Ranta-Show bringt Löwen Frankfurt den Sieg im Winter-GamePenalty-Sieg vor über 15.000 Zuschauern

Roopa Ranta war der herausragende Spieler bei den Löwen Frankfurt.  (Foto: dpa/picture alliance)Roopa Ranta war der herausragende Spieler bei den Löwen Frankfurt. (Foto: dpa/picture alliance)
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Auch über eine Niederlage nach 60 Minuten hätten sich die Mittelhessen nicht beschweren dürfen. Waren die ersten 40 Minuten noch relativ ausgeglichen, spielten im letzten Drittel meist die Löwen, ohne jedoch dabei eine Vielzahl an großen Chancen herauszuspielen. Feldanteilig dominierte aber weitestgehend die Tiilikainen-Mannschaft, deren Lazarett sich mit Rückkehrer und Kapitän Adam Mitchell sowie Darren Mieszkowski erstmals wieder verkleinerte.

Vor gut verkaufter Kulisse traten die Löwen mit großem Selbstbewusstsein an. Indes zeigte Roope Ranta vor über 15.000 Zuschauern, dass ihm eine gewisse technische Raffinesse in die Wiege gelegt wurde: Beim Stand von 1:1 hob er den Puck im Lauf hinter dem Tor auf die Kelle und „schnickte“ diese sodann auf gleicher Höhe zur Torlinie hinter den machtlosen EC-Keeper Felix Bick zur 2:1-Führung der Frankfurter. „Es war sicherlich kein normales Überzahl-Tor“, fasst Ranta lachend zusammen. „Ich musste mit dem Puck hinter das Tor, und da ich so viel Zeit und Platz hatte, hatte ich das auf frischem Eis einfach mal gemacht.“ Dass dies nicht das erste Mal war, dass Ranta ein solches Tor geschossen hatte, macht das Ganze mit Sicherheit nicht schlechter. „Schon damals war es in einem Derby, damals gegen Crimmitschau“ – als Ranta für die Lausitzer Füchse spielte, vermutlich aber nicht vor 15.000 Zuschauern.

Doch auch Löwen-Schlussmann Jimmy Hertel zeigte beim Penaltyschießen seine Klasse, indem er – eigentlich schon durch Jack Combs geschlagen – den Puck auf der Linie mit der offenen Fanghand hielt und auch Andrej Bires Penalty parierte, welcher den Frankfurtern den zweiten Punkt und die Oberhand im Derby zusicherte.  „Es war ein sehr guter Move von Combs, er hatte mich eigentlich schon. Man kann sich dann nur noch so lang machen wie möglich, um an die Scheibe zu kommen. Hat zum Glück geklappt – wir haben gewonnen.“ Die Löwen, die damit ihre dürftige Derby-Bilanz gegen Bad Nauheim aufbesserten und zudem mit einem selbstbewussten Auftritt zu überzeugen wussten, machen damit einen Schritt aus dem durchaus kleinen Tal. Vor dem Winter-Game standen lediglich zwei Siege aus acht Spielen zu Buche. Wenngleich es nun drei aus neun sind, entspannt sich darüber hinaus die Personallage am Main vor dem Spielemarathon zwischen den Jahren – auch dank der Verpflichtung Mike Mieszkowskis unter der Woche. „Wir hatten trotz der schwierigen Phase mit relativ viel Selbstvertrauen gespielt. Wir wussten, dass Bad Nauheim gut kämpft und stark verteidigt. Dass wir es dann einfach halten und dennoch kontrolliert bei diesen Eisverhältnissen, war gut so“, resümiert Löwen-Sportdirektor Franz Fritzmeier. Nächste Woche Sonntag (18.30 Uhr) erwartet die Löwen dann nicht nur der ESV Kaufbeuren, sondern auch gewohntes heimisches Eis.