REV verliert Auftaktpartie um den Aab Cup in Aalborg

Höchstadt  "Alligators" ohne Chance in BremerhavenHöchstadt "Alligators" ohne Chance in Bremerhaven
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Stark dezimiert, ohne Streu, Del Monte, Dejdar und Danny Pyka, musste sich der mit nur noch siebzehn Spielern bestückte Kader der „Fischtown Pinguins“ am Freitagabend im dänischen Aalborg gegen das gastgebende Team vom Limfjord messen. Bis zum Ende des Mittelabschnitts konnten die „Pinguine“ sehr gut mithalten, mussten dann aber im Schlussabschnitt dem großen Kräfteverschleiß Tribut zollen und verloren mit 4:1 (1:1/1:0/2:0), gegen den letztjährigen dänischen Vizemeister, dem der mitgereiste Co-Trainer Igor Pavlov internationale Klasse bescheinigte.



Vom Anstoßbully an entwickelte sich ein sehr gutes Eishockeyspiel, in dem natürlich die Hausherren zunächst versuchten durch ein schnelles Tor den Gästen von der Unterweser den Schneid abzukaufen. Der REV stand jedoch sehr gut in der Abwehr und konnte die zunächst ungestümen Angriffe der Hausherren erfolgreich abwehren. Auch in der Offensive zeigten sich die Seestädter sehr gut. Gute Kombinationen und schnelles Spiel nach vorne sorgten immer wieder für brenzlige Situationen vor dem von Martin Holst gehüteten Tor von Aab Aalborg. So war dann auch der Führungstreffer der Gastgeber in der 8. Spielminute als etwas glücklich zu bezeichnen. Aus dem eigenen Drittel kommend war es der finnische Neuzugang der Dänen, Sami Mettovaara, der mit einem für Gardner unhaltbaren Schuss zum 0:1 aus Sicht der Bremerhavener einnetzen konnte. Die Schützlinge von Trainer Peter Draisaitl ließen sich durch diesen Treffer aber wenig beeindrucken und konnten ihrerseits in der 10. Minute durch ein Überzahltor den Ausgleich markieren. Dabei hatte Reemt Pyka einen von Jim Baxter fulminant abgefeuerten Rückhandschuss unhaltbar ins Tor der Hausherren abgefälscht. Positiv für Coach Draisaitl war auch die Erkenntnis, dass selbst in zwei schwierigen 3/5 Unterzahlsituationen das gut gestaffelte Abwehrbollwerk des REV nicht zum Einsturz gebracht werden konnte.



Auch im Mittelabschnitt blieb die Partie durchaus sehenswert. In einem über weite Strecken sehr schnellen Eishockeyspiel gefielen die „Pinguine“ besonders durch ihre Kreativität. Dass die dabei erspielten eigenen Chancen nicht genutzt werden konnten rächte sich in der Schlussminute des Mitteldrittels doppelt. Bei einer nach einem Konter entstandenen 1:1 Situation musste Vitalij Blank seiner Unerfahrenheit Tribut zahlen und tatenlos mit ansehen, wie der durchgebrochene Kasper Busk auf Vorlage von Christian Lie Nielsen das 1:2 aus Sicht der Gäste markieren konnte.



Im Schlussabschnitt konnte der REV die bis dahin gespielte sehr hohe Geschwindigkeit nicht mehr mitgehen. Der Kräfteverschleiß war nicht mehr zu verbergen und so war es letztlich nur die logische Folge, wenn das internationale Klasse besitzende Team der Aalborger in der 49. und 59. Minute durch Larsen und Nowakowsky den Sieg sicherstellen konnte. Die Aalborger, die am heutigen Abend mit vier kompletten Blöcken angetreten waren, gewannen im Schlussabschnitt alle entscheidenden Zweikämpfe und durften sich daher am Ende über einen verdienten Erfolg freuen. Dennoch kann auch auf Seiten des REV ein positives Fazit gezogen werden. Mit nur 15 Feldspielern haben die „Pinguine“ am heutigen Abend würdig die Farben der Seestadt vertreten, was auch der am Ende faire Beifall der rund 800 Zuschauer, darunter ca. 60 Fans aus Bremerhaven, bestätigte.



In einer weiteren Begegnung des Turniers in Aalborg hatten bereits am Nachmittag die Bergen Flyers mit 5:1 gegen die Oilers aus Stavanger gewonnen. Morgen um 15.00 Uhr trifft der REV auf das Team aus Stavanger.

Tore: 1:0 (8.) Mettovaara, Larsen; 1:1 (10.) Pyka, Baxter, Boon REV 5/4 ÜZ; 2:1 (40.) Busk, C.L. Nielsen; 3:1 (49.) Larsen, B.N. Andersen; 4:1 (59.) Nowakowsky, Akesson, Burakowsky;