„MP“ machts möglich – Sieg gegen Freiburg, Zeller verlängert

Lesedauer: ca. 3 Minuten

„Solche Spiele haben wir früher verloren", unkte

Gary Prior bei der Pressekonferenz. „Vielleicht haben wir jetzt die Kurve

gekriegt.“ Zumindest an diesem Abend war das so. Der EHC München obsiegte über

die Freiburger Wölfe mit 2:1 n.V. (0:0,1:1,0:0). Den Siegtreffer vor 1100

Zuschauern erzielte Neuzugang Mike „MP“ Pandolfo, als die Verlängerung 77

Sekunden alt war. Es war bereits der siebte Torerfolg des neuen

Publikumslieblings aus Übersee.

Dass es für Freiburg um sehr viel – nämlich den Einzug in die Play Off Runde

– ging, war für den Betrachter nicht zwingend zu erkennen. Zurückhaltung im

Spiel nach Vorne schien die oberste Prämisse. Die Hausherren ihrerseits konnten

bis auf gelegentliche Schusschancen sowie den Möglichkeiten von Manuel Hiemer

und T.J, Guidarelli auch nichts Zwingendes aufbieten. Torlose erste zwanzig

Minuten waren da eine logische Folge.

Den Zuschauern in der Eishalle am Olympiapark sagte das Gebotene wenig zu. Die

Stimmung schien Opfer der nebeligen Kälte geworden zu sein. „Enjoy the

silence“ von Depeche Mode wäre vielleicht ein geeigneter Vorschlag für den

musikalisch Verantwortlichen gewesen. Zwei Treffer im mittleren Abschnitt änderten

den tristen atmosphärischen Zustand nur marginal und kurzzeitig. Im Powerplay

gingen die Wölfe durch Verteidiger Mattieu Descoteaux in Führung. Wenigstens

der Name des Schützen birgt ein wenig Klang in sich. Die Aktion an sich war gut

gelöst, Descoteaux setzte sich am Gegenspieler durch und traf präzise. Als Dan

Carlson den Spielstand egalisierte, hatten die Hausherren ihrerseits einen

Spieler mehr auf der Eisfläche. John Sicinski gebührte aufgrund dessen

dynamischer Vorarbeit der Löwenanteil an diesem Tor.

Freiburg wirkte im letzten Abschnitt ein wenig ratlos. EHC-Goalie Harti Wild

musste nur selten den Alarmknopf betätigen. Gleichwohl waren Münchens

Versuche, den Siegtreffer in der regulären Spielzeit zu erzielen ebenfalls von

geringer koordinierter Planung. Pandolfo zielte knapp vorbei, Guidarelli

scheiterte am toll reagierenden Bronsard, Zeller traf den Pfosten. Besser

gezielt hat da Manuel Hiemer. Sein Stock traf das Gesicht von Michael Bartosch,

verursachte dabei eine blutende Wunde. Das Strafmaß hierzulande für derartige

Vergehen ist bekannt, auch wenn sie wie in diesem Fall unabsichtlich geschehen.

Hiemer wird in Regensburg zuschauen müssen. Das mussten an diesem Abend Dave

Noel Bernier und Butzi Mayr. Der Kandadier, weil er als überzähliger Ausländer

auserkoren wurde. Mayr hingegen war der Unmut über seine Ausbootung anzumerken.

„Ich weiß es nicht. Ich hau mich im Training rein, bin sicher nicht

schlechter als andere. Hoffentlich geht das nicht so weiter.“ Was freilich

durchaus weitergehen könnte, ist die Effizienz von Mike Pandolfo. Der

Siegtreffer des US-Boys war bereits der siebte Erfolg bei gleicher Anzahl von

Spielen. Ein wenig irritiert wirkt Pandolfo allerdings bei der Münchner

„After work" party. Tanzeinlagen wie von den Fans gefordert kannte

Pandolfo bislang nicht. Etwas widerwillig machte er aber jeden Spaß mit.

Alleine wohlgemerkt. Seine Kollegen verabredeten sich zur überraschenden

Eisflucht.

Weniger lustig fand Freiburgs Trainer Peter Obresa den Ausgang der Partie.

„Ich hab eigentlich ein gutes Auswärtsspiel meiner Mannschaft gesehen, wir

sind ganz gut gestanden.“ Wenig Begeisterung rief bei Obresa das Überzahlverhalten

seines Teams hervor. „Ich kann erwarten, dass der Verteidiger die Scheibe vors

Tor bringt und die Stürmer die Scheibe finden. Insgesamt hat der Mumm etwas

gefehlt.“

Ergänzt wurden die Statements der Übungsleiter durch eine Meldung von

Christian Winkler, dem sportlichen Leiter des EHC. Demnach

gab Stürmer Florian Zeller als erster Spieler seine Zusage für ein weiteres

Jahr in der Landeshauptstadt.

(Oliver Rabuser)

Tore:

0:1 (26:12) Descoteaux (M.Schröder, Rautert, 5-4), 1:1 (33:03) Carlson (Sicinski,

Guidarelli, 5-4), 2:1 (61:17) Pandolfo (Guidarelli,, Burman, 5-4)

Strafminuten: München 22 + 5/Spieldauer (Hiemer) 

- Freiburg  26


Schiedsrichter: Steffen Klau (Grießenbreuck-Sümmern) – Adam, Schmidt


Zuschauer: 1127


Spieler des Spiels: Thomas Jason Guidarelli


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