"Rote Teufel": Konstant schwankend

"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz
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Schwankend in der Leistung, konstant in der Wochenend-Ausbeute und der Platzierung. Der EC Bad Nauheim hat mit vier Zählern aus den Spielen in Bietigheim/Bissingen (5:6 nach Penaltyschießen) und gegen Bremerhaven (5.3) Rang vier in der Tabelle abermals verteidigt.

Im Ellental haben sich die Roten Teufel am Freitag selbst um einen "Dreier" gebracht. "Wir waren zu blöd, haben zu viele dumme Strafen kassiert. Es gibt einfach zu viele Jungs, die nichts im Kopf haben", trat Trainer Peter Obresa seinen Spielern in der Pressekonferenz verbal in den Hintern. Vier der fünf Gegentreffer aus der regulären Spielzeit hatten die Badestädter in Unterzahl kassiert, drei Mal standen die Gäste gleich mit zwei Mann weniger auf dem Eis. "Bietigheim war nur im Powerplay gefährlich. Wir waren nicht clever genug, uns darauf einzustellen", ärgerte sich der EC-Coach, nachdem seine Spieler immer wieder auf einem schmalen Grat zwischen regelkonform und regelwidrig gewandelt waren.

Die Worte des Trainers hatten ihre Wirkung offenbar nicht verfehlt. Ganze zwei Hinausstellungen leisteten sich die Bad Nauheimer am Sonntag, als vor 1600 Zuschauern ein mühsamer Erfolg gegen Bremerhaven erkämpft wurde. Drei Mal hatten die Roten Teufel die Führung übernommen, ebenso oft hatte der amtierende Meister ausgeglichen. Ganze 54 Sekunden vor Schluss gelang Doug Murray mit seinem zweiten Tagestreffer das Tor zum 4:3, dem Jason DeLeurme 20 Sekunden später das 5:3 und damit die Entscheidung folgen ließ. "Ein Spiel dauert 60 Minuten, und da kann man eben auch kurz vor Schluss einen Treffer erzielen", atmete Peter Obresa durch, nachdem seine Mannschaft einer guten Freitag-Partie eine allenfalls mäßige Sonntag-Begegnung hatte folgen lassen. Verletzt hat sich am Wochenende Verteidiger Jupp Peroutka. Ein Muskelfaserriss dürfte ihn am kommenden Wochenende zu einer Pause zwingen.