Rassiger 6:4 Derby-Sieg vor fast ausverkauftem HausESV Kaufbeuren

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Ken Latta musste zwar wie schon in den letzten Wochen auf Abwehrtank Jakub Körner verzichten. Ansonsten hatte er allerdings alle etablierten Kräfte an Bord. Beim Einlauf der Joker boten die anwesenden Kaiser-Maximilian-Trommler ein tolles Spektakel und gaben dem Spiel damit einen würdigen Rahmen.

Doch die hochklassig besetzten Gäste bestimmten zunächst das Geschehen auf dem Eis. Insbesondere die starken Kontingentspieler Tommi Hannus und vor allem Frederik Cabana stellten die Jokerdefensive mehr als einmal vor große Probleme. Zudem überstanden die Rot-Gelben 84 Sekunden doppelter Unterzahl mit etwas Glück ohne Folgen. Doch mehr und mehr zeigten die Kaufbeurer Nehmerqualitäten und befreiten sich aus der Umklammerung der Gäste. Nachdem Carl Hudson im Powerplay aus guter Position noch scheiterte, klingelte es Sekunden später doch noch im Kasten der Tower Stars. Maximilian Forster verwertete einen Abpraller zur 1:0 Führung und stellte damit den Spielverlauf ein wenig auf den Kopf. Die Gäste leisteten sich allerdings 18 Sekunden vor der Drittelsirene zwei Strafzeiten auf einmal und bescherten damit den Jokern zu Beginn des Mitteldrittels eine zweiminütige doppelte Überzahl.

Zwar taten sich die Kaufbeurer trotz zwei Spielern mehr auf dem Eis zunächst schwer, doch war Louke Oakley nach klugem Paß von Denny Kearney dennoch zum 2:0 erfolgreich. Und in der Folge leisteten sich die Gäste erneut zwei unmittelbar folgende Strafzeiten, die den Rot-Gelben bei einer 95 sekündigen doppelten Überzahl die große Chance auf die Vorentscheidung brachten. Doch ausgerechnet in dieser Zeit startete der überragende Spieler der Gäste, Frederik Cabana, einen Konter und konnte im letzten Moment nur durch ein Foul gestoppt werden. Damit hatten die Tower Stars die Möglichkeit, mit einem Penalty bei doppelter Unterzahl sogar zu einem Treffer zu kommen. Doch der bärenstarke Cabana fand seinen Meister im noch stärkeren Torhüter der Joker, Stefan Vajs. Wie wichtig dieser gehaltene Penalty für das Spiel war, zeigte sich 28 Sekunden später, da Daniel Menge, immer noch in doppelter Überzahl, sogar für das 3:0 sorgte. Doch die Gäste gaben noch nicht auf und hätten durch Tommi Hannus den Anschlußtreffer erzielen müssen. Doch als Christof Assner nach einer Strafzeit fast schon wieder auf das Eis zurück kommen sollte, gelang den Gästen der Anschlußtreffer durch Verteidiger Stefan Langwieder. Dies gab den Ravensburgern nur noch mehr Auftrieb, die in der Folge mehrmals am überragenden Kaufbeurer Torhüter Stefan Vajs verzweifelten. Genau in die Drangphase der Tower Stars gelang Markku Tähtinen der so wichtige vierte Treffer, der bei den Gastgebern für große Erleichterung sorgte.

Die scheinbar beruhigende Führung sollte allerdings doch noch einmal bedenklich wackeln. Erneut eine Kaufbeurer Strafzeit brachte die Gäste wieder heran. Nachdem Stefan Vajs erneut stark gegen Stefan Vogt geklärt hatte, musste er sich doch noch Tommi Hannus geschlagen geben. Erneut Vogt, Ex-Joker Slavetinsky, Marko Friedrich und erneut Cabana bissen sich in der Folge an Stefan Vajs die Zähne aus. Erneut mussten die Kaufbeurer in der Folge 85 Sekunden doppelte Unterzahl überstehen. Als die Joker wieder komplett waren, wäre Louke Oakley nach toller Vorarbeit von Kapitän Christof Assner sogar beinahe die endgültige Entscheidung gelungen. Doch so wurde es noch einmal spannend. Denn quasi im Gegenzug gelang den Gästen durch Stephan Vogt doch noch der 4:3 Anschlußtreffer fünf Minuten vor dem Ende. Mit dem nächsten Angriff stellte jedoch Neuzugang Denny Kearney mit einem absoluten Traumtor zum 5:3 den alten Abstand wieder her. Damit war das Spiel aber immer noch nicht entschieden. Denn die Gäste riskierten noch einmal alles, nahmen Torhüter Rohde vom Eis und wurden mit dem 5:4 in Überzahl durch Matt Kelly belohnt. Doch am Ende waren die Kaufbeurer Buron Joker der verdiente Sieger, da Alexander Thiel noch der 6:4 Endstand ins leere Tor gelang.