Rosenheim macht´s hoch - Landshut müht sichDEL2

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Diese ließen allerdings in Bad Nauheim einen Zähler liegen und gewannen erst nach Verlängerung mit 4:3. Den siebten Heimsieg in Folge feierte der SC Riessersee gegen Bremerhaven mit einem 3:2 nach Verlängerung. Heilbronn dagegen unterlag auf eigenem Eis den Lausitzer Füchsen mit 2:4. Auf Augenhöhe begegneten sich Dresden und Bietigheim.

Eispiraten Crimmitschau – EVL Landshut Eishockey 2:4 (0:1,1:0,1:3)

Vom Duell des Ersten gegen Letzten war lange nichts zu sehen. Die tapfer kämpfenden Eispiraten boten Landshut in jeglicher Hinsicht Paroli, wenngleich die Gäste im ersten Drittel nach einem Powerplay-Treffer in Führung gingen. Das aber ließen die Hausherren nicht auf sich sitzen. Im Mitteldrittel hatte Crimmitschau mehr Chancen und kam durch Matthias Forster zum Ausgleich. Dann aber drehten die Gäste auf und spielten im letzten Drittel ihre ganze Routine aus. Die Folge: Gleich drei Treffer erzielte der EVL. Die Eispiraten gaben aber nicht auf und kamen mit einem Mann mehr auf dem Eis aber noch zum Abschluss. Das allerdings sollte es aber gewesen sein. Unter dem Strich bleibt: Crimmitschau zeigte eine starke Leistung, Landshut präsentierte sich allerdings zu stark.
Tore: 0:1 Riley Armstrong (18:17/PP1), 1:1 Matthias Forster (28:08), 1:2 Cody Thornton (41:55), 1:3 Maximilian Forster (50:32), 1:4 Riley Armstrong (53:20/PP1), 2:4 Scott Pitt (58:36/EA)
Zuschauer: 1.854

Heilbronner Falken – Lausitzer Füchse 2:4 (0:0, 1:2, 1:2)

Die Lausitzer Füchse kamen besser in das Spiel und hatten auch die ersten Tormöglichkeiten. Doch Sinisa Martinovic hielt seinen Kasten sauber. Auch die beiden ersten Überzahlspiele halfen den Füchsen nicht zur Führung.. Die Falken kamen auch im weiteren Verlauf des Drittels nicht richtig ins Spiel. So konnten sie auch ein fast zwei minütiges 5:3-Powerplay nicht konsequent ausspielen und mussten am Ende noch froh sein, als Martinovic mit einer tollen Parade den Alleingang von Lukas Pozivil, der von der Strafbank kam, vereitelte. Als zwei Heilbronner auf der Strafbank Platz nehmen mussten, lies sich Christoffer Kjärgaard die Möglichkeit nicht nehmen und traf zum 0:1 für Weißwasser. Der zweite Treffer des Abend gelang wiederum den Füchsen. Die Weißwasseraner kombinierten sich durch die gesamte Falken Abwehr und Götz markierte das 0:2. Doch zwei Minuten vor Drittelende kamen die Käthchenstädter zum Anschlusstreffer. Robert Hock eroberte hinter dem Tor den Puck und passte auf Frantisek Mrazek, der aus kurzer Distanz über Strahlmeier hinweg ins Tor traf. Auch im Schlussabschnitt waren die Lausitzer Füchse die bessere Mannschaft. Und so kamen sie erneut im Powerplay zum 3:1. Als vier Minuten vor Spielende die Falken auf 2:3 verkürzten, keimte nochmals Hoffnung auf. Doch als Gerd Wittmann Martinovic zu Gunsten eines weiteren Feldspielers eine Minute vor Ende vom Eis nahm, dauerte es nur wenige Sekunden, bis die Füchse durch Götz zum entscheidenden 4:2 ins leere Tor trafen.
Tore:0:1 Christoffer Kjärgaard (27:08/PP2), 0:2 Thomas Götz (36:58), 1:2 Frantisek Mrazek (38:27), 1:3 Scott King (47:35/PP1), 2:3 Mitch Versteeg (56:21/PP1), 2:4 Thomas Götz (59:00/EN/SH1)
Zuschauer: 1.203

ESV Kaufbeuren  - Starbulls Rosenheim 1:8 (0:4, 0:2, 1:2)

