Niederlage im Spitzenspiel

Die Falken waren nicht zu stoppen - Foto: Ulrike FreierDie Falken waren nicht zu stoppen - Foto: Ulrike Freier
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Die Wild Wings mussten auch im Spitzenspiel gegen Heilbronn auf einige Stammkräfte verzichten. Zwar kehrten Adam Borzecki, Matthias Forster und Dan Hacker wieder aufs Eis zurück, mit Chris Schmidt, Christoph Melischko, Max Prommersberger und Andreas Renz fehlten erneut einige Stammkräfte. Kapitän Renz verletzte sich am lädierten Auge und musste so kurzfristig passen.

Schwenningen kam erneut gut in die Partie, verpasste aber in der Anfangsphase den möglichen Führungstreffer zu erzielen. Nach fünf Minuten war die Sturm und Drangphase der Wild Wings aber schon wieder verflogen und fortan machten die Gäste das Spiel. Nach sechs gespielten Minuten fiel der nicht unverdiente Führungstreffer für die Falken. Chris Capraro ließ die Abwehr der Wild Wings nicht gut aussehen und spielte den finalen Pass zu Christian Billich, der aus kurzer Distanz zum 1:0 einschieben konnte. Keine drei Minuten  später stand es gar 0:2 aus Sicht der Wild Wings. Alexander Serikow zirkelte die Scheibe an seinem Gegenspieler Marcus Götz und an Sinisa Martinovic vorbei in die Maschen.

Und die Wild Wings? Schwenningen kam nur sehr zögerlich zurück ins Spiel, erst als Schiedsrichter Bastian Haupt Heilbronns Thorsten Fendt auf die Strafbank schickte, wurde es gefährlich für Gästekeeper Domenic Bartels. Marcus Götz bekam die Scheibe auf den Schläger und hämmerte sie genau unter die Latte zum unhaltbaren Anschlusstreffer (15.). Heilbronn blieb aber auch nach dem Seitenwechsel die aktivere Mannschaft und Sinisa Martinovic bewahrte seine Mannschaft gleich mehrfach vor einem höheren Rückstand.

Und doch hätte Schwenningen in dieser Phase beinahe den Ausgleich erzielt. In Unterzahl lief Brock Hooton auf und davon und legte ab auf seinen Sturmpartner Philipp Schlager, der aus vollem Lauf abzog. Doch die Latte verhinderte den Ausgleichstreffer- Bartels wäre in dieser Szene machtlos gewesen. Für die frühzeitige Entscheidung sorgte Michel Léveillé, der zuerst mit einem Schuss von der blauen Linie das 1:3 erzielte, 35 Sekunden nach seinem ersten Treffer legte der Franko-Kanadier noch einen nach. Das 1:4 dennoch recht umstritten! Heilbronn mit einem Mann mehr auf dem Eis- Robby Sandrock musste auf der Strafbank Platz nehmen. Die Scheibe war unmittelbar vor dem Treffer von Léveillé deutlich außerhalb des Angriffsdrittels, sodass der Treffer eigentlich nicht hätte zählen dürfen. Als drei Minuten vor dem Drittelende Jason Pinizzotto den 4:2-Anschlusstreffer erzielte und Haupt den Treffer als Schlittschuhtreffer ahndete, wurde das Schiedsrichtergespann mit einem gellenden Pfeifkonzert in die Kabine verabschiedet.

Die Wild Wings steckten dennoch nicht auf und vergaben noch weitere Chancen durch Dominic Walsh und Marc Wittfoth. Selbst als Jürgen Rumrich fünf Minuten vor dem Ende seinen Torhüter für einen sechsten Feldspieler vom Eis nahm, sollten keine Treffer mehr fallen. Im Gegenteil: im Stile eines Handballtorwarts rettete Stürmer Radek Krestan gleich mehrfach und verhinderte spektakulär das Empty-Net-Goal. Dennoch spielte Heilbronn den Vorsprung über die Zeit und nahm unterm Strich verdient die Punkte mit.


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