Pinguins starten standesgemäß – Mitfavoriten stolpernDEL2: Play-Offs/Play-Downs kompakt

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Willkommen in den Playoffs: Die Favoriten hatten beim Start in die DEL2-Endrunde einen schweren Stand. Ausnahme: Die Fischtown Pinguins, die sich nach einigen Anfangsschwierigkeiten in der ersten Viertelfinal-Runde letztlich souverän mit 5:1 gegen die Lausitzer Füchse durchsetzten und in der Serie „Best of seven“ mit 1:0 in Front gingen. Dagegen mussten sowohl Meister Bietigheim gegen den SC Riessersee als auch die Starbulls Rosenheim daheim gegen die Dresdner Eislöwen in die Verlängerung – und unterlagen jeweils mit 2:3 in der Zusatzzeit! Nicht besser erging es dem EVL Landshut, der mit 1:5 in Ravensburg unter die Räder kam. Ähnlich spannend lief es in den Playdowns, wo sich das Hauptrunden-Schlusslicht Crimmitschau mit 4:3 (OT) in Bad Nauheim durchsetzte und auch Kaufbeuren beim 4:3 gegen die Falken alles abverlangt wurde. Gelegenheit zur Revanche gibt es schon am Freitag. Dann nämlich steigt bereits die zweite Runde in Playoffs und Playdowns.


Fischtown Pinguins – Lausitzer Füchse 5:1 (1:1, 3:0, 1:0)

Die Fischtown Pinguins wurden beim Start in die Playoffs ihrer Favoritenrolle gerecht: Durch ein 5:1 gegen die Lausitzer Füchse gingen die Schützlinge von Trainer Mike Stewart in der Serie „Best of seven“ mit 1:0 in Front. Allerdings stand die Partie für die Füchse unter einem besonders ungünstigen Stern, denn nach einem Stau bei der Anfahrt konnte die Begegnung erst mit zweistündiger Verspätung beginnen. Dabei legten die Seestädter los wie die Feuerwehr und durften nach guten Chancen bereits in der zweiten Minute das erste Mal jubeln. Wer allerdings gedacht hatte, es würde sich nun ein munteres Scheibenschießen entwickeln, wurde enttäuscht. Denn auch die Lausitzer kamen immer wieder zu guten Gelegenheiten und durften in der achten Minute ebenfalls jubeln, als die Pinguins-Defensive jedoch nicht gerade optimal war. Im Mitteldrittel übernahmen die Hausherren die Regie und erspielten sich einige hochkarätige Möglichkeiten. Eine davon nutzte Teljukin zum Pinguins-Vorteil. Danach aber spielten nur noch die Seestädter, die bis zur Drittelpause auf 4:1 enteilten und sich im Schlussabschnitt auf das Nötigste beschränkten.
Tore: 1:0 Mark Kosick (01:48), 1:1 Sean Fischer (07:07), 2:1 Andrej Teljukin (26:16), 3:1 Jan Kopecky (38:06/PP1), 4:1 Brock Hooton (39:29), 5:1 Marian Dejdar (44:16)
Zuschauer: 2.816

Starbulls Rosenheim – Dresdner Eislöwen 2:3 (1:1, 1:0, 0:1, 0:1) OT

Es war wie immer, wenn`s für die Rosenheimer gegen Dresden geht: Die Starbulls mit Respekt, die Eislöwen ohne Manschetten! Und so gelang den Gästen fast folgerichtig die schnelle Führung, während dessen die Oberbayern erkennbare Probleme hatten, ihr Spiel zu finden. Erst nach dem sächsischen Weckruf durch Hugo Boisvert klappte die Abstimmung in den „runderneuerten“ Reihen der Starbulls besser. Angetrieben durch den 1:1-Ausgleich in Überzahl kurz vor Ende des ersten Drittels, übernahmen die Männer von Franz Steer nun die Regie und legten gleich zu Beginn zweiten Durchgangs den zweiten Durchgang vor. Doch die Sachsen kämpften um jeden sprichwörtlichen Zentimeter Eis und schockten die Hausherren gleich zu Beginn des Schlussabschnitts mit dem 2:2-Ausgleich. Ein eigentlich harmloser Schuss von Carsten Gosdeck ließ der ansonsten fehlerlos haltende Rosenheimer Torhüter Häkkinen passieren. In der Folge hatten die die Eislöwen hatten eindeutig mehr vom Spiel und holten sich in der Overtime im fünften Saison-Duell ihren fünften Sieg gegen die Starbulls.
Tore: 0:1 Hugo Boisvert (09:17), 1:1 Tyler McNeely (16:54/PP1), 2:1 Florian Müller (21:22), 2:2 Carsten Gosdeck (41:20), 2:3 Sami Kaartinen (61:39)
Zuschauer: 1.745

