Rote Teufel verlieren nach tollem Auswärtsspiel Dresdner Eislöwen - EC Bad Nauheim 2:1 n. P.

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Die Gäste aus der Wetterau, bei denen Förderlizenzspieler Hagen Kaisler den verletzten Daniel Ketter vertrat, begannen sehr konzentriert und bestimmten die Anfangsphase. Joel Johansson prüfte in der 4. Spielminute mit dem ersten guten Angriff Eislöwen-Goalie Cüpper, der eine Minute später gegen Dominik Lascheit erneut zur Stelle sein musste. Von den Hausherren waren nur wenige Aktionen nach vorne zu sehen, während Andreas Pauli nach einer schönen Kombination in der 8. Minute plötzlich vor Cüpper auftauchte - der Schuss verfehlte nur knapp das Gehäuse. Die Sachsen kamen sehr zögerlich - dann allerdings bedingt durch eine doppelte Überzahl nach zwei Bad Nauheimer Strafen - in die Partie, Mikko Rämö verlebte aber insgesamt ein ruhiges erstes Drittel, nachdem die EC-Defensive hellwach war und keine allzu gefährlichen Chancen zuließ. Kurz vor der ersten Pause hatte Dustin Cameron gar eine weitere Möglichkeit nach einem Scheibenverlust der Dresdner Abwehr, Cüpper war jedoch erneut zur Stelle, so dass es mit einem torlosen Unentschieden in die Kabinen ging.

Die Hausherren wollten im Mittelabschnitt sichtlich mehr Druck ausüben, was allerdings nur begrenzt gelang, nachdem die Hessen sicher in der Defensive standen und darüber hinaus eigene Konter starteten. Johansson (25.) sowie Hofland (28.) scheiterten jedoch an Cüpper, der sich zum besten Spieler im Eislöwen-Dress entwickelte. Auf der Gegenseite hatten die Sachsen durch Garten lediglich eine große Gelegenheit, die Mikko Rämö souverän mit dem Schoner stoppte. Ansonsten hatte der Finne nur wenig Mühe mit den Schüssen der Eislöwen, während die Roten Teufel in ihrem einzigen Überzahlspiel in einer sehr fairen Partie erneut durch Joel Johansson zur bis dahin besten EC-Chance kamen, die Cüpper mit einem tollen Fanghand-Save zunichte machte, so dass es nach 40 Minuten weiterhin torlos blieb.

Mit einem sogenannten "dreckigen" Tor gingen die Gastgeber nur 49 Sekunden nach Wiederanpfiff in Front: Harrison Reed wollte von hinter dem Tor nach vorne passen - traf aber Mikko Rämös Schoner, von dem das Hartgummi über die Linie zur 1:0-Führung der Eislöwen ging. Die Kurstädter steckten aber nicht auf, sondern arbeiteten sich in einem guten Auswärtsspiel zurück. Johannson (46.) sowie Keussen (51.) mit guten Schüssen aus der zweiten Reihe scheiterten an Marvin Cüpper im Tor der Sachsen, der nach dem Spiel zu Recht zum besten Spieler der Partie gewählt wurde. Als die Hessen in der Schlussphase Rämö zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis nahmen, wurde diese Maßnahme durch den Ausgleich von Kyle Helms exakt 14 Sekunden vor Spielende belohnt - was absolut verdient war ob des Einsatzes der Roten Teufel. In der Verlängerung passierte nicht allzu viel, das Penaltyschießen musste die Entscheidung bringen. In diesem trafen zwar Diego Hofland und Andreas Pauli auf Bad Nauheimer Seite, doch alle drei Schüsse der Dresdner saßen, während Dusan Frosch im ersten Anlauf an Cüpper scheiterte.

Auch wenn das drittte Saisonspiel somit verloren geht, können die Hessen auf der gezeigten Leistung aufbauen. Der eine Punkt von heute ist mehr als verdient, am Sonntag im Heimspiel gegen Weißwasser (Beginn 18.30 Uhr) soll nun nachgelegt werden. Es waren viele sehr gute Spielzüge im heutigen Match, einzig die Verwertung in Treffer dürfte ein Thema im Training werden. Sofern dies in den nächsten Partien bereinigt werden kann, so werden mit Sicherheit unter dem Strich positivere Resultate zu Buche stehen.

Eislöwen Dresden - EC Bad Nauheim 2:1 n.P. (0:0, 0:0, 1:1)
Tore:
1:0 (40:49) Reed (D.Rodman, Campbell)
1:1 (59:46) Helms (Dineen, Keussen)
2:1 (65:00) Macholda PS
Strafminuten: ELD 8 / ECN 10
Zuschauer: 1.883

Pressemitteilung EC Bad Nauheim