Mit Kampfgeist zum ErfolgDresdner Eislöwen

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„Uns fällt nichts so einfach vor die Füße, wir müssen uns in jedes Spiel hinein kämpfen“, hatte Trainer Thomas Popiesch gesagt. Und das sah man: Die Gäste aus Garmisch Prtenkirchen übernahmen in den ersten Spielminuten das Zepter und schnürten die Eislöwen phasenweise im eigenen Drittel ein. Diese Überlegenheit konnten die Werdenfelser allerdings nicht in Tore ummünzen. Als sie diese Druckphase überstanden hatten, waren die Dresdner drin im Spiel und es entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, in der die Hausherren einen Vorteil hatten: Sie schossen die zum Sieg benötigten Tore. „Es wird mir wohl jeder zustimmen, wenn ich sage, dass auch wir den Sieg verdient hätten“, haderte SCR-Coach Toni Krinner mit der mangelnden Chancenverwertung seiner Truppe. „Vom Chancenverhältnis her waren wir überlegen, aber in den ersten beiden Reihen haben wir im Moment nicht die Effektität, die wir brauchen, um Spiele zu gewinnen.“ Auf Dresdner Seite konnte sich ein weiterer Spieler über seinen ersten Treffer freuen: Alex Trivellato (19.) brachte sein Team Ende des ersten Drittels in Führung. Spannend wurde es im Mittelabschnitt. Zunächst glich Andreas Pauli (29.) aus, ehe Petr Macholda (40.) kurz vor der zweiten Pause seine Mannschaft im Powerplay erneut auf die Siegerstraße brachte. In den letzten 20 Minuten kämpften die Eislöwen gegen ständig nach vorn drängenende Werdenfelser. Aber hier zeigte sich wie auch beim Derby in Weisswasser, dass die Mannschaft vor allen Dingen im Defensivverhalten einen großen Schritt nach vorn gemacht hat. Dabei war dies gerade in diesem Spiel nicht so selbstverständlich: Mit gerade einmal fünf Verteidigern inklusive Förderlizenzspieler waren die Dresdner in die Partie gegangen, Jannik Woidtke war kurz zuvor wegen eines Kniechecks vom Disziplinarausschuss für zwei Spiele gesperrt wurden. Allerdings arbeitete die gesamte Mannschaft konzentriert nach hinten und dort stand dann, wenn nichts mehr ging, noch Torhüter Peter Holmgren einem eventuellen Torerfolg im Weg. Der Deutch-Schwede zwei glänzte mit starken Paraden und besonders mit einigen spektakulären Fanghandsaves. Seine Wahl zum Spieler des Tages war völlig verdient.

Trotz des Sechs-Punkte-Wochenendes ist die Situation bei den Eislöwen angespannt und zwar auf personeller Ebene. Fünf Verteidiger und elf Stürmer standen auf dem Spielberichtsbogen. In der Verteidigung fehlten Jannik Woidtke (gesperrt) und Jonas Müller (Einsatz bei den Eisbären),Travis Martell konnte verletzungsbedingt bis jetzt noch nicht ein Spiel bestreiten. Im Sturm mussten Kris Sparre (Beschwerden im Kopf- und Nackenbereich nach einem Bandencheck im Derby) und Dominik Grafenthin (Schulterverletzung) passen. Mit Try-Out-Spieler Joni Tuominen kam zwar ein versierter Verteidiger zum Einsatz, was aber wiederum bedeutete, dass Torhüter Kevin Nastiuk als fünfter Ausländer zum Zuschauen auf der Tribüne verdammt war. Auch für ihn keine einfache Situation. „Die Mannschaft ist auf dem richtigen Weg“, ist die Ansicht von Thomas Popiesch. „Aber auf Dauer wird es somit diesem Kader nicht gehen. Wir brauchen die Spieler auch im Training zurück, dass wir hohes Tempo und auch über einen größeren Zeitraum kompakter spielen zu können.“ Für die Leistung seiner Jungs gab es daher noch ein Sonderlob: „Ich muss heute ein Riesenkompliment für den Kampfgeist meiner Mannschaft aussprechen, denn das war heute keine einfache Aufgabe.“

Ob die Eislöwen zum Disziplinarverfahren gegen Jannik Woidtke Einspruch erheben und wie es mit Try-Out-Spieler Joni Tuominen weitergeht, wird Anfang der Woche entschieden.

Statistik

1:0 (18:09) Alex Trivellato (Bruce Becker, Carsten Gosdeck); 1:1 (28:26) Andreas Pauli (Michael Kolarz, Markus Eberhardt); 2:1 (39:32) Petr Macholda (Stefan Chaput, Alex Trivellato) PP1;
Schiedsrichter: Eugen Schmidt
Strafminuten: Dresdner Eislöwen 6 - SC Riessersee 4
Zuschauer: 2635

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