Ravensburg Towerstars – EV Landshut 5:1 (2:0, 1:1, 2:0)

Start nach Maß für Ravensburg: Bereits nach 15 Sekunden fanden sich die Towerstars in Überzahl wieder und noch vor dem Ende der ersten Spielminute schoss Stefan Chaput die Hausherren in Front. Ravensburg spielte in der Folge wie im Tausch, mehr als 2:0 durch Simon Sezemsky (10.) sprang trotz bester Chancen jedoch nicht heraus. Nach dem Seitenwechsel verkürzte Landshut durch Josh Godfrey (29.), aber die Towerstars waren nicht aus dem Konzept zu bringen. In doppelter Überzahl stellte Dustin Cameron den alten Abstand wieder her, ehe Friedrich und Sezemsky im Schlussabschnitt den 5:1-Endstand herstellten.

Bietigheim Steelers – SC Riessersee 2:3 (1:0, 0:1, 1:1, 0:1) OT

Fehlervermeidung im Fokus: Im Duell zwischen Meister und Herausforderer standen lange die Defensiv-Reihen beider Teams im Mittelpunkt. Und die waren gut aufgelegt, so dass die Fans kaum Torszenen bejubeln konnten. Die Garmischer verschafften sich vor allem durch ihr körperbetontes Spiel Respekt bei den „Eisenmännern“. Dies spiegelte sich in einem leichten optischen Übergewicht des SCR wider. Dennoch waren es die Gastgeber, die in Persona von Robin Just vorlegten. Maximilian Kastner (26.) konnte eine der wenigen sich bietenden Gelegenheiten zum Ausgleich nutzen und es ging mit einem Remis in den dramatischen dritten Abschnitt. Markus Gleich (49.) legte für die Steelers erneut vor. Der SCR erhöhte die Schlagzahl und Lubor Dibelka (56.) schickte die Partie schließlich in die Verlängerung, in der Tim Regan für den „sudden Death“ sorgte und Riessersee den Auswärtssieg und die Führung in der Serie sicherte.
SCR-Coach Toni Krinner: „Ich bin mit dem Spiel sehr zufrieden. Die Jungs haben aufopferungsvoll gekämpft. Im letzten Drittel haben sie sehr offensiv gespielt, dadurch hatten wir sehr viele Schüsse von überall her und das war auch die Vorgabe. In der Overtime hat Tim Regan dann einfach die Chance genutzt. Wir haben heute zwar gewonnen, aber es ist noch alles offen. Für uns ist es gut zu wissen, dass wir auch in Bietigheim gewinnen können, aber ich will zu diesem Zeitpunkt jetzt auch nicht übertreiben. Es ist noch alles offen.“
Kevin Gaudet auf Seiten der Steelers: „Toni hat alles richtig gesagt. Garmisch hat vorn einfach hervorragende Ausländer und hinten den besten Goalie der Liga. Klar bin ich auch ein bisschen enttäuscht. Ein Fehler an der blauen Linie und schon kassierst du den Ausgleich, dann noch ein Strafe. Garmisch ist eine sehr gute Mannschaft. An den heutigen Ergebnissen der anderen Spiele hat man einfach gesehen, dass alle Mannschaften gut sind. Es bleibt spannend.“
Tore: 1:0 Robin Just (16:25), 1:1 Maximilian Kastner (25:00), 2:1 Markus Gleich (48:19), 2:2 Lubor Dibelka (55:39), 3:2 Tim Regan (68:26)
Zuschauer: 1.617

