison Reed (11)

Gesperrt: Petr Macholda (Dresden)

Schiedsrichter: Tony Engelmann

Die Meinung von Eislöwen-Trainer Thomas Popiesch: „Heilbronn hat sich als Nachrücker für die Liga qualifiziert. Der Kader war für die Oberliga stark besetzt. Als der Fakt DEL2 im Raum stand, musste der Klub nochmal nachbessern. Auch wenn das Team keinen guten Start erwischt hat, sehe ich die Mannschaft auf einem besseren Niveau. Heilbronn hat unter der Woche sicher auch weiter an den Problemfeldern gearbeitet. Es wäre deshalb fahrlässig, wenn wir uns allein auf den Gegner konzentrieren würden. Sobald wir Heilbronn etwas geben, werden sie durch die Jungs zuschlagen, die auch Spiele gewinnen können und uns bekannt sind. Wenn wir aber von Beginn an zu 100 Prozent unser Spiel durchziehen, haben wir eine klare Siegchance.“

Unsere Meinung: Die Eislöwen sind der klare Favorit. Allerdings haben die Heilbronner Falken nichts zu verlieren und werden mit allen Mitteln versuchen, eine Wende herbei zu führen. Spieler wie Carsten Gosdeck und Peter Holmgren werden zudem gegen ihren Ex-Club besonders motiviert sein. Trotzdem werden die Dresdner drei Punkte mit auf die Heimreise nehmen.

ESV Kaufbeuren – EC Bad Nauheim

Tabellenplatz: Kaufbeuren: 11.; Nauheim: 10.;

Goldhelmträger: Michael Baindl (12); Dusan Frosch (15)

Schiedsrichter: Göran Noeller

Die Meinung von ESVK-Stürmer Daniel Oppolzer: "Die Begegnung gegen Bad Nauheim ist für mich natürlich etwas Besonderes. Ich hatte dort eine tolle Zeit, aber jetzt bin ich in meiner Heimat Kaufbeuren, wo ich mich auch wohl fühle und will natürlich gegen meinen Ex-Club punkten. Das gilt auch für das Spiel am Sonntag - wir gehen in jedes Spiel, um zu gewinnen."

Unsere Meinung: Beide Mannschaften haben Ausfälle zu verkraften, die schmerzen. Bei den Jokers fällt Mitch Versteeg länger aus, dafür kehrt Kapitän Matthias Bergmann in den Kader zurück. Bei den Roten Teufeln wurde auf die längerfristige Verletzung von Joel Johansson unter der Woche mit der Verpflichtung des erfahrenen Henri Laurila reagiert. Der Finne wird am Freitag sein Debüt geben. Es wird eine enge Geschichte werden, die der ESVK für sich entscheidet.

Eispiraten Crimmitschau – Lausitzer Füchse

Tabellenplatz: Crimmitschau: 13.; Weisswasser: 9.;

Goldhelmträger: Eric Lampe (13); Greg Classen (8)

Schiedsrichter: Elvis Melia

Unsere Meinung: So richtig läuft es noch nicht bei den Eispiraten, dies ist aber zu einem großen Teil der dünnen Personaldecke geschuldet. John Tripp und Martin Heinisch fallen aus, für Erik Gollenbeck ist die Saison vermutlich schon beendet. Auch bei den Füchsen steht der Einsatz von Roberto Geisler und Marvin Tepper noch nicht fest. Allerdings konnten die Lausitzer in den letzten Spielen stetig punkten, auch Neuzugang Darren Haydar fügte sich gut in die Mannschaft ein. Aber: Derbys haben ihre eigenen Gesetze…wir denken, die Eispiraten gewinnen in der Verlängerung.

