Overtime-Erfolg der Tölzer Löwen gegen TabellenzweitenLausitzer Füchse verlieren nach Verlängerung in Bad Tölz

Tölzer Löwen Trainer Scott Beattie. (Foto: Tölzer Löwen)Tölzer Löwen Trainer Scott Beattie. (Foto: Tölzer Löwen)
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Es war ein echter Gänsehaut-Moment: Knapp zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit erhoben sich die Zuschauer in der weeArena. Unter den 2411 Besuchern weilten auch mehrere Hundert Helfer, die während des Katastrophenfalls im Landkreis Bad Tölz für die Sicherheit ihrer Mitmenschen sorgten. So erhoben sich auch Vertreter der Feuerwehren, des THW oder Bergwacht um die Löwen über die Ziellinie zu klatschen. Zu diesem Zeitpunkt stand es im Duell der Löwen gegen die Füchse 3:3-Unentschieden. Die letzten Minuten gehörten klar den Gästen gegen Tölzer, denen das wochenlange Spielen mit drei Sturmreihen nicht guttat. Doch auch dank der Unterstützung der Zuschauer - und eines starken Ben Meisner - retteten sich die Buam in die Verlängerung. Zuvor waren die Löwen zwei Drittel lang die bessere Mannschaft. Andreas Pauli traf Mitte des Auftaktdrittels per Abpraller zur Führung, doch Bad Tölz hatte kleinere Probleme die Führungen über einen längeren Zeitpunkt zu behaupten. Chris Owens egalisierte den Vorsprung knapp zwei Minuten später. Noch etwas extremer das Scoring im zweiten Drittel: Stephen MacAulay traf nach nur 18 Sekunden zur erneuten Führung. Steve Saviano glich zwölf Sekunden später aus. "Weißwasser hilft sich gegenseitig sehr gut, sie spielen schnell. Es war hart, aber unsere Jungs haben meist gut verteidigt", freute sich Trainer Beattie. Als Lubor Dibelka in Überzahl per Direktschuss zum 3:2 einschoss, gelang es den Buam auch die Führung über einen längeren Zeitraum zu halten. Doch im Schlussdrittel schwanden die Kräfte der Tölzer. Nach einem harten Freitagsspiel in Frankfurt und vielen Wochen mit Verletzungen von Schlüsselspielern schien der Tank leer. Lausitz verzeichnetet 19:4-Torschüsse im Schlussdrittel und kam früh in Überzahl zum 3:3-Ausgleich. "Tölz hatte drei Reihen, wir vier. Wir wollten ein Tempo spielen, das Tölz nicht mitgehen kann. Scott hat großartige Arbeit abgeliefert, hat das Spiel langsamer werden lassen, bei den Reihenwechseln etwas länger gebraucht. Frustrierend für uns, aber gutes Coaching", lobte Füchse-Trainer Corey Neilson. So kamen die Löwen in die Verlängerung zum Siegtreffer von Kevin Wehrs, der von einer guten Übersicht Stephen MacAulays profitierte. "Ich fühle wirklich mit den Jungs, sie spielen sehr hart, obwohl sie so wenige sind", zollte Beattie seinen Spielern Anerkennung. "Es wird nicht mehr lange so bleiben, wir bekommen Spieler zurück", so der Löwencoach weiter. Mit Jordan Hickmott wird am Freitag auch er vierte Kontingentspieler spielberechtigt sein. Außerdem ist mit der Rückkehr von weiteren Schlüsselspielern zu rechnen.