Niederlage in der Verlängerung: Eislöwen geben Führung aus der Hand Dresdner Eislöwen

Niederlage in der Verlängerung: Eislöwen geben Führung aus der Hand  Niederlage in der Verlängerung: Eislöwen geben Führung aus der Hand
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"Es ist ärgerlich. Wir haben 40 Minuten sehr gutes Eishockey gezeigt, druckvoll gespielt, aber am Ende sicher auch bedingt durch die eine oder andere Strafe immer wieder den Faden verloren", sagt Eislöwen-Cheftrainer Thomas Popiesch, der wie die Anhänger der Blau-Weißen im Stadion und vor dem Liveticker eine Fahrt auf der Gefühlsachterbahn erlebte. Zwei Drittel lang hatte Dresden die Partie dominiert und den Gastgebern kaum eine Chance gelassen. Im letzten Abschnitt gaben die Sachsen jedoch eine 4:1-Führung aus der Hand und unterlagen am Ende in der Verlängerung.

Dresden erwischte in Kaufbeuren einen guten Start: Im Powerplay setzte Petr Macholda mit zwei Versuchen von der blauen Linie ein erstes Achtungszeichen. Die Eislöwen präsentierten sich auch nach einem ESV-Konter druckvoll nach vorn. Vincent Schlenker und Tomi Pöllänen scheiterten allerdings beim Versuch einen Abpraller zu verwandeln. Zwar forderten die Joker nach acht Minuten erstmals Goalie Kevin Nastiuk heraus und machten kurzfristig auch im Powerplay Druck, doch Dresden agierte sicher und ließ Kaufbeuren im eigenen Drittel kaum eine Chance. Kruminsch scheiterte infolge ebenso wie Pöllänen und Sami Kaartinen mit Möglichkeiten, ehe Lukas Slavetinsky (16.) nach vorn stürmte und einen Pass eiskalt versenkte. Zwar wurde die Partie gegen Ende des strafenreichen Drittels offener, doch auch in Unterzahl behaupteten sich die Eislöwen und gingen mit der Führung in die Pause.

Der zweite Abschnitt begann mit einem Paukenschlag: Pöllänen markierte das 0:2 (21.). Zwar präsentierten sich die Eislöwen weiterhin auch in Unterzahl gut, dennoch musste das Team den ESV-Anschlusstreffer durch Konstantin Firsanov hinnehmen (24.). Doch Dresden schlug zurück: Vincent Schlenker zog direkt ab, markierte in Überzahl das 1:3 (29.) und legte somit den Startschuss für eine Dresdner Angriffsserie. Die Konsequenz: Der vierte blau-weiße Treffer durch Kaartinen (31.).

Wer im Schlussdrittel aufgrund des Dresdner Tore-Vorsprungs mit einer einseitigen Partie gerechnet hatte, wurde eines Besseren belehrt. Vom Beginn weg zeigte sich Kaufbeuren deutlich präsenter als in den ersten Dritteln. Firsanov belohnte die Bemühungen der Gastgeber mit dem 2:4-Anschlusstreffer (44.). Die 1296 Zuschauer sahen einen offenen Schlagabtausch mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Während Arturs Kruminsch mit einem Konter scheiterte, traf Firsanov den leeren Kasten nicht. Auch Schlenker, Patrick Cullen und Slavetinsky scheiterten. Eine weitere Strafe sollte den Eislöwen in Folge das Leben schwer machen, denn Kaufbeuren nutzte die Überzahlsituation durch Alexander Thiel per abgefälschtem Schlagschuss (48.) zum 3:4. Ein Foul bei einem Solo von Stephen Schultz wurde mit einem Penalty geahndet, den der Joker-Spieler selbst zum Ausgleich verwandelte (49.). Doch damit nicht genug: Beim Spiel Vier-gegen-Vier behielt Kaufbeuren die Oberhand und ging durch einen Treffer von Cristof Aßner mit 5:4 in Führung (51.). Zwar vereinte Dresden in den folgenden Minuten mehr Chancen für sich und kam durch Kaartinen auch zum Ausgleich (55.), doch die Joker blieben durch Konter stets gefährlich.

Der Sieger musste folgerichtig in der Verlängerung ermittelt werden: Matti Näätänen startete durch und überwand Nastiuk zum entscheidenden 6:5-Siegtreffer für Kaufbeuren.


"Fakt ist: Wir haben heute zu viele Strafen kassiert. Aber letztlich war das nicht der entscheidende Punkt. Es war vielmehr eine Kombination aus den Strafen und der Tatsache, dass wir im letzten Drittel einfach nicht mehr konsequent nach vorn gespielt und dem Gegner zu viele Räume geboten haben", schätzt Popiesch ein.


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