Rote Teufel erkämpfen Punkt beim 3:4 n.P. in Bremerhaven EC Bad Nauheim

Lesedauer: ca. 3 Minuten

"Im ersten Drittel haben wir unsere Chancen genutzt, aber dann spielten wir zu kompliziert. Dennoch ein Kompliment an mein Team, das im dritten Drittel wieder souverän agiert hat. Mit dem einen Punkt bin ich unter dem Strich zufrieden", so EC-Coach Petri Kujala nach dem Schlusspfiff. "20 Minuten pfui und 40 Minuten hui - so kann man unser Spiel heute Abend beschreiben", analyierte Bremerhavens Coach Mike Stewart die Partie nach dem Abpfiff.

Die Gäste waren von der ersten Minute an bereit für dieses schwere Auswärtsspiel und legten ein überzeugendes erstes Drittel auf das Parkett der Bremerhavener Eisarena. In den ersten fünf Minuten versuchte der Meister mit Offensivdrang, die Hessen in den Rückstand zu zwingen, doch sowohl Jan Guyrca im Tor wie auch das gesamte Team hielten prächtig dagegen. Ab der 6. Minute wurden die Kurstädter - auch begünstigt durch eine Strafzeit gegen Bremerhavens Dronia - stärker und hatten durch den völligst frei stehenden Marco Schütz die größte Möglichkeit. Noch hielt REV-Goalie Jaeger, doch beim direkt nachfolgenden Angriff über Ringwald und Frosch war der Kanadier nach Kyle Helms' Schuss machtlos - 0:1. Die Gäste blieben gut im Spiel und hielten die Partie mehr als nur offen. Erneut Helms hatte in der 9. Minute wiederum frei stehend die Chance auf einen weiteren EC-Treffer, die Bremerhavener Abwehrspieler bekamen das gute und in die Breite gezogene Spiel der Hessen einfach nicht in den Griff. Folge war das fällige 0:2 durch Sven Gerbig in der 18.Minute, der einen Drei-auf-Zwei-Konter erfolgreich abschließen konnte. Die Pinguine kamen nun noch einmal mit viel Power, doch Jan Guryca hielt nach zwei gefährlichen Schüssen die Pausenführung fest.

Schrecksekunde aus Sicht der Gäste gleich zu Beginn des Mittelabschnitts: die Roten Teufel spielten in Überzahl, da war die Scheibe nach einem Abpraller von Jan Gurycas' Fanghandschuh im Netz. Der Unparteiische Stephan Westrich gab den Treffer nach einem Martinelli-Schuss jedoch nicht, da er wohl zuvor abgepfiffen hatte. Dennoch sorgte dieses vermeintliche Tor für Euphorie bei den Hausherren, die nun ordentlich Druck ausübten. Die Gäste verlagerten sich demzufolge immer mehr auf Konter und hatten dadurch aber auch ihre Chancen - wie z.B. von Drew Paris in der 26.Minute, der knapp am Tor vorbei zirkelte. Die Gastgeber bestimmten dennoch das Tempo und erhöhten immer mehr die Schlagzahl. Folge war der fast schon folgerichtige Anschluss durch Kopecky in der 31.Minute, als Jan Guryca keine Abwehrchance hatte. Bremerhaven blieb am Drücker und machte viel Power in Richtung Bad Nauheimer Kasten. Zunächst scheiterte Schmidt im Slot gegen Guryca (34.), danach nutzte Kopecky eine unnötige Strafzeit kurz vor der zweiten Pause gegen Matt Beca mit einem Onetimer zum 2:2-Ausgleich in Überzahl. Bombis hatte gar die Führung des REV auf dem Schläger (40.), doch der Ex-Bremerhavener Jan Guryca rettete seinem Team zunächst einmal das Unentschieden zur zweiten Pause.

Das Schlussdrittel begann optimal für die Gäste: in der 42.Minute versenkte Max Campbell das Hartgummi zur erneuten Führung der Roten Teufel mit einem schönen Schuss in Torjägermanier ins lange Eck. Bad Nauheim verteidigte fortan, doch die Nordseestädter kamen noch einmal. Nach einem zu langsamen Wechsel der Gäste war Brendan Cook nach einem langen Pass zur Stelle und traf zum 3:3. EC-Verteidiger Marco Schütz hatte in der letzten Minute frei vor Brett Jaeger den Siegtreffer auf der Kelle, doch der Neuzugang traf das Hartgummi im Slot nicht richtig. Somit ging es in die Verlängerung, in der beide Seiten zwei hochkarätige Möglichkeiten hatten. Doch sowohl Dan Ringwald (63., über das Tor) wie auch Hafenrichter (64.) vergaben.

Das Penaltyschießen sollte somit die Entscheidung über den Zusatzpunikt bringen. Und in diesem hatten die Hausherren mit Kopecky und Hooton ihre Torschützen, während bei den Hessen Campbell und Oppolzer nicht an Jaeger vorbei kamen. Auch wenn durchaus mehr drin gewesen wäre in diesem Spiel, kann man aus Bad Nauheimer Sicht mit dem einem Punkt zum Auftakt mehr als zufrieden sein gegen den Meister und Topfavoriten in der laufenden Spielzeit.

Fischtown Pinguins - EC Bad Nauheim 4:3 n.P. (0:2, 2:0, 1:1)
Tore:
0:1 (07:10) Helms (Ringwald, Frosch) PP 5-4
0:2 (17:43) Gerbig (Schütz)
1:2 (30:48) Kopecky (Hooton)
2:2 (38:48) Kopecky (McPherson, Dejdar) PP 5-4
2:3 (41:21) Campbell (Lange, Aab)
3:3 (47:16) Cook (Slaton, Beck)
4:3 (65:00) Kopecky PS
Strafminuten: REV 10 / ECN 6
Zuschauer: 3.611


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