Gegen die Starbulls Rosenheim sahen die stark ersatzgeschwächten Kaufbeurer vor 1.666 Zuschauern nur wenig Land. Ohne die verletzten Vajs, Detsch und Gohlke sowie den gesperrten Winkler gerieten die Joker schnell in Rückstand: Zientek, zwei Mal Weller und Gottwald mit einem sehenswerten Schlagschuss in den Winkel besorgten die 4:0-Führung für die Starbulls nach dem ersten Drittel. Im zweiten Abschnitt schalteten die Starbulls einen Gang zurück, so dass Kaufbeuren besser ins Spiel kam. Dennoch waren es die Rosenheimer Weller und Hauner, die das Tor trafen und das Ergebnis auf 6:0 hinaufschraubten. Im letzten Drittel erzielte Alex Thiel noch den Ehrentreffer für den ESVK, Marsall und Frank fixierten mit ihren Toren den 1:8-Endstand.
Tore: 0:1 Benjamin Zientek (1:55), 0:2 Shawn Weller (5:44/PP1), 0:3 Shawn Weller (15:37/SH1), 0:4 Stephan Gottwald (18:52/PP1), 0:5 Max Renner (37:40), 0:6 Norman Hauner (38:43), 0:7 Marcus Marsall (40:54), 1:7 Alexander Thiel (47:06), 1:8 Josef Frank (53:24)
Zuschauer: 1.666

EC Bad Nauheim - Ravensburg Towerstars 3:4 (0:2, 3:1, 0:0) OT

Mit 3:4 nach Verlängerung verlieren die Roten Teufel vom EC Bad Nauheim ihr Heimspiel gegen Ravensburg, womit die tolle Serie von fünf Heimsiegen in Folge gerissen ist. Es war von Anfang an ein erneut dramatisches Spiel im Bad Nauheimer Colonel-Knight-Stadion. Die Anfangsoffensive der Gastgeber überstanden die Schwaben schadlos, den ersten konsequenten Angriff der Towerstars verwandelte Krestan zur Führung. In Überzahl markierte Cameron noch vor der ersten Pause das 2:0 für die Gäste. Anderes Bild im zweiten Abschnitt: Bad Nauheim drückte und kam zum Anschluss durch Kyle Helms, der das Hartgummi förmlich ins Tor reinarbeitete. Bei angezeigter Strafe gegen Ravensburg traf Harry Lange zum vielumjubelten Ausgleich. Als die Roten Teufel erneut in Überzahl agierten, war die Defensive zu arglos und ließ Justin Kelly zum 3:2 für die Gäste einnetzen. Die Hessen zeigten aber erneut Moral und nutzten eine Unsicherheit von Ravensburgs Goalie Nemec durch Michael Dorr zum 3:3-Pausenstand. Im letzten Drittel war es ein Kampf um jeden Zentimeter und beide Teams hatten die Chance auf den vielleicht alles entscheidenden Treffer. Es ging letztendlich aber in die Overtime, in der die Gäste eine gute Szene hatten und 20 Sekunden vor dem Ende durch Sezemsky den Schlusspunkt unter eine interessante und schnelle Partie setzten. "Wir haben im ersten Drittel 18 Schüsse gehabt, so dass Ravensburg vielleicht ein bisschen glücklich geführt hatte. Aber dann haben wir es richtig gut gemacht. Beim 3:4 waren wir vielleicht etwas müde. Mit dem einen Punkt können wir nach diesem tollen Spiel am Ende leben, zwei oder drei wären uns natürlich lieber gewesen", sagte EC-Coach Frank Carnevale nach dem Spiel.
Tore: 0:1 (05:12) Radek Krestan, 0:2 (14:57) Dustin Cameron, 2:2 (28:03) Lange, 2:3 (31:19) Justin Kelly (SH1), 3:3 (34:31) Michael Dorr, 3:4 (64:40) Sezemsky
Zuschauer: 2.283

