Nach spannendem Eishockeyabend sind beide Teams zufriedenRavensburg Towerstars

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Durch den Auswärtssieg am Freitag in Dresden war das Heimrecht in den Play-offs schon vorzeitig gesichert, für die Towerstars war die sportliche Herausforderung in diesem letzten Hauptrundenspiel freilich eine andere, als für die Gäste aus Weißwasser. Diese kämpften im Fernduell mit Crimmitschau um den achten Platz und damit den Einzug in die Play-offs. Die hochmotivierten Füchse aus der Lausitz starteten auch prompt druckvoll und mit einem frühen Treffer zum 1:0. Ein Fehler an der gegnerischen blauen Linie ermöglichte den Gästen einen Konter durch Mueller und Vostrak. Den ersten Schuss von Mueller konnte Towerstars Goalie Christian Rohde noch glänzend parieren, doch für den Nachschuss konnte er verständlicherweise nicht schnell genug auf den Beinen sein, Vorstrak schlenzte mit der Rückhand in den rechten Torwinkel.

Der Treffer verlieh den Füchsen das Selbstbewusstsein um weiter Druck zu machen. Die Towerstars, die konstant mit vier Reihen auch den jungen Spielern Eiszeit gaben, waren meist mit Defensivaufgaben behaftet und kamen nur selten vor das gegnerische Tor. Das änderte sich aber deutlich in der Schlussphase des ersten Abschnitts, in der die Towerstars vor allem durch die erste Sturmreihe das Tempo erhöhten und prompt zu mehr Torgelegenheiten kamen. Damit war auch der Trend gesetzt, was die Zuschauer im zweiten Abschnitt zu sehen bekamen. Hier waren jetzt die Gastgeber am Drücker, Weißwasser sah sich mehr und mehr in der eigenen Zone eingeschnürt, doch Jonathon Boutin im Füchse-Tor hielt seinen Kasten zunächst sauber. Der Treffer der Sachsen zum 0:2 platzte dann allerdings in der 35.min dazwischen. Wieder hatte sich nach einem Puckverlust eine Überzahlsituation entwickelt, diesmal nutzte Lehnigh die Gunst der Stunde und schlenzte flach und exakt ins linke Eck. Nur drei Minuten stellten die Towerstars aber die Verhältnisse im zweiten Abschnitt wieder gerechter her und Tommi Hannus verkürzte sogar in numerischer Unterzahl völlig freistehend auf 1:2.

Für das Schlussdrittel war Spannung angesagt, und die 2500 Zuschauer kamen auch voll auf ihre Kosten. Die Begegnung war abwechslungsreich und ausgeglichen, in der Schlussphase konnten die Oberschwaben aber den Druck nochmals erhöhen und der 2:2 Ausgleich durch Tomaz Razingar war letztlich der verdiente und auch gerechte Lohn. Dabei blieb es auch bis zum Ende der regulären Spielzeit. Der Jubel bei den Gästen mit der Schlusssirene war groß, denn längst hatte sich herumgesprochen, dass Crimmitschau auf dem Weg zu einer überraschenden  und deutlichen Heimpleite gegen den Tabellenletzten Garmisch war und der eine Punkt den Gästen bereits zum Einzug in die Play-offs ausreichte.

In der Overtime hatten die Towerstars in Überzahl zwar gute Chancen auf die Entscheidung, doch letztlich wollte kein Treffer gelingen und das Penaltyschießen musste entscheiden. Und auch hier bekamen die Zuschauer eine unterhaltsame Show geboten. Aufgrund des mehr oder weniger statistischen Charakters versuchte sich so mancher Akteur mit spektakulären Tricks. Als im ersten Durchlauf noch kein Sieger ermittelt war, schickte Towerstars Trainer Petri Kujala unter dem Jubel der Zuschauer gleich seine komplette Juniorenabteilung zum Penaltyschießen. Doch auch im zweiten Durchgang ließ die Entscheidung auf sich warten. Letztlich hatten die Gäste durch Tarasuk doch den glücklicheren Schützen auf ihrer Seite und der 15. Penalty brachte letztlich die Entscheidung.