München punktet im Kampf um die Play Offs – 4:2 Sieg gegen Bietigheim

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Selten waren in den Kampf um

Platz acht derart viele Teams involviert wie in dieser Spielzeit. Unter ihnen

auch die Mannschaften des EHC München und der Bietigheim Steelers. Nur ein

Punkt zu Gunsten der Schwaben trennte die Rivalen vor der Begegnung. Als die

mit wenig Höhepunkten gesegnete Partie zu Ende war, fanden sich indes die

Steelers im Hintertreffen. Der EHC München gewann den Vergleich vor 1500

Besuchern mit 4:2 (1:0,1:1,2:1). Ein Doppelschlag zu Beginn des letzten

Abschnitts brachte den Oberbayern den entscheidenden Vorsprung.

Die nachbarschaftliche Tabellensituation

spiegelte sich schnell auf dem Eis wieder. Klar herausgespielte Möglichkeiten

waren auf beiden Seiten in ihrer Anzahl äussert limitiert. Bei den Gästen war

diese Tatsache zu Vorderst der Disziplin geschuldet. Die ersten zehn Minuten

bestritten die Ellentaler zumeist nur mit vier Akteuren. München hingegen

konnte aus dem numerischen Vorteil kein Kapital schlagen. Aus heiterm Himmel

dann die Führung des EHC. Neville Rautert traf die Scheibe nicht richtig,

wodurch der schwarze Hartgummi unberechenbar für Jason Elliot wurde und ins Tor

flutschte.

Besser aus der Pause kamen

zweifelsohne die Gäste. Erst traf Florian Jung nach einem Konter nur das

Gestänge des von Leonhard Wild gehüteten Tores. In der Folgeszene überwand

Terence Campbell Wild mit der Rückhand. Ingesamt war die Partie aber mehr der

langweiligen Kategorie zuzuordnen. Auch der fragwürdige Versuch des

Stadionsprechers, mit der Umbenennung von Phillip Schlager in „Schläger“ für

Stimmung zu sorgen, nutzte da wenig. Geholfen hätte freilich ein Treffer bei

doppelter Überzahl. Doch ließen die Hausherren diese Gelegenheit ohne die

nötigen Ideen verstreichen. Wenig besser, aber ungleich erfolgreicher ein

weiterer Versuch mit einem Akteur mehr auf dem Eis. Ein Schuss von Brent

Robinson fiel direkt vor die Kelle von Mike Kompon, der nur noch einzuschieben

brauchte.

Hoffnungsfaktor für einen

ansehnlicheren Schlussabschnitt war freilich der enge Spielstand. Allerdings

war es der EHC, der zeitnah die Glanzpunkte setzte und die Partie entschied.

Mit einem Doppelschlag nahmen die Gastgeber den Bietigheimer schnell allen Wind

aus den Segeln. Bei Rauterts 3:1 sah Jason Elliot neuerlich nicht gut aus. Der

Goalie ließ einen harmlosen Schuss des Münchner Angreifers nach Vorne prallen,

ermöglichte Rautert so den erfolgreichen Rebound. Keine halbe Minute später

entschied der Unparteiische auf Penalty für München. Eine höchst fragwürige

Entscheidung. Sicher wurde Mike Kompon bei seinem Break ahndungswürdig

umgerissen. Doch eine eindeutige Tormöglichkeit war aufgrund des mitlaufenden

Verteidigers der Steelers nicht gegeben. Brent Robinson dachte nicht über die

Rechtmäßigkeit des Strafmaßes nach und verwandelte sicher unter Elliot

hindurch. Der Treffer von Rene Schoofs hatte alleine statistischer Wert. (or)

Tore: 1:0 (18:15) Rautert (Gyori, Schneider), 1:1 (22:59)

Campbell (Herbst), 2:1 (38:20) Kompon (Robinson, 5-4), 3:1 (43:59) Rautert

(Schneider), 4:1 (44:20) Robinson,Penalty), 4:2 (52:42) Schoofs (Schlager)

Schiedsrichter: Neubert (OSC Berlin-Schöneberg)

Strafminuten: 

München  18  - 

Bietigheim  18

Zuschauer: 1468

Spieler des Spiels: Neville Rautert


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