REV erstürmt die Festung Sahnpark

Höchstadt  "Alligators" ohne Chance in BremerhavenHöchstadt "Alligators" ohne Chance in Bremerhaven
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Der REV Bremerhaven gewann am Sonntagabend hoch verdient sein Auswärtsspiel bei den westsächsischen Eispiraten im Crimmitschauer Sahnpark mit 4:1 (1:0/1:0/2:1). Der Erfolg der Seestädter ist vor allen Dingen darauf zurückzuführen, weil die Mannschaft konsequent die taktischen Vorgaben ihres Trainers Peter Draisaitl in die Tat umsetzten konnte. So spielte der REV im Gegensatz zu den letzten Spielen heute mit nur einem „Forechecker“. Die Verteidiger liefen wenig mit dem Puck und glänzten durch schnelles Passspiel. Obwohl die gastgebenden Eispiraten das Team aus der Seestadt von Beginn der Partie an unter Druck setzten, konnten die Pinguine immer wieder durch gefährliche Konter das von Martinovic gehütete Tor unter Beschuss nehmen. Die dabei erzielten Treffer waren die logische Konsequenz der rationellen und taktisch konsequenten Spielweise, wobei Greg Gardner durch seine Leistung eines im Kollektiv geschlossen stark wirkenden Teams gesondert zu erwähnen ist.   
 
 Wie nicht anders zu erwarten, zu Beginn der Partie entwickelten die heimischen Eispiraten mächtig Druck auf das von Greg Gardner gehütete Tor des REV Bremerhaven. In den ersten beiden Minuten setzten sich die Gastgeber im Verteidigungsdrittel der Seestädter förmlich fest und die Defensive der Pinguine hatte Schwerstarbeit zu verrichten. Smith, Bembridge und Vandermeer waren es, die mit ersten Warnschüssen den Goalie von der Unterweser gut in Szene setzen konnten. Erst in der 3. Spielminute durften auch die Schützlinge von Trainer Peter Draisaitl erstmals auf sich aufmerksam machen, als Markus Schmidt mit einem nicht ungefährlichen Schuss den heute im Tor stehenden Martinovic prüfen konnte. Nur eine Minute später waren es Dan Del Monte und Dylan Gyori, die den Keeper der Westsachsen prüften. Nicht ungefährlich auch ein Schuss von Craig Streu, den dieser nach einem von Radek Krzestan gewonnenen Bully Richtung Crimmitschauer Gehäuse abfeuerte. Dennoch, das optische Übergewicht lag in dieser Phase der Partie klar auf Seiten der Hausherren, die aber auf eine gut stehende Abwehr trafen. Brenzlig wurde es für die Seestädter dann aber ab der 9. Minute. Nach einer Strafzeit gegen Jan Hemmes versuchten die Eispiraten mit aller Macht das von Gardner gehütete Tor zu entern, aber der ließ sich auch durch diesen Angriffssturm nicht aus der Ruhe bringen. Nachdem der Seestadt-Goalie einen von Kathan abgefeuerten Schuss pariert hatte, hätte Peter Boon mit einem Break fast den Führungstreffer für den REV erzielt. Doch auch Martinovic zeigte in dieser Szene, dass er zu Recht das Vertrauen von Trainer Ehrenberger erhalten hatte. In der 16. Minute dann erneut Riesenglück für den REV, nachdem ein Kracher von Smith nur knapp sein Ziel verfehlte. Besser machte es dagegen Peter Boon, der in der 18. Minute einen eiskalten Konter mit dem Führungstreffer für den REV abschloss, nachdem er mustergültig von Craig Streu bedient worden war. Aufgrund der großen kämpferischen Leistung und der konsequenten Abwehrarbeit war die nach dem ersten Drittel auf der Anzeigentafel im Crimmitschauer Sahnpark zu lesende Führung als noch nicht einmal unverdient zu bezeichnen. 
 
