Pokal: Riessersee überrascht die DEG

Riessersee: Rettung in letzter SekundeRiessersee: Rettung in letzter Sekunde
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Obwohl der SC Riessersee Spitzenreiter der 2. Bundesliga ist, haben die DEL-Cracks der Düsseldorfer Metro Stars den Gegner vor dem gestrigen Pokalspiel in München offensichtlich unterschätzt. Wie wäre es sonst zu erklären, dass die Garmischer in den ersten 20 Minuten ein wahres Feuerwerk auf dem Eis abbrennen konnten, ohne auf wirkliche Gegenwehr der DEG zu stoßen. Zwar ist die spielerische Klasse eines Fox oder eines Guidarelli hinlänglich bekannt, dass aber die SCR-Stürmer die Düsseldorfer Abwehr einschließlich ihres "Wundertorhüters" Trefilov im ersten Drittel derart ausspielen würden, war doch eine Überraschung. DEG-Trainer Komma sprach nachher auch davon, dass sein Team "nur 40 Minuten Eishockey gezeigt hätte, im Gegensatz zu den Garmischern, die 60 Minuten auf dem Eis waren". 4:0 hieß es nach 20 Minuten durch Tore von Kreitl (2), Cowie und Fox, wobei ein Treffer schöner herausgespielt war als der andere. Nach einem offensichtlichen Anpfiff ihres Trainers kamen die Düsseldorfer wie verwandelt aus der Kabine und bestürmten unaufhörlich das Garmischer Tor, in dem mit Cinibulk allerdings ein Meister seines Faches stand. Nach dem zwischenzeitlichen 5:0 durch Guidarelli gelangen den Düsseldorfern Mitte des zweiten Drittels die ersten beiden Gegentreffer (Molin, Magnussen). Allerding war der SCR zu diesem Zeitpunkt durch den Ausfall seines schwedischen Stürmerstars Thuresson gehandikapt, der durch einem Stockschlag hinter dem Rücken des Schiedsrichters schwer verletzt wurde. Nachdem bereits Bjornlie und Buchwieser krankheitsbedingt fehlten, gingen Trainer Gailer langsam die Spieler aus. Außerdem beeinträchtigte der unsicher wirkende Schiedsrichter Aumüller das faire Spiel durch einige sehr dubiose Entscheidungen: Er schickte in den letzten 45 Minuten zehnmal Spieler des SCR vom Eis, jedoch keinen einzigen Düsseldorfer. So kam die DEG im letzten Drittel gegen die immer kraftloser werdenden Garmischer noch zu zwei Powerplay-Toren (Vikingstad, Jakobsen). Der entscheidende Ausgleich konnte von den aufopferungsvoll kämpfenden Riesserseern jedoch mit Glück und Geschick verhindert werden, sodass nach 60 Minuten die Pokalsensation feststand. Nach dem hart erkämpften 5:4-Sieg lagen sich die Spieler und die Fans überglücklich in den Armen und feierten überschwänglich den Erfolg. Trainer Gailer brauchte nach dem Spiel einige Zeit, um die Fassung wiederzufinden. Er sprach seiner Mannschft den höchsten Respekt aus. "Durch die Verletzung von Thuresson mussten wir mit acht Stürmern spielen, wobei sich besonders Fox und Guidarelli auszeichnen konnten." Auch Torwart Cinibulk bekam von ihm ein Sonderlob: "Ich bin stolz, so ein Team trainieren zu dürfen," sagte Gailer.

Auch der Generalbevollmächtigte des SCR, Kress, rang nach dem Spiel um Fassung: "Der Arzt hat mir jede Aufregung verboten, aber diese Spannung war fast zu viel für mich." Nachdem sich dann alles wieder beruhigt hatte, wurde bei den Verantwortlichen die Bilanz des Spieles gezogen, und die fällt rundum positiv aus: So ist das Team nicht nur eine Runde weiter gekommen und hat endlich wieder einmal positive Schlagzeilen gemacht, auch finanziell hat sich der Umzug nach München dank der Sponsoren wohl gelohnt. Außerdem soll nächste Woche der neue Großsponsor aus Kanada in Garmisch eintreffen, um 60 % der Anteile der GmbH zu übernehmen. Damit wäre der Saisonetat wohl endgültig gedeckt. (an)


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