EC Bad Nauheim – Eispiraten Crimmitschau 3:4 (1:2, 1:1, 1:0, 0:1) OT

Blitzstart für die Roten Teufel: Bereits nach gut zwei Minute klingelte es im Kasten der Eispiraten, die sich davon aber keineswegs beeindrucken ließen und einen groben Fehler der EC-Abwehr gerade 90 Sekunden darauf zum Ausgleich nutzten. Auch anschließend hatten die Westsachsen mehr vom Spiel – und die besseren Gelegenheiten. Jedoch hatten die Roten Teufel Jan Guryca im Tor, der an diesem Tag Ärgeres verhinderte, so dass der EC mit einem 1:2-Rückstand zu diesem Zeitpunkt noch gut bedient war. Im zweiten Drittel erlebten die Fans im Colonel Knight-Stadion ein Anrennen der Bad Nauheimer, die die Partie mit ihrem zweiten Treffer wieder auf Null stellten. Nach einem Pfostentreffer der Hausherren, waren es aber die Westsachsen, die im Powerplay durch einen Weitschuss von T.J. Fast wieder in Front zogen. Mit 54 Schüssen waren die Männer von Trainer Daniel Heinrizi in der Folgezeit zwar das deutlich aktivere Team, doch mehr als der Ausgleich vor Ende der regulären Spielzeit wollte nicht glücken. In der Zusatzzeit war es Piraten-Angreifer Max Campbell, der die Revanche für das 3:4 vom Sonntag daheim in Crimmitschau perfekt machte. Für die Westsachsen war es erst der fünfte Auswärtssieg dieser Saison überhaupt.
Tore: 1:0 Jason Pinizotto (02:04), 1:1 Dominic Walsh (05:45/SH1), 1:2 Martin Heinisch (17:15), 2:2 Harry Lange (24:55/PP1), 2:3 T.J. Fast (38:19/PP1), 3:3 Kyle Helms (49:17), 3:4 Max Campbell (62:14/PP1)
Zuschauer: 1.835

ESV Kaufbeuren – Heilbronner Falken 4:3 (0:2, 2:0, 2:1)

Die Falken landeten mit einem Paukenschlag im Allgäu: Nach nur 15 Sekunden musste ESVK-Goalie Stefan Vajs bereits das erste mal hinter sich greifen – und es sollte bis zur ersten Drittelpause nicht der letzte Schrecken für die Männer von Trainer Uli Egen gewesen sein.  Nach einem verschlafenen ersten Drittel tauten die Männer von Trainer Uli Egen nach und nach auf und nahmen den Kampf an. Kaufbeuren war nun die klar bessere Mannschaft und egalisierte vor dem Schlussabschnitt verdient. Heilbronn, das zunehmend Probleme im Spielaufbau in der neutralen Zone hatte, kam nur in Überzahl zu Chancen. Davon gab es aber im Schlussdrittel zur Genüge: Insgesamt acht Strafzeiten – je vier für den ESVK und die Falken – zeugten von einer Partie, in der beide Kontrahenten alles gaben. Am Ende belohnte sich der ESVK drei Tage nach der 1:2-Niederlage gegen die Käthchenstädter an gleicher Stelle und ging mit 1:0 in der Serie „Best of seven“  in Führung.
Tore: 0:1 Marcel Kurth (00:15), 0:2 Alexander Ackermann (17:41), 1:2 Matti Näätänen (32:01/PP1), 2:2 Michael Kreitl (37:49), 3:2 Stephen Schultz (41:17), 3:3 Alexander Ackermann (43:29), 4:3 Sami Ryhänen (52:50)
Zuschauer: 1.083

Die Playoff-Viertelfinals der ersten Runde im Überblick:

Fischtown Pinguins – Lausitzer Füchse 5:1 (1:1, 3:0, 1:0)
Starbulls Rosenheim – Dresdner Eislöwen 2:3 (1:1, 1:0, 0:1, 0:1) OT
Bietigheim Steelers – SC Riessersee 2:3 (1:0, 0;1, 1:1, 0:1) OT
Ravensburg Towerstars – EVL Landshut 5:1 (2:0, 1:1, 2:0)

Die Playdowns der ersten Runde im Überblick:

EC Bad Nauheim – Eispiraten Crimmitschau 3:4 (1:2, 1:1, 1:0, 0:1) OT
ESV Kaufbeuren – Heilbronner Falken 4:3 (0:2, 2:0, 2:1)


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