Rote Teufel verlieren Spiel in Rosenheim innerhalb von nur drei MinutenEC Bad Naugheim

Rote Teufel verlieren Spiel in Rosenheim innerhalb von nur drei MinutenRote Teufel verlieren Spiel in Rosenheim innerhalb von nur drei Minuten
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"Wir haben uns 52:47 Minuten an alles gehalten, was wir uns vorgenommen hatten. Und dann machen wir den einen Fehler, den wir heute Morgen noch bei der Videoanalyse angeschaut hatten und den wir unbedingt vermeiden wollten. Danach stürzt mit Daniel Ketter ein Rekonvaleszent nach mehrwöchiger Pause und Rosenheim geht 2:1 in Front. Anschließend haben die Starbulls die individuelle Klasse, um das Match nach Hause zu fahren, zumal wir uns in den letzten Minuten nicht mehr an unsere Marschroute gehalten haben", analysierte EC-Coach Daniel Heinrizi das Match nach dem Schlusspfiff. "Bad Nauheim war taktisch gut eingestellt und hat als Aufsteiger so gespielt, wie wir das früher gemacht haben. Sie sind gut besetzt und haben kompakt gestanden. Wer vorher dachte, dass wir sie an die Wand spielen würden, der hat heute gesehen, dass auch die Gegner gutes Eishockey spielen können", zollte Rosenheims Coach Franz Steer dem Spiel der Roten Teufel durchaus Respekt.

Die Gastgeber traten ohne ihren dänischen Nationalspieler Kim Staal an, während bei den Hessen mit Goran Pantic und Maximilian Spöttel beide Juniorenspieler krankheitsbedingt fehlten. In der Bad Nauheimer Defensive kehrte mit Daniel Ketter ein Routinier nach Mittelfußbruch zurück, so dass zwölf Stürmer und sechs Abwehrspieler aufgeboten werden konnten. Die Gäste standen von Beginn an sicher in der Defensive und konnten die Angriffe der Gastgeber bereits in der neutralen Zone gut unterbinden. Scheibengewinne bei Rosenheimer Angriffen konnten in schnelle Gegenzüge verwandelt werden. So auch in der 5.Minute, als Matt Beca den mitgelaufenen Mitch Versteeg bediente, doch Rosenheims Goalie Herden war mit dem Schoner zur Stelle. Die Starbulls hatten zwar die leicht größeren Spielanteile, doch die bessere Torchancen waren auf Bad Nauheimer Seite, wie in der 14.Minute, als Jason Pinizzotto nach einem Carnevale-Pass am Schoner von Herden scheiterte. Unter dem Strich ging das 0:0 nach 20 Minuten jedoch in Ordnung.

Auch im Mittelabschnitt blieb es ein weitestgehend zerfahrenes Match, nachdem die Gäste die Hausherren nur selten ins Spiel kommen ließen. Rosenheim erhöhte aber noch einmal den Druck und bekam gleich drei Powerplay-Möglichkeiten in diesem Abschnitt. Die Hessen - und vor allem Jan Guryca im Tor - verstanden es aber, die Scheibe immer wieder fernzuhalten, so dass es auch nach zwei Abschnitten immer noch torlos stand.

Die erste gute Gelegenheit im letzten Drittel konnten die Hessen zur Führung verwerten: Dennis Reimer versuchte einen Bauerntrick, den Rebound nutzte Jason Pinizzotto in Torjägermanier zum 0:1 nach knapp 47 Minuten unter dem Jubel der gut 50 mitgereisten EC-Fans. Die SBR-Anhänger wurden hingegen langsam aber sicher nervös, zumal Patrick Strauch und Matt Beca nur wenige Minuten später zwei Riesenmöglichkeiten hatten, um zu erhöhen. Beide Male hielt der Rosenheimer Goalie aber seinem in diesen Szenen unkontrolliertem Team den knappen Rückstand. Ein Glücksschuss nach einem der wenigen Bad Nauheimer Defensiv-Fehler bescherte den Bayern in der 53.Minute schließlich den Ausgleich, als Frank einfach mal abzog, während Jan Guryca die Sicht versperrt war. Als direkt nach Wiederanpfiff Daniel Ketter vor dem eigenen Tor ausrutschte, hatten die Starbulls leichtes Spiel und markierten durch Gottwald das 2:1. Innerhalb von nur 13 Sekunden drehten die Oberbayern somit das Spielgeschehen. Die Ordnung war bei den Roten Teufel nun dahin, was die Hausherren zum dritten und vierten Tor ausnutzten.

Am Sonntag gastieren die Towerstars aus Ravensburg im Bad Nauheimer Colonel-Knight-Stadion (Beginn 18.30 Uhr), die heute mit 0:3 gegen Bietigheim verloren. "Da wollen wir drei Punkte", ist die klare Ausgabe von Daniel Heinrizi und sofern das Team sich 60 Minuten lang an die taktischen Vorgaben hält, sollte dies auch machbar sein.

Starbulls Rosenheim - EC Bad Nauheim 4:1 (0:0, 0:0, 4:1)
Tore:
0:1 (46:35) Pinizzotto (Reimer, McMonagle)
1:1 (52:47) Frank (Hauner, Mc Neely)
2:1 (53:00) Gottwald (Strakhov, Hofbauer)
3:1 (55:54) Strakhov (Hofbauer, Frank)
4:1 (57:17) Hauner (Mc Neely)
Strafminuten: SBR 4 / ECN 6 + 10 (Beca)
Zuschauer: 1.964


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