Riessersee: Wenig ansprechende Leistung und keine Punkte

Riessersee: Rettung in letzter SekundeRiessersee: Rettung in letzter Sekunde
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Großer Sport, der findet derzeit

woanders statt, nicht jedoch im Olympia-Eissport-Zentrum zu

Garmisch-Partenkirchen. Und so gab es an diesem Wochenende auch keine

zählbaren Resultate für den SC Riessersee.

Dabei lässt

sich in letzter Zeit ziemlich oft ein sehr ähnliches Muster

beobachten. Nach einem guten und konzentrierten Beginn und häufig

auch der Führung lässt unverständlicherweise die Konzentration

nach. Fehler treten gehäuft auf, die taktischen Vorgaben werden

nicht mehr eingehalten, das Zusammenspiel verschwindet zu Gunsten von

Einzelaktionen und jeder macht förmlich, was er will.

Und so gestaltete der SCR auch am

vergangenen Freitag in Weißwasser das erste Drittel überlegen und

konnte eine Minute vor der Pause durch Brad Self, der mit einem

Bauerntrick einnetzte, in Führung gehen. Doch das sollte es dann

auch schon an Zählbarem gewesen sein an diesem Abend für den SC

Riessersee. Im weiteren Spielverlauf waren es die Gastgeber, die das

Heft immer fester in die Hand nahmen. Eine bittere Randerscheinung

war dabei sicher, dass ausgerechnet der ehemalige Garmischer Carsten

Gosdeck mit seinen beiden Toren im Mitteldrittel den Umschwung

einleitete und das Spiel drehte. Durch einem Doppelschlag für die

Lausitzer in der siebten Minute des letzten Drittels war es dann

endgültig um die Riesserseer geschehen. Das 5:1 in der letzten

Minute war dann nur noch Ergebniskorrektur eines längst

entschiedenen Spiels, in dem der SCR nur ein Drittel etwas zu melden

hatte.

Auch am Sonntag im Derby gegen Landshut

hatten die Riesserseer wieder den besseren Start und ein Plus an

Chancen. Vorbehalten, das 1:0 zu erzielen, war es dieses Mal der

vierten Reihe. Michael Baindl, den Straubing erstmals nach vier

Spielen wieder abstellte, und so ein Spielen mit vier Reihen

ermöglicht wurde, traf nach Vorarbeit von Troy Bigam. Doch nach zehn

Minuten schlich sich langsam wieder der Schlendrian ein. Und in der

14. Minute war das Unheil dann schon vorher abzusehen, als die

SCR-Akteure nicht konsequent bei ihren Gegnern standen und so den

Ausgleich der Niederbayern ermöglichten. Im Mittelabschnitt kam dann

die Zeit der ganz großen Fehler, durch die man die

spielentscheidenden Konter für die Landshuter zuließ. Beim 1:2

spielten die Hausherren sogar in Überzahl, als der Fehler geschah.

Zwischenrein fiel dann noch einmal der Ausgleich, als Andrew

McPherson mit etwas Glück die Scheibe neben dem Tor stehend hoch in

die Maschen bugsierte. In den Minuten danach folgten allerdings zwei

weitere Fehler an der blauen Linie. Daraus folgten die Gegentore

Nummer drei und vier. Diesen Vorsprung verstanden die Landshuter aus

einer starken Defensive heraus gegen eine einfallslose Riesserseer

Offensive bis weit ins letzte Drittel zu verwalten. Dort erzielte in

der 56. Minute abermals Andrew McPherson mit einem

Verzweiflungsschuss den Anschlusstreffer. Doch dies sollte trotz

aller Bemühungen danach der Schlusspunkt dieser Partie bleiben, und

somit war die Niederlage besiegelt.

Bitter gelaufen ist ein Zweikampf Ende

des ersten Drittels für Michael Rimbeck, als er durch einen hohen

Stock Andreas Moborg einen Cut zufügte und folgerichtig eine

Spieldauerdisziplinarstrafe erhalten hat. Damit fehlt er am kommenden

Freitag in München. Es ist der Auftakt eines harten Wochenendes, an

dem am Sonntag das Heimspiel gegen Bietigheim folgt. Ein Wochenende,

an dem man aber hoffentlich wieder großen Sport beim SC Riessersee

erleben darf.

FB