Rote Teufel gewinnen auch den vierten Saisonvergleich gegen BietigheimEC Bad Nauheim

Rote Teufel gewinnen auch den vierten Saisonvergleich gegen BietigheimRote Teufel gewinnen auch den vierten Saisonvergleich gegen Bietigheim
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"Wir hatten heute einige Gehirnfürze dabei, aber wenn man den offensiv starken Bad Nauheimern Chancen ermöglicht, darf man sich über das Resultat nicht wundern", sagte Steelers-Trainer Kevin Gaudet nach dem Spiel. "Das war ein Offensiv-Spektakel heute. Es war ärgerlich, dass wir sieben Sekunden vor dem Ende den Ausgleich kassieren, umso mehr bin ich über den Zusatzpunkt froh", so EC-Coach Daniel Heinrizi nach dem Schlusspfiff.

Die Hausherren profitierten gleich zu Beginn der Partie von einer Spieldauerstrafe gegen Bietigheims Müller, der nach einem hohen Stock und einer Verletzung von Daniel Oppolzer (er verlor einen Schneidezahn) vorzeitig zum Duschen musste. Die Roten Teufel spielten die fünf Minuten Übwerzahl zwar sehr gefällig, doch viel Gefährliches kam dabei nicht heraus. Als die Gäste wieder komplett waren, bestimmten sie mit hohem Tempo und viel Spielwitz die Partie, während die Kurstädter mit einigen wenigen Kontern für Gefahr vor dem Kasten von Cloutier sorgten. Die Abwehr der Hessen stand jedoch sehr sicher und auch Jan Guryca zeigte sich zwischen den Pfosten erneut als der große Rückhalt. Als auf beiden Seiten ein Spieler auf der Strafbank saß, nutzte Michael Dorr den Platz nach einem Pinizzotto-Querpass und netzte mit einem Onetimer zum 1:0 ein. Die Gäste antworteten aber prompt und verwerteten ihre erste Überzahl sogleich zum Ausgleich, als McKnight eine Hereingabe von Sommerfeld unhaltbar abfälschen konnte.

Bietigheim begann den Mittelabschnitt in Überzahl, doch das Tor fiel auf ihrer Seite, als Michael Dorr nur zehn Sekunden nach Wiederanpfiff mit einem Schuss in den Winkel erfolgreich war. Aber wieder währte die Freude nicht lange, denn nur 63 Sekunden später schloss Squires eine "Tic Tac Toe"-Situation im Powerplay zum erneuten Ausgleich ab, womit die Schwaben ihre Offensivkraft unter Beweis stellten. Die Gastgeber zeigten sich aber als ein echtes Kämpferteam, das auch spielerisch einiges drauf hatte, je länger die Partie dauerte. Belohnt wurde dies mit dem 3:2 von Matt Beca, der einen nicht vom Goalie fest gehaltenen Helms-Schuss über die Linie drücken konnte. Aber wieder gaben die Steelers eine Antwort, als Just einen platzierten Flachschuss exakt neben dem Pfosten von Guryca zum 3:3 einnetzen konnte. Ausgrechnet der Ex-Bietigheim Daniel Oppolzer war es noch vor der zweiten Pause, der mit einem satten Schuss in den Winkel die erneute Bad Nauheimer Führung herstellen konnte.

Mit Beginn des letzten Abschnitts kassierten die Roten Teufel gleich zwei Strafen, was McKnight zum 4:4 nutzte. Es war nun ein Spiel auf Augenhöhe, denn die Kurstädter hatten sich erneut den Respekt der Steelers erspielt, die sich ob der Gefährlichkeit der Hessen bewusst waren. Und diese stellten es wieder unter Beweis: erneut Daniel Oppolzer traf mit einem Schuss ins lange Ecke zum 5:4, das bis in die Schlussminute hinein Bestand hatte. Bietigheims Coach Gaudet nahm seinen Goalie vom Eis, so dass die Gastgeber einige gute Gelegenheiten auf den empty netter hatten. Doch die Steelers blieben ruhig und souverän und markierten nach einem gewonnene Bully vor Jan Guyrca exakt sieben Sekunden vor dem Ende den 5:5-Ausgleich. Die Roten Teufel zeigten sich aber nicht geschoclt, sondern drängten in der Verlängerung auf den Siegtreffer. Die fünf Minuten blieben jedoch ohne Treffer, so dass das Penaltyschießen die Entscheidung bringen musste. Es dauerte acht Durchgänge, ehe Sean McMonagle seinen zweiten Penalty verwandeln konnte, nachdem Squires zuvor scheiterte.

Am Sonntag gastieren die Roten Teufel in Landshut, "und auch dort wollen wir Punkte mitnehmen und den Druck auf Weißwasser erhöhen", so Daniel Heinrizi.

EC Bad Nauheim - Bietigheim Steelers 6:5 (1:1, 3:2, 1:2) n.P.
Tore:
1:0 (16:45) Dorr (Pinizzotto)
1:1 (18:23) McKnight (Sommerfeld, Squires) PP1
2:1 (20:10) Dorr (Helms) SH1
2:2 (21:13) Squires (Sommerfeld, Just) PP1
3:2 (26:38) Beca (Helms, Pietsch)
3:3 (33:03) Just (Dmitriev, St. Jacques)
4:3 (37:25) Oppolzer (Lavallee, Götz)
4:4 (42:17) McKnight PP1
5:4 (52:53) Oppolzer
5:5 (59:53) Martens (McKnight)
6:5 (65:00) McMonagle PS
Strafminuten: ECN 12 + 10 (Versteeg) / SCBB 6 +10 (Sommerfeld) + 10 (Just) + 5+SD (Müller)
Zuschauer: 2.459