Moskitos wollen positiven Trend festigen

Haie kommen zum JubiläumHaie kommen zum Jubiläum
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Gerade zwei Tage ist es her, dass die Moskitos Essen einen von vielen nicht fassbaren

8:1-Sieg aus Kaufbeuren mitbrachten, schon steht die nächste Herausforderung

gegen Aufsteiger und Tabellenführer EV Landsberg 2000 an. Und Jari Pasanen,

der Trainer der Moskitos, kann auch erklären, warum sein Team plötzlich in der

Fremde zum Höhenflug ansetzte: „Wir haben doch bisher außer gegen

Schwenningen immer gut gespielt, zwar nicht gewonnen, aber wir waren oft

Ebenbürtig“, so Pasanen, „in Kaufbeuren ging halt bei denen nicht viel

zusammen und wir konnten das diesmal ausnutzen.“ Nun stellt sich am Freitag

(20 Uhr, Eissporthalle am Westbahnhof) zwar ein Aufsteiger am Westbahnhof

vor, jedoch ist Landsberg aktuell Tabellenführer. „Natürlich stehen sie

nicht zu unrecht da oben, Landsberg hat eine eingespielte homogene Truppe,

mit Dennis Endras einen Keeper, der momentan sehr gut drauf ist. Das weiß ich

auch alles, aber morgen wollen wir gegen Landsberg gewinnen“, so Pasanen. Wieder auf dem Eis stehen wird dabei Benedikt

Schopper. Der Abwehrspieler, der sich im letzten Heimspiel gegen Schwenningen eine

schmerzhafte Prellung zuzog, ist zwar noch nicht zu 100 Prozent fit, will aber

unbedingt spielen und wird zunächst an der Seite von Markus Guggemos im

dritten Block auflaufen. Ebenfalls auflaufen wird Co-Trainer Toni Raubal, der

bereits in Kaufbeuren der zuletzt wackeligen Defensive helfen konnte.

Eine der meist diskutierten Fragen der letzten Wochen mochte allerdings auch

Jari Pasanen nicht eindeutig beantworten: die Torhüterfrage. „Patrick Couture macht

einen starken Eindruck auf dem Eis. Er hatte vor vier Wochen eine Untersuchung

mit dem Ergebnis, dass sein Knie zu 100 Prozent belastbar und fit ist. Ich hatte aber

als Spieler selbst immer Knieprobleme und weiß, man kann gerade beim Knie nie

ganz sicher sein“, so der Coach über seinen neuen Keeper. Wer nun am

Freitag gegen den Aufsteiger das Essener Gehäuse hüten wird, der Trainer

wird’s kurzfristig und aus dem Bauch heraus entscheiden, denn auch Jochen

Reimer wird am morgigen Freitag in Essen weilen. „Wir hatten immer Kontakt zu

Patrick, bei seiner ersten Operation ist aber wohl nicht alles so gut

Gelaufen, so dass er noch mal unters Messer musste. Wir mussten irgendwann

reagieren“, hofft Jari Pasanen das sich eines seiner Probleme nun erledigt.

Doch auch in anderen Bereichen hält man bei den Moskitos weiter die Augen

auf, Trainingscamps im Mutterland des Eishockeys sind beendet und der ein

oder andere Spieler kann nun vielleicht gar noch zu einem Preis gelockt

werden, den auch die Moskitos zahlen können. „Wir halten die Augen offen und

haben auch Kontakt zu Spielern, vielleicht können wir ja noch eine

Verstärkung verpflichten, die wir vor zwei Monaten noch nicht bezahlen

konnten“, so Bernd Piel. „Wir hoffen auch, dass ein paar Zuschauer mehr

am Freitag da sein werden, wir haben doch neugierig gemacht. Wir haben in

Kaufbeuren gewonnen, haben einen Sympathieträger auf der meist diskutierten

Position zurückgeholt“, so Bernd Piel abschließend. Noch keine übermäßigen

Gedanken macht man sich im Lager der Moskitos über den Gegner vom Sonntag.

„Wir haben hier gegen Bietigheim gut gespielt, waren ebenbürtig, aber über

das Spiel mache ich mir erst am Samstag Gedanken“, so Pasanen zum

Auswärtsspiel des Wochenendes. (uvo)