REV düpiert die Grizzly Adams

Höchstadt  "Alligators" ohne Chance in BremerhavenHöchstadt "Alligators" ohne Chance in Bremerhaven
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Der Eishockey-Zweitligist REV Bremerhaven ist auf

einem guten Weg. Gestern Abend feierten rund 1200 Zuschauer im Eisstadion einen 4:3 (2:1, 1:2, 1:0)-Sieg im Testspiel gegen den DEL-Aufsteiger EHC Wolfsburg.



Anders als gegen Weißwasser wollten die „REV-Bubis“ diesmal das erste

Drittel nicht verschlafen und prompt sorgten sie für einen Paukenschlag gleich zu Beginn des Spiels. Wolfsburg konnte einen Konter nur durch ein Foul unterbinden und nach nur fünf Sekunden in Überzahl sandte Marian Dejdar den Puck zum 1:0 für den REV ins Netz (1.). Dabei düpierte er mit einem Kunstschuss den ehemaligen Nationaltorhüter Mark Seliger. Dieser Treffer war schön, doch geradezu genial war das 2:0 von Testspieler Radek Krestan (8.). Wie Statisten spielte er die gestandenen DEL-Verteidiger aus, verzögerte dann noch einmal, machte einen letzten Schlenker und hatte so die kurze Ecke leergetanzt. Genau dorthin setzte der 22-Jährige dann den Puck. Der REV war insgesamt munterer und hoch motiviert, erlaubte sich aber ab und zu kleine Nachlässigkeiten. Als die Bremerhavener Abwehr den Puck nicht konsequent aus der Abwehr hinausbeförderte, erzielte der NHL-erfahrene Wolfsburger Ciernik den

Anschlusstreffer (13.).

Zu Beginn des zweiten Drittels glich Wolfsburg in Überzahl aus (22.);

Bronilla saß bereits zum zweiten Mal auf der Strafbank. Doch der

quirlige REV hatte die richtige Antwort parat. Vom Bully weg stürmte

Alexander Janzen los wie der Teufel und erzielte das umjubelte 3:2.

Wolfsburg wollte sich das nicht bieten lassen und erhöhte kurzzeitig die Taktzahl. Aber der REV hielt frech dagegen und erarbeitete sich sogar eine 5:3-Überzahl (29.), die allerdings wirkungslos verpuffte. Daran müssen die jungen Pinguine noch arbeiten. Manchmal waren die

Bremerhavener so verspielt wie ein Rudel junger Hunde und versetzten die DEL-Truppe dabei durch technische Kabinettstücken, zielgenaue Pässe und Schnelligkeit in Erstaunen. Es fehlte dann aber ein bisschen Glück im Abschluss. Wolfsburg brauchte ein Überzahlspiel, um erneut auszugleichen (36.).

Im Schlussdrittel suchten beide Teams die Entscheidung, das Spiel ging

munter hin und her, wobei der REV die besseren Chancen hatte. Eine davon verwertete Danny Albrecht aus dem Gewühl zum 4:3 (48.). Die DEL-Cracks waren nun sauer und versuchten es mit Härte. Janzen bekam einen Stock ins Gesicht und musste verletzt in die Kabine. Dort erfuhr er dann vom EV-Sieg, zu dem er einen Treffer beigesteuert hatte. Das linderte den Schmerz erheblich.



Tore: 1:0 (1.) Dejdar, 2:0 (8.) Krestan/Caudron/Bronilla, 2:1 (13.)

Ciernik, 2:2 (22.) Zurek/Delisle/Karabin, 3:2 (22.) Janzen, 3:3 (36.)

Delisle/Karabin/Lundström, 4:3 (48.) Albrecht