"Müssen jetzt die Köpfe frei bekommen1:4-Heimniederlage gegen Crimmitschau

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"An schweren Beinen lag es heute nicht, schließlich haben wir mit vier Reihen in den letzten Wochen gespielt, während z.B. Crimmitschau mit drei Blöcken agiert hat. Es ist vielmehr eine Kopfsache. Wir müssen diese nun frei bekommen und am Freitag wieder mehr Zweikämpfe gewinnen", sagte EC-Coach Petri Kujala nach dem Spiel.

Die Eispiraten begannen so, wie man dies erwartet hatte: mit konsequentem Forechecking setzten sie die Roten Teufel unter Druck, die nur sehr schwer von hinten heraus kamen. Ausgerechnet bei eigener Überzahl wurde dies zum Verhängnis, nachdem Joel Keussen das Hartgummi im Vorwärtsgang an Lampe verlor, der quer auf den Torschützen John Tripp passen konnte. Der Ex-Nationalspieler setzte das Hartgummi platziert in den Winkel, so dass Mikko Rämö keine Abwehrchance hatte. Die Gäste wirkten präsent und hellwach, während die Hessen nur langsam ins Spiel fanden. Eugen Alanov war in der 7. Minute mal durch, ETC-Goalie Nie drängte den Förderlizenzspieler aber in einen zu spitzen Winkel, so dass die bis dato größte EC-Chance verpuffte. War man somit gerade dran, das Heft in die Hand zu bekommen, da kassierte Daniel Ketter eine Spieldauerstrafe nach einem vermeintlich hohen Stock mit Verletzungsfolge an Matt Foy, der anschließend jedoch weiterspielen konnte. Allerdings war der Kopf des Eispiraten in dieser Situation sehr tief, zumal zuvor ein richtiger hoher Stock ins Gesicht von Marc Kohl nicht geahndet wurde. Somit mussten die Kurstädter diese fünf Minuten Unterzahl erstmal schadlos überstehen, allerdings hatten die Gäste hierbei einige gute Gelegenheiten, die Rämö jedoch zu entschärfen wusste. Mit einem knappen Rückstand ging es damit in die erste Pause.

Mit Beginn des Mittelabschnitts kamen die Hausherren zwar wesentlich druckvoller aus der Kabine, aber auch Chancen von Harry Lange (24.) und Nick Dineen (25.) sollten nicht den Weg an Nie vorbei finden, während die Westsachsen stets mit Konter gefährlich blieben. Hinzu kamen zwei weitere Strafen gegen die Gastgeber, die sogar 24 Sekunden mit zwei Mann weniger agieren mussten. Die Hausherren überstanden aber auch diese Situation, was defensiv gut funktionierte, klappte nach vorne jedoch umso weniger. Der letzte Pass fehlte einfach, Crimmitschau antizipierte sehr gut die Lauf- und Passwege der Roten Teufel. Ihrerseits hatten die Eispiraten gute Möglichkeiten, sogar zu erhöhen, doch zwei Mal Pohl (33.) sowie Lampe (38.) freistehend vor Rämö vergaben, so dass es beim 0:1 nach 40 Minuten blieb.

Als Kyle Helms in der 42. Minute den Ausgleich nach einem feinen Spielzug markierte, schien das Spiel zu Gunsten der Roten Teufel zu kippen, die nun wesentlich agiler und torgefährlicher waren. Die Führung sollte dennoch nicht fallen, nachdem Cameron zwei Mal an Ryan Nie scheiterte. Als Harry Lange in der Kühlbox saß, war es Erik Lampe, der in der 49. Minute die erneute Crimmitschauer Führung markierte. Pohl verpasste zuvor, den Rebound nutzte der ETC-Topscorer. Als Schietzold nach einem gewonnenen Bully einfach mal draufhielt und zum 1:3 traf, war das Match schließlich gelaufen. Das 1:4 durch Heinisch war da nur noch Ergebniskosmetik.

"Wir haben derzeit einen Lauf, was nicht nur an den neuen Spielern liegt. Wir haben aber nicht mehr diesen Minikader, was unter dem Strich viel ausmacht. Wichtig war das 1:0 für uns sowie die Torhüterleistung", sagte Crimmitschaus Trainer Chris Lee nach dem Spiel. Am kommenden Freitag geht es für die Roten Teufel nach Weißwasser, nächsten Sonntag gastiert der neue Tabellenführer Bietigheim bereits ab 16 Uhr im Colonel-Knight-Stadion.

EC Bad Nauheim - Eispiraten Crimitschau 1:4 (0:1, 0:0, 1:3)
Tore:
0:1 (03:59) Tripp (Lampe) SH1
1:1 (41:39) Helms (Pauli, Alanov)
1:2 (48:01) Lampe (Pohl, Schietzold) PP1
1:3 (49:59) Schietzold (Lampe, Foy)
1:4 (54:50) Heinisch (Guts, Kabitzky)
Strafminuten: ECN 10 + 5+SD (Ketter) / ETC 6
Zuschauer: 2.258

Pressemitteilung EC Bad Nauheim


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