Play-Offs sollten drin seinTeamcheck DEL2 Saison 2014/2015: Lausitzer Füchse

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Die Gründe dafür sind vielfältig: enormes Verletzungspech, mangelnde Durchschlagskraft in der Offensive und mangelnde Heimstärke sind wohl die Hauptfaktoren. Besonders auf den zweiten Punkt gründen sich die Veränderungen im Kader.

Im Tor setzt Trainer Dirk Rohrbach erneut auf Jonathan Boutin. Der Kanadier hat eine wahrliche Seuchensaison hinter sich. Die Erkrankung am Pfeifferschen Drüsenfieber warf ihn weit zurück, auch später fand er sich oft nur als überzähliger Ausländer auf der Tribüne wieder. In der neuen Saison will er wieder auf Top-Niveau agieren und hat dafür im Sommer hart gearbeitet. Ihm zur Seite steht als Backup Johannes Wiedemann. Der 21-Jährige wechselt aus Kaufbeuren in die Lausitz und stellte sein Talent bereits dort während der Verletzung des Stammgoalies unter Beweis, als er auch ins kalte Wasser springen musste.

Die Abwehr blieb nahezu komplett erhalten. Allerdings beendete Sebastian Klenner, über viele Jahre Kapitän der Füchse, seine Karriere. Als Neuzugang wurde ein alter Bekannter geholt: Andre Mücke kehrt zurück an seine alte Wirkungsstätte und wird wie immer mit viel Einsatz und Herz um jeden Zentimeter Eis kämpfen. Ansonsten setzt man in der Defensive auf bewährte Stammkräfte: Roberto Geiseler, Jonas Gerstung, Jens Heyer, Lukas Pozivil (jetzt mit deutschem Pass), Jörg Wartenberg, Robert Bartlick und Danny Pyka bleiben in der Lausitz, allerdings müssen die drei Letztgenannten nach langwierigen Verletzungen erst wieder zu voller Leistungsstärke zurück finden.

Viel Bewegung gab es in der Offensive. Scott King verlängerte seinen Vertrag und damit hatten die Füchse den Topscorer der vergangenen Saison ein weiteres Jahr an sich gebunden. Ansonsten werden nur noch Thomas Götz, Markus Lehnigk, Sean Fischer und Adam Domogalla weiter im Fuchsbau auf Torejagd gehen. So gilt es, etliche Neuzugänge zu integrieren: Große Erwartungen setzt man auf Maxime Legault und Jonas Johansson, die beide die noch übrig gebliebenen Kontingentstellen belegen. Legault spielte bereits vier Jahre in der AHL, bevor er in der letzten Spielzeit für die Gwinnett Gladiators in der ECHL auf dem Eis stand. Johansson kann ebenfalls schon auf Spielerfahrung in der zweithöchsten Spielklasse Nordamerikas verweisen, gewann in Schweden und Italien einige Auszeichnungen und wurde im letzten Jahr in Norwegen ins All Star Team gewählt. Große Hoffnungen ruhen auch auf Greg Classen: Der Deutsch-Kanadier verfügt über geballte internationale Erfahrung und kennt Europa aus vier Jahren in der DEL. In der letzten Saison wurde er mit dem ERC Ingolstadt Deutscher Meister. Fürs Tore schießen soll auch Kevin Lavallee zuständig sein, von dem man fast meinen könnte, er pendle immer zwischen dem EC Bad Nauheim und seinem jetzigem Arbeitgeber hin und her. Der Sturm wird komplettiert durch Dennis Palka, Stefan Reiter und Dennis Swinnen, die alle einen weiteren Schritt in ihrer Entwicklung machen wollen.

Die Lausitzer Füchse scheinen gut gerüstet zu sein für die neue Saison. Sollten die Neuzugänge im Sturm das halten, was sie versprechen, können die Füchse auf mehr Offensivpotential als im Vorjahr zurück greifen. Wenn die Kooperation mit den Krefeld Pinguinen funktioniert, können die Lausitzer zudem auf Förderlizenzspieler wie Norman Hauner oder Thomas Supis zurück greifen, die bereits so in der 2. Bundesliga etabliert waren, dass sie Verantwortung übernommen haben. Dass sich Dirk Rohrbach mit Robert Hoffmann einen mit allen Wassern gewaschenen ehemaligen Verteidiger als Co-Trainer ins Boot geholt hat, zeigt zudem, dass die Füchse ihre Arbeit noch ein Stück weit professioneller gestalten, um erfolgreicher zu sein. Um es kurz zu machen: Die Play-Offs sollten im Bereich des Möglichen liegen, alles andere wäre bei diesem Kader eine Überraschung.


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