Moskitos taten sich schwer

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Es gibt Spiele, die sind halt nicht besonders schön anzusehen, jedoch hat die junge Mannschaft von Moskitos-Trainer Jari Pasanen mittlerweile die nötige Geschlossenheit, solche Spiele auch mal nach Hause zu bringen. Was die 1547 Zuschauer beim 5:2 (2:1, 1:1, 2:0)-Sieg der Essener Moskitos über die Lausitzer Füchse zu sehen bekamen, war kein schönes Eishockeyspiel, jedoch gab es Zeiten, da hätten die Moskitos am Ende noch mit leeren Händen da gestanden. André Grein eröffnete das Spiel mit einem Tor, nach 51 Sekunden bugsierte der Stürmer den Puck hinter McDonald ins Lausitzer Tor. Wer jedoch dachte, das würde dem Spiel der Moskitos Ruhe und Sicherheit geben, sah sich getäuscht. Pässe kamen oft nicht an. Wenn es zum gegnerischen Tor ging, prallten die Schüsse der Moskitos ein ums andere Mal am Brustpanzer des Lausitzer Keepers ab. Der Essener Keeper Joaquin Gage schloss sich der allgemeinen Verunsicherung an, in der 15. Spielminute konnte er einen eher harmlosen Schuss nicht festhalten und Jerry Galway brachte die Scheibe zum Lausitzer Ausgleich über die Linie. Zwar hatten die Essener das Spiel im Griff, es war aber zu keinem Zeitpunkt das von vielen erwartet und erhoffte klare Spiel. Lange Zeit war der Ausgang völlig offen. Grein besorgte noch im ersten Drittel das 2:1, doch auch die erneute Führung brachte nicht mehr Sicherheit.

Die Mehrzahl der Chancen hatten eindeutig die Essener, jedoch blieben die Schüsse entweder an der vielbeinigen Lausitzer Abwehr oder am Brustpanzer von Nolan McDonald hängen. Außer einem Schuss: Ein tolles Zuspiel von Conny Strömberg hämmerte Tyson Mulock völlig frei stehend in den rechten oberen Winkel zum 3:1. Eigentlich hätte die Entscheidung Mitte des zweiten Drittels fallen können, ja wahrscheinlich sogar müssen. Eine Unachtsamkeit jedoch brachte Weißwasser wieder ins Spiel, Thiede ist frei vor Gage durch, wird von Dean Beuker gehakt, der Arm von Schiedsrichter Lenhart ist oben, doch Thiede macht das Tor direkt, wieder sind die Füchse dran. Das letzte Drittel beginnt dann eher verhalten, keine der beiden Mannschaften will Boden Preis geben und beide lauern auf den Fehler des jeweils anderen Teams.

Die Entscheidung fällt erst in den Schlussminuten. Die Moskitos spielten in 3:5-Unterzahl, Dean Beuker und Markus Busch sitzen in der Kühlbox. Thomas Popiesch, am Westbahnhof beileibe kein Unbekannter und aktuell Trainer der Lausitzer Füchse setzt alles auf eine Karte. Er beorderte seinen Keeper McDonald zugunsten eines sechsten Feldspielers auf die Bank, der Schuss ging allerdings nach hinten los. Kapitän Lars Müller bekam die Scheibe von Benedikt Schopper, setzt sich über die rechte Angriffsseite durch und schob die Scheibe mit der Rückhand ins leere Lausitzer Tor. Thomas Popiesch bleibt seiner Linie treu und verzichtet weiter auch Keeper McDonald, doch Tyson Mulock mit seinem zweiten Treffer machte den Endstand klar.

Tore: 1:0 (00:51) Grein (Strömberg, A. Kruminsch), 1:1 (14:55) Galway (Pohling, Leyva), 2:1 (18:36) Grein (Beuker, Lingemann), 3:1 (27:14) Mulock (Strömberg, Albrecht), 3:2 (34:22) Thiede (Witting, Janos), 4:2 (57:45) Müller (Schopper, Lingemann, 3-5), 5:2 (59:03) Mulock (Beuker, Busch). Strafen: Essen 12, Weißwasser 22. Schiedsrichter: Lenhart (Edler, Schmidt). Zuschauer: 1547. (uvo)