  

Im Mittelabschnitt wussten sich die Seestädter immer besser in Szene zu setzten. Sicherlich, die größeren Spielanteile lagen auf Seiten der Hausherren, doch die Chancen der Seestädter waren ebenfalls nicht „von Pappe.“ Bereits in der 22. Minute hätte J.F. Caudron nach einem groben Schnitzer von Vandermeer mit einem Rückhandschuss das zweite Tor für den Gast von der Unterweser erzielen können, wenn nicht erneut Martinovic großartig auf seinem Posten gewesen wäre. Die danach folgenden Minuten gehörten klar den Gastgebern aus dem Sahnpark. In der 23. Minute scheitert Smith nach einer Riesenchance an „Krake“ Gardner, eine Minute später schafft es Hofverberg nicht den Kanadier zu überwinden und nur Sekunden danach dreht Radek Vit kopfschüttelnd ab, als „Greg der Goalie“ eine weitere 100%ig Gelegenheit der Hausherren aus dem Crimmitschauer Abendhimmel fängt. Für Aufregung sorgte danach eine Strafzeit gegen J.F. Caudron, die von Bembridge jedoch nicht in einen zählbaren Erfolg umgemünzt werden konnte, da Gardner erneut glänzte. Die Eispiraten hatten sich nun wie eine Zecke im Verteidigungsdrittel der Schützlinge von Peter Draisaitl festgesetzt, doch die gesamte Mannschaft kämpfte aufopferungsvoll. Nach Strafzeiten gegen Hofverberg und Kleinheinz waren es dann wieder die Pinguine, die dem Spiel ihren Stempel aufdrücken konnten, durch Del Monte und Caudron trotz guter Gelegenheiten aber nicht zu einem weiteren Treffer kamen. In der 33. Minute musste Martinovic sein ganzes Können aufbieten, um einen Caudron Angriff abzuwehren und nur eine Minute später ärgerte sich Markus Schmidt darüber, dass der Crimmitschauer Goalie eine weitere gute Chance vereiteln konnte. Jubel aber in der 36. Minute, als nach einer unübersichtlichen Szene vor dem Crimmitschauer Tor Rich Bronilla aus dem Getümmel heraus auf Vorlage von Del Monte das 2:0 für den REV markieren konnte. Trotz größter Bemühungen konnten die Eispiraten bis zum zweiten Pausenpfiff an diesem Ergebnis zunächst keine Korrektur vornehmen.  
 
  

Im Schlussabschnitt hätte nach bereits 42. Sekunden Crimmitschaus Schneider fast den Anschlusstreffer markieren können, doch Gardner behielt erneut die Nerven. Nun setzten die Gastgeber alles auf eine Karte. Als in der 43. Minute Marcel Juhasz auf die Sünderbank musste, packten Schneider, Vandermeer und Klotz die Brechstange aus, doch der REV überstand auch diese Drangperiode. Danach konnte auch der jetzt aufziehende Nebel den 2650 Besuchern nicht ersparen mit anzusehen, wie Jean Francois Caudron auf Vorlage von Dan Del Monte mit einem schön herausgespielten Konter das 3:0 für die Pinguine markierte. Die Vorentscheidung schien gefallen. Die Crimmitschauer wirkten nun kopflos. Die Angriffe wurden zu überhastet vorgetragen, waren planlos und zum Teil wenig zielstrebig. Die Seestädter hingegen machten einen sehr abgeklärten, ja fast schon „coolen“ Eindruck. Weil Sekunden vorher der REV aus guter Position das 4:0 nicht erzielt hatte war es in der 57. Minute Smith, der auf Vorlage von Bembridge und Schneider das 1:3 aus Sicht der Bremerhavener erzielen konnte. Nach weiteren Strafzeiten für beide Parteien und einer taktischen Auszeit durch Trainer Draisaitl besorgte Axel Hackert in der 60. Minute durch seinen Treffer zum 4:1 den Endstand. Den Schlusspunkt unter eine aus Sicht der Bremerhavener Gäste sehr erfolgreiche Partie setzte auf Seiten der Gastgeber Cristoph Klotz, der in der 60. Minute nach einen mit 2+10 geahndetem Check von hinten seinem Frust freien Lauf ließ.     
 
 

 

  

Tore:  
0:1 (17.36) Boon (Streu); 0:2 (35:17) Bronilla (Del Monte, Gyori);  0:3 (46:39) Caudron (Del Monte, Pyka R ); 1:3 (56:15) Smith (Schneider, Bembridge); 1:4 (59:03) Hackert (Streu, Bronilla;)


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