Rumpftruppe gewinnt Sachsenderby

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Die Partie begann vor einer tollen Kulisse im Sahnpark. Sowohl die Fans der Eispiraten, wie auch die Gästefans aus Weißwasser, standen wie eine Wand hinter ihren Teams. Genau zwei Minuten mussten die in rot-weiß gekleideten Crimmitschauer auf die erste gute Chance ihrer Mannschaft warten. Carlo Grünn fing einen Querpass ab und war im Anschluss allein vor dem Gästetorhüter, der aber sicher parieren konnte. Quasi im Gegenzug kamen auch die Lausitzer Füchse zu ihrem ersten guten Angriff, der aber durch die Hintermannschaft der Cracks ins leere lief. Beide Teams waren auf Augenhöhe, auch wenn die Gastgeber aus Crimmtischau wegen Verletzungspechs nur mit einem Rumpfkader in die Partie gegangen waren. Dennoch konnten sie sich in der Anfangsphase etwas mehr in Szene setzen. In der zehnten Spielminute fiel dann das erste Tor, was den Sahnpark zum Kochen brachte. Nach Bullygewinn war die Scheibe zunächst an der Bande hinter dem Tor der Füchse, als sie von Stéphane Goulet zu Carlo Grünn kam. Der spielt schnell rechtsherum und wartet kurz, bevor er den Puck ins kurze obere Eck einlochte. 1:0 für die Hausherren, die nun für ihre engagierte Spielweise belohnt wurden. Wenig später war es erneut das Duo der Westsachsen, was ansehnlich kombinierte und eine gefährliche Situation einleitete. Der Kanadier Goulet sah seinen Sturmpartner Grünn, der aus der Mitte sofort abzog, aber am gegnerischen Keeper scheiterte. Auch die Nachschusschance blieb dabei ungenutzt. Vor der ersten Drittelpause gab es lediglich noch eine Chance für die in gelb-blau spielenden Gäste aus der Lausitz. Ein Schuss von Danny Albrecht prallte an den Körper von Eispiraten Keeper Sebastian Albrecht, der die Scheibe allerdings im Nachfassen sicher halten konnte. Mit einer hauchdünnen Führung ging es somit in die erste Pause.

Zurück auf dem Eis waren es nun die Füchse, die versuchten ihren Rückstand wieder wett zu machen. In einer etwas unübersichtlichen Situation behielt der Crimmitschauer Schlussmann den Überblick und brachte das Spielgerät unter Kontrolle, bevor ein Spieler der Füchse die Gelegenheit nutzen konnte. Kurz darauf war es ein gefährlicher Weitschuss von Chris Straube, den Albrecht erneut parierte. Die ersten zehn Minuten des zweiten Spielabschnittes lagen mit Vorteilen bei den Gästen. Eine hochkarätige Chance für die Eispiraten ergab sich bislang nicht. Die kämpften jedoch mit allen Kräften und man merkte ihnen den Ausfall von Troy Schwab, Travis Martell und Partick Vogel zu keiner Zeit an. Erst in der 32. Minute ging dann ein Raunen durch das weite Rund des Sahnparks, als Austin Wycisk mit seinem Schuss von der blauen Linie nur knapp das Tor verpasste. Doch lange brauchten die Eispiraten-Fans nicht warten: Genau 60 Sekunden später war der Puck dann zum zweiten Mal im Tor. Eispiraten Stürmer Thomas Pielmeier holte sich die Scheibe von der Bande im gegnerischen Drittel und zog einen schönen Bogen nach innen aufs Tor. Krönen konnte er diese Sololeistung dann mit dem Treffer zum 2:0, als er den Puck links oben ins Netz der Gäste schickte. Die große Freude, die nun in den Gesichtern der Fans zu sehen war, hielt aber nicht lange. Im Gegenzug konnten die Lausitzer Füchse durch Marcus Sommerfeld wieder auf 2:1 verkürzen. Nun folgte ein Spiel auf Augenhöhe, in dem sich beide Mannschaften Chancen erarbeiteten, diese aber nicht nutzten. Lediglich der Pfostenschuss von Marc Derlago aus der 37. Minute sorgte zwischenzeitlich für Aufregung. Allerdings prallte der Puck vom linken Kreuz ins Fangnetz hinter dem Tor.