SC Riessersee - Fischtown Pinguins 3:2 (0:0; 0:1, 2:1, 1:0) OT

Die Zuschauer im Olympia-Eissportzentrum von Garmisch-Partenkirchen sahen ein torloses Anfangsdrittel in dem es mehr Spielanteile auf Seiten der Gäste aus dem hohen Norden gab. Im Mittelabschnitt hatte zunächst der SC Riessersee die Möglichkeit zur Führung – Julian Eichinger hämmerte den Puck in der 27.Minute an den Pfosten – ehe Bremerhavens Mark Kosick eine kleine Lücke fand, um den Puck an Bryan Hogan vorbei zur 0:1 Führung zu zirkeln. In den Schlussabschnitt fanden die Weiß-Blauen besser ins Spiel, während der Pinguin Patrik Beck auf der Strafbank schmorte hämmerte SCR Defender Peter Baumgartner die Scheibe ins Kreuzeck zum Ausgleich. Exakt sieben Minuten vor Schluss sorgte Robby Dee für die 2:1 Führung für die Garmisch-Partenkirchner. Ausgerechnet in Unterzahl erzielten die Gäste aus dem nichts das 2:2, Viktor Beck profitierte von einem Abpraller der genau vor seinen Schläger sprang. Bis zur Schlusssirene passierte nichts mehr. Die Entscheidung gab es dann in der Overtime mit einem regelrechten Last-Minute-Tor durch Morten Lie für den SC Riessersee. Das war nun der siebte Heimsieg in Folge für die Weiß-Blauen.
Tore: 0:1 Mark Kosick (34:35), 1:1 Peter Baumgartner (41:51 / PP), 2:1 Robby Dee (53:00), 2:2 Viktor Beck (54:36 /SH1), 3:2  (64:49) Morten Lie
Zuschauerzahl: 1296

Dresdner Eislöwen – Bietigheim Steelers  4:3 (3:2; 1:0; 0:1)

Beide Mannschaften agierten mit viel Selbstvertrauen und so entwickelte sich ein packendes Spiel. Gleich im ersten Powerplay unterstrichen die Löwen, dass sie in Überzahl zur Zeit sehr effektiv spielen. André Mücke wurde freigespielt und netzte zur 1:0-Führung ein. Weiter ging es mit guten Möglichkeiten auf beiden Seiten. Dresden scheiterte und die Gäste schalteten sofort auf Angriff um. Der Konter wurde perfekt ausgespielt und es stand 1:1. Wenig später gelang Petr Macholda per Schlagschuss das 2:1, doch die Steelers glichen nach perfektem Spielzug erneut aus. In der Schlussminute schlugen die Löwen noch einmal zu: Sami Kaartinen war zur Stelle und besorgte die verdiente Pausenführung.Auch das zweite Drittel bot attraktives Hockey von beiden Teams. Es sollte aber nur ein Tor fallen. Arturs Kruminsch fälschte eine Puck entscheidend ab. Tatsächlich eröffnete Matt McKnight in der 45. Minute mit dem 4:3 erneut den Schlagabtausch.Neunzig Sekunden vor dem Ende nahm Bietigheim den Torwart vom Eis – ohne Erfolg. „Bietigheim hat heute bewiesen, warum sie im letzten Jahr den Meistertitel geholt haben. Das Team agiert mit sehr viel Qualität und hat die Fähigkeit, Fehler eiskalt auszunutzen und so jederzeit gefährlich zu sein", sagte Eislöwen-Cheftrainer Thomas Popiesch und fügte hinzu: „Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Sie hat bis zum Spielende in jedem Zweikampf alles gegeben. Unser Goalie Kevin Nastiuk hat heute in der ein oder anderen Situation den Unterschied gemacht."Auch Bietigheim-Coach Kevin Gaudet fand lobende Worte: „Dresden hat vielleicht das schnellste Team der Liga. Die Abwehr ist sicher, der Torwart stark."
Tore: 1:0 André Mücke (4:29/PP1), 1:1 Alexej Dmitriev (7:09), 2:1 Petr Macholda (8:22); 2:2 Marcus Sommerfeld (13:47), 3:2 Sami Kaartinen (19:38); 4:2 Arturs Kruminsch (29:44); 4:3 Matt McKnight (44:12)
Zuschauer: 2.072

Die Ergebnisse des 21. DEL2-Spieltag im Überblick:

ESV Kaufbeuren  - Starbulls Rosenheim 1:8 (0:4, 0:2, 1:2)
Eispiraten Crimmitschau – EVL Landshut Eishockey 2:4 (0:1,1:0,1:3)
SC Riessersee - Fischtown Pinguins 3:2 (0:0; 0:1, 2:1, 1:0) OT
Dresdner Eislöwen – Bietigheim Steelers  4:3 (3:2; 1:0; 0:1)
Heilbronner Falken – Lausitzer Füchse 2:4 (0:0, 1:2, 1:2)
EC Bad Nauheim - Ravensburg Towerstars 3:4 (0:2, 3:1, 0:0, 0:1) OT

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