Neun Sekunden fehlten zum Sieg

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Beide Teams gingen ersatzgeschwächt in die Partie, boten den 1.817 Fans aber einen spannenden und am Ende dramatischen Eishockeyabend. Der Tabellenführer aus Landshut startete schwungvoll und traf schon nach 15 Sekunden den Außenpfosten. Auch in der Folgezeit waren die Gäste das bessere Team, das die Falkendefensive immer wieder vor große Probleme stellte, wobei insbesondere die "Tschechenreihe" herausragte. Diese war dann auch nach sieben Minuten für die Führung zuständig, Davidek schloss einen Konter zum 0:1 ab. Aber Heilbronn versteckte sich auch nicht und kam im Gegenzug zum Ausgleich. Einen schönen Angriff über Capraro und Fabio Carciola vollendete Chris Billich zum 1:1. Derselbe Akteur vergab wenig später einen Alleingang in Unterzahl, während auf der Gegenseite Abstreiter mehrfach gefährlich vor Ford auftauchte. Zweimal blieb der Kanadier noch Sieger, in der 15. Minute traf der Kannibale dann nach schöner Vorarbeit von Thornton in Überzahl zum 1:2. Dieser Spielstand ging nach 20 Minuten auch in Ordnung.

Im zweiten Durchgang ließen die Falken dann weniger zu und standen defensiv besser. Etwas Glück war im Spiel, als in der 24. Minute der Ausgleich fiel: Fendt brachte die Scheibe aus spitzem Winkel in Richtung Tor und irgendwie fand sie den Weg in die Maschen, wobei Gästekeeper Vogl nicht gut aussah. Nach dem Spiel wurde der Treffer Billich zugeschrieben - die Bilder von L-TV dürften Aufklärung bringen. Danach war es ein weitgehend ausgeglichenes Spiel, in dem beide Mannschaften ihre Chancen hatten. Eine davon nutzte wiederum der Spieler des Abends der Unterländer, Chris Billich, nach 32 Minuten durch eine starke Einzelaktion zur erstmaligen Führung des HEC. Landshut tat sich dagegen in der Folgezeit etwas schwerer als zu Beginn, sich offensiv in Szene zu setzen. Zudem litt die Partie unter einigen Strafzeiten, wobei Schiedsrichter Aumüller seine Linie etwas verloren hatte.

Im Schlussabschnitt sollte es dann ganze 31 Sekunden dauern, ehe Davidek für die Gäste den erneuten Ausgleich erzielte. Nun stand die Partie auf des Messers Schneide, jeder Fehler konnte die Entscheidung bringen. Ebenso war beiden Teams anzumerken, dass die Besetzung nicht allzu üppig war und das Tempo nicht immer hoch gehalten werden konnte. Trotzdem war es eine spannende und unterhaltsame Angelegenheit, in der auf Seiten der Falken Baum verletzungsbedingt ausschied. In der Schlussphase sollte es dann so richtig dramatisch werden. Erst war es Mapes, der einen schnellen Angriff mit einem satten Schlagschuss zur 4:3-Führung abschloss und damit für Jubel auf den Rängen sorgte. Das 4:3 bei 58:17 war jedoch nicht die Entscheidung, denn in der Schlussminute führten individuelle Fehler der Gastgeber zunächst zu einer Strafzeit und schließlich neun Sekunden vor der Sirene zum Ausgleich der Cannibals. Kapstad kam letztlich frei zum Schuss und traf zum vielumjubelten und auch verdienten 4:4.

In der Overtime gab es hüben wie drüben eine Großchance, wobei Urquhart und Abstreiter die Scheibe nicht im Tor unterbrachten. Auch im anschließenden Penaltyschießen sollte den Gastgebern kein Treffer gelingen, sowohl Fabio Carciola als auch Capraro scheiterten Vogl. Auf der Gegenseite waren Davidek und Abstreiter erfolgreich und sorgten dafür, dass die Cannibals ihre Tabellenführung ausbauen konnten.


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