Riessersee versinkt im Chaos

Riessersee: Rettung in letzter SekundeRiessersee: Rettung in letzter Sekunde
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Kein Krimi kann wohl spannender sein als das, was sich zur Zeit rund um den SC Riessersee abspielt. Dabei scheinen sich am Dienstag mit der ersten Zahlung des kanadischen Investors Steven Barnes die Wogen halbwegs geglättet zu haben. Doch bereits am Mittwoch überschlugen sich die negativen Ereignisse: Zunächst ließ der bisherige Alleingesellschafter Ludwig Nominikat einen anberaumten Notartermin, bei dem die Übernahme der Anteile durch Barnes besiegelt werden sollten, ohne Begründung platzen. Frau Nominikat ließ lapidar verlauten, dass ihr Mann nicht zu sprechen sei. Wörtlich sagte sie: "Außerdem brauchen wir den Herrn Barnes nicht."

Gleichzeitig verlautete, dass der Steuerberater die derzeitigen Schulden der SCR-GmbH auf mehr als 488000,- Euro bezifferte. Obwohl der GmbH das Wasser buchstäblich bis zum Halse reicht, hat der Generalbevollmächtigte des SCR, Jochen Kress, Steven Barnes laut Auskunft dessen Anwaltes massiv unter Druck gesetzt und mit Klage gedroht, was bei diesem natürlich nicht sehr gut ankam. So erwägt der Kanadier mittlerweile wohl den Ausstieg aus seinem Garmischer Engagement, bevor er richtig eingestiegen ist. Dies käme unweigerlich dem Ende des Zweitligaeishockeys im Werdenfelser Land gleich, zumal noch das Ergebnis der ESBG-Nachprüfung aussteht. Und dabei sollen einige unangenehme Dinge zu Tage getreten sein, die möglicherweise sogar zum Lizenzentzug führen könnten.

Ebenfalls am Mittwoch wurde dann noch bekannt, dass einer der Sponsoren des SC Riessersee, die "König Luwig Musical GmbH", Insolvenz angemeldet hat.

Am Donnerstag Mittag gab dann der SC Riessersee Hauptverein bekannt, dass er den Kooperationsvertrag mit der SCR-Vermarktungs-GmbH fristlos gekündigt hat. Grund seien nicht eingehaltene Zahlungverpflichtungen der GmbH. Gleichzeitig verlautete, dass ein Garmischer Hotel, in dem einige Spieler des SCR untergebracht sind, immer noch auf die Zahlung der Rechnung wartet. Wenn diese nicht heute beglichen wird, werden die Spieler auf die Straße gesetzt.

Soviel ist wohl klar: Nur die sofortige hundertprozentige Übernahme der SCR-GmbH durch Steven Barnes könnte das Ende des SC Riessersee verhindern.

Deshalb ist es umso unverständlicher, warum sich Kress und Nominikat immer noch dagegen sträuben. Weshalb wollen sie unbedingt Harakiri begehen?