Pre-Playoff-Prognose: Bietigheim Steelers - ESV KaufbeurenZweites DEL2-Pre-Playoff-Duell

Max Lukes im Duell mit einem Kaufbeurer Joker (Foto: dpa/picture alliance/Pressefoto Baumann)Max Lukes im Duell mit einem Kaufbeurer Joker (Foto: dpa/picture alliance/Pressefoto Baumann)
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Das Duell zweier eher enttäuschend abgeschnitten Teams der DEL2-Hauptrunde geht in einen gemeinsamen Vergleich. Wenn die Steelers und die Joker am Freitagabend erstmals aufeinandertreffen, gilt es für beide, die Saison mit dem Einzug ins Viertelfinale in gemäßigte Bahnen zu bringen.

 So lief die Hautrunde

Für die Steelers aus Baden-Württemberg war es eine Saison mit Höhen und Tiefen. Während man sich am Anfang der Saison noch in der oberen Tabellenregion halten konnte, folgte allmählich trotz des angedachten Impulses eines Trainerwechsels der Abstieg in die mittlere Region. Dort pendelte man die Saison über zwischen dem 6. und 10.Tabellenplatz hin und her. Die Bietigheimer machten Mitte der Saison einmal einen Ausflug auf Platz 4 und schnupperten ein bisschen Luft in der oberen Region. Allerdings war dieser Höhenflug ganz schnell wieder vorbei und es galt sich dem Hauptziel zu richten – dem Erreichen der (Pre)Playoffs. Und dieses Ziel geriet am Ende der Saison noch gehörig in Gefahr. Mit nur einem Punkt zum Elftplatzierten (Lausitzer Füchse) stehen sie nun nach Ablauf der Hauptrunde auf Platz 8 und treffen nun in den Playoffs auf den ESV Kaufbeuren. Diese waren ebenfalls im extrem spannenden Kampf um die Pre-Playoffs involviert. Nachdem die Playoffs an Spieltag 45 und dem damaligen fünften Platz so gut wie sicher schienen, folgte anschließend der Fall bis auf Platz 10. Ausgerechnet an Spieltag 53 stand man so schlecht dar wie nie in der zweiten Hälfte. Doch noch einmal Glück gehabt, die Fans des ESVK können aufatmen- genau wie die Steelers konnte der ESV Kaufbeuren einen Abstand von einem Punkt zum Elftplatzierten herausspielen, was aufgrund des zwei Tore schlechteren Torverhältnis Platz 9 bedeutet.

Das Abschneiden in den vergangenen Jahren

Die Bietigheim Steelers sind eine der erfolgreichsten Teams seit Benennung der zweithöchsten Spielklasse zur DEL2 im Jahre 2013. Bereits zweimal konnte der Titel geholt werden – in den Jahren 2013/14 und 2017/18. Mit Ausnahme des letzten Jahres standen die Steelers auch immer im Finale der DEL2. Nur letztes Jahr folgte das Aus trotz Platz 2 nach der Hauptrunde bereits in der ersten Runde der Playoffs gegen die Dresdner Eislöwen.

Der Gegenüber aus Bayern sehnt sich förmlich danach, sich endlich auch einmal die Meisterkrone aufsetzen zu können. Seit dem Aufstieg 2013 war jeweils im Halbfinale Schluss- so auch letztes Jahr.

-> Vorteil Bietigheim Steelers

Ist das Heimrecht auch wirklich ein Vorteil für die Steelers?

Wie jedes Team empfingen die Bietigheim Steelers 26mal eine Gästemannschaft. Insgesamt konnten 44 Punkte konnten in der EgeTrans Arena bleiben. Das entspricht einer Erfolgsquote von 57%, allerdings wurde eines der insgesamt 15 gewonnen Spiele erst nach Penaltyschießen entschieden. Damit sind die nur durchschnittlich heimstarken Steelers also gefundenes Fressen für den auswärts antretenden ESV Kaufbeuren. Mit Blick auf die Siegquote in fremden Stadien (34,6%) ist diese Hoffnung allerdings schnell zu begraben.

-> Vorteil Bietigheim Steelers

Direkter Vergleich in der Hauptrunde:

Das direkte Duell entscheidet der ESV Kaufbeuren für sich. Mit insgesamt zwei Siegen in der heimischen Erdgas Schwaben Arena (5:1/6:4) und einem zusätzlichen Sieg in Bietigheim (5:6) steht es im direkten Duell 3:1 für die Joker. Doch nachdem die Steelers Heimrecht haben und die Partien in der EgeTrans Arena immer knapp ausfielen (3:2 / 5:6), bahnt sich dort eine spannende Best-of-three-Serie, die wohlmöglich über die volle Distanz gehen wird.

