Moskitos: Spiel gut, Ausbeute mangelhaft

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Gut gespielt, aber eine mangelhafte Ausbeute. Unter diesem Aspekt kann man das letzte Hauptrunden-Heimspiel der Moskitos Essen gegen Tabellenführer Kassel Huskies abhaken. Am Ende verloren die Gastgeber in einem durchaus ansehnlichen Spiel vor 1419 Zuschauern mit 0:3 (0:0, 0:1, 0:2). Es war nicht unbedingt das von vielen erwartete „Sommereishockey“. So ging es von Anfang an hin und her, die Moskitos versuchten, auf heimischen Eis Druck zu machen, und der Tabellenführer seinerseits tauchte immer wieder sehr gefährlich vor Hätinen auf. Die Fans registrierten es mit lautstarken Gesängen, dabei wurden die Moskitos von „einer Busladung voller Freunde“ aus Selb unterstützt. Die Wölfe-Fans hatten mobil gemacht und waren aus alter Fanfreundschaft nach Essen gepilgert, um gemeinsam mit den alten Freunden eine Eishockeyparty zu feiern. Ganz nebenbei ergaben auch noch diverse Aktivitäten beider Fanlager eine Spende in die klammen Kassen der Moskitos. Sportlich gesehen ging es auf und ab, doch auf den beiden betagten Anzeigetafeln der Eissporthalle am Westbahnhof veränderte sich nur die Zeit.

Anders im zweiten Drittel, das Spiel ging weiter, wie es im ersten Drittel aufgehört hatte. Als jedoch in der 25. Minute Kapitän Lars Müller und Christopher Schadewaldt in die Kühlbox mussten, da klingelte es. Steve Palmer brachte seine Farben in Front. Essens Topscorer Martin Bartek hatte den Ausgleich auf dem Schläger, doch nichts war’s, er konnte einen Penalty nicht verwandeln. Im letzten Abschnitt versuchten die Essener noch einmal das Spiel zu drehen, den Unterschied beider Teams hatte jedoch Kassels Trainer Stephane Richer in der Pressekonferenz ausgemacht: „Wir haben heute ein gutes Spiel zweier starker Mannschaften gesehen, der Unterschied war unser Torhüter Boris Rousson, er hat uns den Sieg heute in Essen gerettet.“ In der Tat zeigte Rousson gegen Bartek, Beuker und Co. einen seiner besseren Tage, auch Markus Hätinen hielt gut, kassierte jedoch noch Treffer zwei und drei, damit war das Spiel endgültig entschieden. Kassels Steve Palmer erhielt in der 54. Spielminute noch eine Spieldauerstrafe wegen Stockschlags mit Verletzungsfolge, damit war das Spiel dann gelaufen. Nicht so für die Essener Fans, sie feierten noch lange mit ihren Selber Freunden in der Stadiongaststätte.

Tore: 0:1 (24:49) Palmer (Boisvert, Del Monte, 5-4), 0:2 (42:45) Boisvert (Pielmeier), 0:3 (49:29) Kosick (McNeil, Klinge). Strafen: Essen 20, Kassel 18 + 10 (McNeil) + 5 + Spieldauer (Palmer). Schiedsrichter: Jablukov (Morgenstern, Yazdi). Zuschauer: 1419. (uvo)