Riessersee zieht über Nürnberg ins Finale einKönig-Ludwig-Weißbier-Cup

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Das zweite Halbfinale im Turnier anlässlich des neunzigsten Clubjubiläums der Hausherren entwickelte sich vom Eröffungsbully an zu einer ausgesprochen temporeichen Begegnung, in der ein Klassenunterschied zwischen dem SCR und den Ice Tigers nicht offensichtlich wurde. Beide Mannschaften spielten auf Sieg und scheiterten dabei zumeist an den glänzenden beiden Torhütern, Neuzugang Bryan Hogan im Werdenfelser Gehäuse und Andreas Jenike bei den Franken.

Gestaltete sich das erste Drittel weitgehend ausgeglichen mit spielbestimmenden Gästen und immer wieder gefährlich konternden Hausherren, so gehörte das Mitteldrittel deutlich den Oberbayern. Folgerichtig fiel auch der Führungstreffer nach einem schnellen Konter über links, der in eine 2:1-Situation mündete und mit einem kurzen Querpass vor dem Tor von Robert Dee auf Maximilian Kastner gelöst und zum 1:0 verwandelt wurde. Im Schlussdrittel entwickelte der Erstligist dann immer mehr Druck, dem die Werdenfelser neben ihrem Goalie vor allem ihre unerschütterliche taktische Ordnung entgegensetzten. Das erfolglose Anrennen zermürbte die Noris-Städter, die sich nun mit spielentscheidenden Undiszipliniertheiten Luft verschafften: Erst kassierte der zuvor stark spielende David Elsner für seinen Bandencheck gegen Julian Eichinger, der direkt ins Krankenhaus gebracht werden musste, eine große nebst Spieldauerdisziplinarstrafe, dann holte sich wenig später Brett Festerling wegen Reklamierens eine Disziplinarstrafe und schließlich dezimierte Patrick Buzas mit einem auffälligen Kniecheck an der gegnerischen blauen Linie seine Mannen doppelt. Dies nutzte Peter Baumgartner mit einem Schlagschuss von der blauen Linie in den Stockhand-Winkel zur Entscheidung. So sehr sich Nürnberg danach auch mühte, selbst Timeout und ein sechster Feldspieler konnten nicht helfen, Hogan auch nur einmal zu überwinden.

Tore: 1:0 (25.) M. Kastner (Dee), 2:0 (54.) Baumgartner (Lie, Staltmayr) 5-3
Strafen: SCR 12, Nürnberg 17 + 10 Festerling + Spieldauer Elsner

Das erste Turnierspiel zwischen dem ESV Kaufbeuren und den Black Wings aus Linz entwickelte weniger Klasse und lässt sich eher mit dem Begriff Sommer-Eishockey beschreiben. Der EBEL-Halbfinalist des letzten und österreichische Meister des vorletzten Jahres tat gegen die erst seit 13 Tagen auf dem Eis stehenden Kaufbeurer Buron Joker nicht viel mehr als nötig und schraubte das Ergebnis dennoch auf 7:1. Entscheidend war dabei letztlich die Morgenluft-Witterung der Allgäuer nach ihrem Anschlusstreffer zum 1:3. Im letzten Spieldrittel gaben sie ihr defensives taktisches Konzept auf und wurden binnen 22 Sekunden mit zwei weiteren Gegentreffern und damit der endgültigen Entscheidung bestraft.

Das Ergebnis fiel ein paar Tore zu hoch aus, sagte Joker-Coach Dieter Hegen anschließend. Da hat uns offensiv noch die Abstimmung und im letzten Drittel auch noch die Kraft gefehlt, versuchte er die Niederlagenhöhe zu erklären.

Tore: 0:1 (3.)  Mitterdorfer (Mayr), 0:2 (6.) Lebler (Hedlund) 5-4, 0:3 (27.) Ulmer (Oberkofler, Hedlund), 1:3 (30.) Schmidle (Thiel), 1:4 (41.) Murphy (Lucas), 1:5 (42.) Hedlund (Hisey), 1:6 (45.) Moran (Scholz, Hedlund) 5-4, 1:7 (51.) Hisey (Lebler, Müller)
Strafen: ESVK 12, Linz 6

Am Sonntag folgt um 15 Uhr das Spiel um Platz 3 zwischen Kaufbeuren und Nürnberg. Das Finale steigt um 18:30 Uhr zwischen dem SC Riessersee und den Black Wings Linz.

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