Saisonrekord - aber nicht ganz ausverkauft

Riessersee: Rettung in letzter SekundeRiessersee: Rettung in letzter Sekunde
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Was von vielen als unmöglich bezeichnet wurde, gelang SCR-Boss Ralph Bader und seinen Helfern in beeindruckender Weise. Das ehrwürdige Olympia-Eissportzentrum in Garmisch-Partenkirchen war am Freitag mit 6600 Zuschauern fast ausverkauft. Lediglich 329 Fans fehlten zum angestrebten Ziel, das Stadion erstmals nach dem Umbau ganz zu füllen.

Seit November 2002 gab es insgesamt sechs Liga - Heimspiele gegen die Tölzer Löwen, bei denen im Schnitt knapp 4000 Fans den Weg ins Garmischer Stadion fanden. Vielen dürfte auch noch das legendäre fünfte Playoff-Spiel gegen die Landshut Cannibals im April 2003 in Erinnerung sein, das mit 6215 Zuschauern bis jetzt den Rekord hielt. Nun also gehören dem Team um Ralph Bader die Bestmarke und ganz nebenbei auch noch der Saisonrekord der 2. Bundesliga.

In einer durchschnittlichen, aber durchaus spannenden Partie holte der SC Riessersee dreimal einen Rückstand auf. Im Penaltyschießen konnten dann aber die beiden Gästestürmer Dube´ und Mulock SCR-Goalie McArthur überwinden, während Reader und Stanley auf Seiten der Garmischer verschossen. Bester Mann auf dem Eis war Schiedsrichter Willi Schimm. Ruhig und sachlich seine Gesten, ebenso der Umgang mit den Spielern und Verantwortlichen beider Mannschaften.

In der anschließenden Pressekonferenz gaben sich dann Axel Kammerer und Ralph Bader nochmals die Ehre und trugen ihr eigenes kleines Derby aus. Der Trainer der Tölzer Löwen eröffnete sein Statement zum Spiel mit einer kleinen Stichelei gegen die „Redefreude“ des Garmischer Geschäftsführers der zuvor allen Helfern gedankt hatte. Als Antwort darauf nahm sich Ralph Bader am Ende der Pressekonferenz nochmals das Mikrofon und gab zu, dass Klappern nun mal zum Handwerk gehört und er zurzeit ruhig schlafen könne, vor allem mit der heutigen Zuschauerzahl. (GK)