-> Vorteil ESV Kaufbeuren 

Head-to-Head:

Die Goalies:

Sollte wie in den letzten Partien Ilya Sharipov das Tor der Bayern hüten, so ist aufgrund der insgesamt 376 Minuten, null Shutouts und einer Abwehrquote von 81,46% eine Unterlegenheit gegenüber seinem Konkurrenten aus Bietigheim zu erkennen. Mit Cody Brenner wird Sharipov einem Torhüter mit deutlich mehr Erfahrung und Spielpraxis gegenüberstehen. Cody Brenner hat eine Spielzeit von 1034 Minuten vorzuweisen und hat 90,3% seiner Schüsse parieren können. Mit dieser Quote befindet er sich auf Platz 14. Im Vergleich zu Ilya Sharipov bekam der Deutsch-Amerikaner mit 505 Schüssen auch 354 Schüsse mehr auf sein Gehäuse. Mit Blick auf die insgesamt kassierten Tore in der diesjährigen Saison - unabhängig vom Torhüter - haben hier auch die Bietigheim Steelers die Nase vorne. 187 Mal blinkte das rote Licht hinter dem Gehäuse des ESV Kaufbeuren auf, bei den Bietigheim Steelers „nur“ 163mal. Im Schnitt kassieren also die Joker mit 3,6 Gegentoren pro Spiel 0,5 Tore weniger.

-> Vorteil Bietigheim Steelers 

Die Strafen:

Mit Blick auf die Strafbank ist diese bei den Spielern aus Kaufbeuren deutlich beliebter als bei den Steelers. Mit insgesamt 621 Strafminuten (Æ11,94) sitzen die Bayern 41 Minuten länger auf der Strafbank als die Badener. Im Schnitt kommt der ESVK auf 11,15 Strafminuten pro Spiel.

-> Vorteil Bietigheim Steelers

Die Topscorer:

Als Topscorer bist du meist die tragende Stütze deiner Mannschaft. Jetzt, wenn es wirklich darauf ankommt, müssen die Spieler mit dem Clever-Fit-Helm beweisen, dass sie die tragende Stütze ihrer Mannschaft sind. Bei den Bietigheim Steelers trägt diesen Matt McKnight. Mit den wenigsten Toren aller Clever-Fit-Topscorer (16 Tore) und weiteren 34 Assists rangiert er mit 50 Punkten auf dem vorletzten Platz aller Topscorer. Dagegen ist der Topscorer des ESV Kaufbeuren eine richtige Scoring-Maschine. Unter den Clever-Fit-Topscorern muss sich der Finne (74 Punkte) nur Dylan Wruck von den Heilbronner Falken geschlagen geben (88 Punkte). Allein von den Toren her thront Sami Blomquist über allen in der Liga. Mit seinen 38 Toren ist er sechs Tore besser als der nächstbeste aus Frankfurt (Roope Ranta).

-> Vorteil ESV Kaufbeuren

 Die Specialteams:

Im Powerplay ist der ESVK den Steelers deutlich überlegen. Die Joker erzielen in jedem fünften Powerplay ein Tor (21,3%). Allerdings: Den Bietigheim Steelers in dieser Kategorie überlegen zu sein, ist keine riesige Tat. Die Steelers stellen das drittschlechteste Powerplay ligaweit und dürfen nur in 15,4% aller Powerplays zum Jubeln ansetzen.

In der Unterzahl hingegen sind die Bietigheim Steelers konträrerweise schier unschlagbar. Die Badener kassierten in 52 Spielen nur 36 Gegentore in Unterzahl- die zweitwenigsten Unterzahltore in der DEL2. Der ESV Kaufbeuren musste drei Tore weniger einstecken, was immer noch beachtenswert ist.

-> leichter Vorteil ESV Kaufbeuren

Fazit:

Da sich das starke Powerplay des ESVK mit dem starken Unterzahlspiel der Steelers ungefähr ausgleichen wird und so spannende Partien vor uns liegen, könnte man vor allem aufgrund der Erfolge in den letzten Jahren und auch aufgrund der Tatsache, dass die Joker relativ auswärtsschwach erscheinen, die Steelers leicht favorisieren. Eines ist aber klar: Ausgeglichene und packende Spiele dürften zu sehen sein – und da bei beiden der Hunger auf mehr sehr groß ist, dürfte es auch eine Serie über die volle Distanz werden.

Mein Tipp:

2:1-Seriensieg der Bietigheim Steelers mit drei engen Spielen und knappen Ausgängen.


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