Mit nur einem Tor Vorsprung für die Eispiraten Crimmitschau ging es also in den letzten Spielabschnitt. Die Westsachsen, vom Trainer nochmals motiviert, wollten das Spiel jetzt nicht mehr aus der Hand geben und kamen in der 41. Minute durch Cam Keith und Andre Schietzold zu einer weiteren guten Chance. Der Schuss des jungen Stürmers konnte vom Gästekeeper entschärft werden, auch wenn dieser die Scheibe abprallen lassen musste und der Nachschuss unten rechts knapp sein Ziel verfehlte. Wieder neutralisierten sich beide Teams und es gab wenig Zwingendes vor den Toren. Dennoch war das Spiel für alle hoch attraktiv, auch dadurch, weil beide Mannschaften sehr fair agierten. Erst die sich nun anschließende Phase brachte wieder Aufregung für die Fans, die mit ihren Gesängen beide Mannschaften nach vorn peitschten. Minute 46 brachte Tor Nummer drei für die aufopferungsvoll spielenden Eispiraten Crimmitschau. Nach Vorarbeit von Cam Keith, der das Spielgerät aus dem eigenen Drittel vor das Tor der Füchse brachte, behält dieser selbst auch die Übersicht und spielte den goldenen Pass. Quer durch die zurückeilende Hintermannschaft des Teams aus Weißwasser kam die Scheibe zum freistehenden Daniel Rau. Der fackelte nicht lange und konnte aus halblinker Position den Treffer markieren. Der neue Spielstand: 3:1 für die Westsachsen. Doch dabei blieb es erneut nicht lange. Marc Derlago auf Seiten der Füchse fingt in der 48. Minute den Puck im Mittelfeld ab und setzte zu einem Alleingang an. Diesen hätte er wohlmöglich mit seinem ersten Tor des Abends krönen können, doch der Stürmer der Gäste traf bei seinem Schuss erneut nur Metall in Form des linken Pfostens. Bis zu seinem Treffer sollten dann aber nur Sekunden verstreichen. In der 50. Spielminute war es mit Derlago der auffälligste Akteur der Gäste, der nach einem Fernschuss die sich ergebende Möglichkeit zum 2:3 Anschlusstreffer nutzt. Keine 10 Minuten mehr auf der Uhr und beide Mannschaften wussten, dass hier noch keine Vorentscheidung gefallen war. Doch wie sehr die Eispiraten diesen Sieg wollten, zeigt auch der zwischenzeitliche Einsatz von Hannes Albrecht. Der Stürmer war nach einem Stockbruch ohne Schläger auf dem Eis und blieb trotz mehrerer Gesten seines Trainers Fabian Dahlem auch dort. In toller Manier setzte er die angreifenden Spieler der Lausitzer Füchse unter Druck, bis die Situation geklärt war. Die Gäste versuchten jetzt alles, um den Ausgleich zu erzwingen, aber auch die Überzahlsituation in den letzten zwei Spielminuten brachte keinen Erfolg. Diese hatte ihr Coach Dirk Rohrbach wenige Augenblicke zuvor bei seiner Auszeit offenbar besprochen und zudem den Keeper vom Eis genommen.

Am Ende konnte eine verletzungsgeschwächte Mannschaft der Eispiraten Crimmitschau aber überzeugen und verdient als Sieger vom Eis gehen.

Auch Trainer Fabian Dahlem war von der gezeigten Leistung seines Teams beeindruckt und lobte den Einsatz der Mannschaft, der letztendlich zum Sieg führte.

Quelle: Eispiraten Crimmitschau

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