Mit Geduld zum fünften SiegDresdner Eislöwen

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Mit dem Schwung aus dem verrückten Derby am Freitag starteten die Eislöwen mit Vollgas und es lag nur an Christian Rhode im Tor der Oberschwaben und der mangelnden Chancenverwertung der Dresdner, dass der überfällige Führungstreffer erst in der 10.Minute fiel. Dann war allerdings gegen die derzeit große Stärke der Elbstädter, dem Powerplay (30,95% Erfolgsquote), kein Kraut gewachsen. Nur 20 Sekunden brauchte Stefan Chaput, um gegen seinen Ex-Club erfolgreich zu sein, was gleichzeitig auch der Stand zur ersten Pause war.

Im Mittelabschnitt drohte das Spiel zu verflachen: Die Eislöwen gingen weiterhin zu fahrlässig mit ihren Chancen um, ließen in ihrer Konzentration nach, was leichtfertige Puckverluste nach sich zog und den Towerstars die Möglichkeit gab, nun ihrerseits verstärkt offensiv in Erscheinung zu treten. Der Ausgleich durch Maximilian Brandl (38.) war die logische Folge, aber wohl gleichzeitig eine Art Weckruf an die Truppe von Trainer Thomas Popiesch. Die erforderliche Aufmerksamkeit war wieder da und wurde mit der erneuten Führung durch Alex Trivellato (39.) nur 33 Sekunden später belohnt.

Im Schlussabschnitt entwickelte sich nun eine schnelle und spannende Partie. Beide Teams zeigten viel kämpferischen und läuferischen Einsatz. Im einzigen Unterzahlspiel der Eislöwen fiel dann, sauber herausgespielt, durch Alex Leavitt (49.) der erneute Ausgleich, was das Spiel wieder völlig offen machte. Nun kam allerdings eine weitere Stärke der Eislöwen zum Tragen: Geduld. Die Dresdner verloren nicht den Kopf, sondern arbeiteten konzentriert weiter. Ein Bilderbuch-Angriff der zweiten Reihe war dann der erste Schritt zum dritten Tor, vollendet wurde er von Arturs Kruminsch (56.). Der Center erzielte damit seinen zweiten „Game-Winner“ an diesem Wochenende und könnte eigentlich mit sich zufrieden sein: „Man freut sich zwar drüber“, relativiert der 25-Jährige. „Aber das heißt ja nicht, dass es nicht besser geht.“ Damit hat er sicher Recht, aber zusammen mit Feodor Boiarchinov und Sami Kaartinen und den Verteidigern Lukas Slavetinsky und Alex Trivellato ist seine Reihe zu einer Konstanten im Dresdner Spiel geworden und überzeugt mit Blick für den Partner und guter Arbeit in beide Richtungen. „Wir reden viel miteinander“, ist für Kruminsch eins der Rezepte dafür. „Sami ist natürlich unser Häuptling, wir lernen ein Menge von ihm, wie man die Scheibe spielt und hält zum Beispiel.“ Diese Stürmerkonstellation kam übrigens bereits in den letztjährigen Play-Offs versuchsweise zum Einsatz und zeigte schon da gute Ansätze. Jetzt profitieren nicht nur Boiarchinov und Kruminsch vom Können und der Erfahrung Kaartinens, auch dem 35-Jährigen tut das Zusammenspiel mit seinen jüngeren Teamkollegen sichtlich gut. Mit dem zweiten Sechs-Punkte-Wochenende hat sich die Mannschaft nun auf den fünften Tabellenplatz vorgearbeitet. „Es ist noch relativ früh in der Saison“, ist Kruminsch auch hier vorsichtig. „Aber wir haben immer mehr und mehr zu uns gefunden. Auch jeder für sich selber, was er machen soll. Ich hoffe, dass es auch weiter bergauf geht. Aber solche Siege wie am Freitag und heute schweißen natürlich besonders zusammen.“

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