SC Riessersee – Fischtown Pinguins

Tabellenplatz: Garmisch: 4.; Bremerhaven: 1:,

 Goldhelmträger: Matthias Beck (16); Björn Bombis (17)

Schiedsrichter: Markus Schütz

Die Meinung von SCR-Trainer Tim Regan: „Bremerhaven hat eine Mannschaft gespickt mit erfahrenen routinierten Spielern. Jeder Einzelne kann hier ein Spiel alleine entscheiden. Dieser Kader hat eine enorme Qualität. Die Meisterschaft führt nur über unseren Gegner vom Freitag.“

Unsere Meinung: Die beiden offensivstärksten Mannschaften der Liga treffen in dieser Partie aufeinander. Allerdings haben die Werdenfelser mitunter defensiv arge Probleme, was sich in bereits 36 Gegentoren zeigt. Das können sie sich gegen ihre Gäste nicht leisten, denn Fehler nutzen die Pinguins sofort und gnadenlos aus. Zudem können die Bremerhavener, trotz verletzungsbedingter Ausfälle, vier Reihen aufs Eis bringen. Der SCR wird kämpfen bis zum Umfallen und sich den Zusatzpunkt sichern, einen Zähler nehmen die Seestädter mit.

 Kassel Huskies – Starbulls Rosenheim

Tabellenplatz: 6.; Rosenheim: 8.;

Goldhelmträger: Jamie MacQueen (13); Tyler McNeely (12)

Schiedsrichter: Felix Winnekens

Die Meinung von Huskies-Trainer Rico Rossi: „Es ist nie einfach, gegen Rosenheim zu spielen. Rosenheim steht in der Abwehr immer sehr gut. Ich gehe davon aus, dass es ein schweres Spiel für uns wird.“

Unsere Meinung: Licht und Schatten gab es am vergangenen Wochenende für die Starbulls. Nach der hohen Niederlage in Dresden rehabilitierte sich die Mannschaft durch einen Shutout-Sieg über den ESV Kaufbeuren. Ähnlich sah es bei den Huskies aus, nur zwei Punkte aus dem Overtime-Erfolg bei den Eispiraten Crimmitschau stehen aus den letzten beiden Spielen zu Buche. Die Hessen werden sich vor heimischem Publikum nicht kampflos geschlagen geben, zudem sind die Gäste aus Bayern auf fremden Eis nicht übermäßig erfolgreich. Nur einmal konnten sie auswärts nach der Verlängerung als Sieger das Eis verlassen. Wir vermuten, Kassel wird am Ende Grund zum Feiern haben.

Ravensburg Towerstars – Wölfe Freiburg

Tabellenplatz: Ravensburg: 7.; Freiburg: 12.;

Goldhelmträger: Brian Roloff (17); David Vrbata (11)

Schiedsrichter: Ralph Bidoul/Martin Holzer

Die Meinung von Wölfe-Trainer Leos Sulak: "Ich vertraue meinem Team."

Unsere Meinung: Auch im schwäbischen Derby gilt: es herrschen eigene Gesetze…Allerdings sind hier die Ravensburger der klare Favorit, obwohl die letzten Spiele für die Towerstars alles andere als optimal verliefen. Die Freiburger können auf die Unterstützung von Steven Billich zählen, der mittels Förderlizenz zum Einsatz kommen wird, müssen aber weiterhin auf dessen Bruder Chris und auch auf Milos Vavrusa verzichten. Leos Sulak hat unter der Woche zwar verstärkt die Defensivarbeit trainieren lassen, wir denken aber trotzdem, dass der Aufsteiger erneut Lehrgeld zahlen muss und leer ausgeht.

Das sagt unsere EISKRISTALLKUGEL:

-Die Fischtown Pinguins verteidigen die Tabellenführung.

-Beim Sachsenderby zwischen Crimmitschau und Weißwasser reichen 60 Minuten nicht, aus um einen Sieger zu finden.

-Beim Spiel zwischen Kaufbeuren und Bad Nauheim wird es die wenigsten Strafzeiten geben.

-In Ravensburg können sich die Zuschauer über mindestens acht Tore freuen.

-Nur ein Gästeteam wird mit drei Punkten im Gepäck nach Hause fahren.


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