Nichts ging zusammen bei den Moskitos

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Mit 1:5 (0:2, 0:2, 1:1) verloren die Moskitos Essen das vorletzte Heimspiel der Hauptrunde in der 2. Bundesliga gegen den EHC München, und das auch in dieser Höhe nicht einmal unverdient. Bereits nach 1:32 Minuten hätten die 1362 Zuschauer am Essener Westbahnhof im Grunde genommen wieder nach Hause gehen können, denn bei der Heimmannschaft lief an diesem Abend nicht viel zusammen. Bereits nach 58 Sekunden ließ sich Münchens Rustyn Dolyny nach einem Fehler von Calle Johansson nicht lange bitten und erzielte das 1:0. 34 Sekunden später sah die Essener Deckung inklusive Sebastian Stefaniszin im Tor gegen aggressiv beginnende Münchner wieder nicht gut aus und Brent Robinson erzielte schon das zweite Tor für die Gäste. Damit war das Spiel eigentlich schon entschieden, denn die Moskitos bekamen an diesem Abend nicht viel auf die Reihe, zu viele Fehler produzierten Bartek und Co., und die Gäste konnten ein ums andere Mal gefährlich vor dem Essener Tor auftauchen. Am spannendsten aus Sicht der Moskitos-Fans war noch im ersten Drittel eine Boxeinlage zwischen dem ehemaligen Essener Verteidiger Rick Goldmann und Kapitän Lars Müller, beide wanderten dafür 2 plus 2 Minuten in die Kühlbox.

Das zweite Drittel begann damit, dass sich Hauptschiedsrichter Marcus Brill ob einiger umstrittener Entscheidungen den Unmut des Essener Publikums zuzog. Ansonsten das gleiche Bild auf dem Eis, die Gäste nicht übermächtig, aber doch mit der aggressiven Spielweise, mit der die Essener so gar nicht klar kamen. Der hochgelobte Sturm der Moskitos scheiterte immer wieder daran, dass man selbst beste Chancen nicht an Jochen Vollmer im Gästetor vorbei brachte. Die Gäste machten es da besser, wieder Brent Robinson und dann in doppelter Münchner Überzahl Chris Bahen zur 4:0-Gästeführung. Selbst einen Penalty konnte der Kapitän nicht nutzen, Vollmer spitzelte ihm den Puck von der Kelle bevor es für das Gästetor hätte gefährlich werden können.

Das letzte Drittel begann ähnlich wie das erste, nur viel schneller, dieses Mal brauchten die Gäste nur 16 Sekunden, um auf 5:0 zu erhöhen. Für die Heimmannschaft war die Hoffnung wohl endgültig dahin, das Spiel noch Mal zu drehen. So plätscherte das Drittel so dahin und der Torhüter, der im ersten Spiel der Münchner in Essen noch einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte, „Joey“ Vollmer hätte fast ohne Gegentor die Heimreise antreten können. Doch in der letzten Minute gelang Dean Beuker dann doch noch der Ehrentreffer. Damit dürfte der Traum vom vierten Platz für die Moskitos ausgeträumt sein, selbst wenn es den Moskitos gelingen sollte am letzten Wochenende gegen Tabellenführer Kassel und aus Ravensburg sechs Punkte zu holen, spricht der bessere direkte Vergleich zugunsten der Schwenninger Wild Wings. Je nachdem wie die Spiele am kommenden Wochenende ausgehen, die Moskitos werden am Gründonnerstag entweder in der Heilbronner Lavatec-Arena oder am Schwenninger Bauchenberg zum ersten Play-off-Spiel antreten müssen. Das erste Heimspiel der Best-of-Seven-Serie findet dann am Ostersamstag in der Eissporthalle am Westbahnhof statt, eine Uhrzeit steht allerdings noch nicht fest.

Tore: 0:1 (0:58) Dolyny (Gallbraith, Kruck), 0:2 (1:32) Robinson (Rautert, Kompon), 0:3 (26:23) Robinson (Rautert, Kompon), 0:4 (29:45) Bahen (Rautert, Kompon, 5-3), 0:5 (40:16) Rautert (Kompon, Barz), 1:5 (59:03) Beuker (Hubbauer, Sochan). Strafen: Essen 16, München 18. Schiedsrichter: Brill (Bahner, Komorek). Zuschauer: 1362. (uvo)

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