Maracle-Fehler besiegelt Falken-Sieg bei den Starbulls

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Die eigentliche Überraschung bei den Falken gab es bereits vor dem Spiel: Ihr etatmäßiger Goalie Todd Ford fehlte aufgrund einer Zerrung im Halsbereich, die er sich bereits am Dienstag ohne Fremdeinwirkung beim Torwarttraining in Mannheim zuzog. Dafür fing der erst 21-jährige Domenic Bartels. Dessen Anteile am Sieg bezifferte Falken-Interims-Coach Gerd Wittmann später mit „95 %“; an diesem Abend machte er wie selbstverständlich Ford vergessen.

Bei den Starbulls zog Neuzugang Patrick Asselin, der erst am Vortag aus Übersee angereist war, die Blicke auf sich. Und die neue Nummer 18 stand nicht nur in der „Starting Six“ auf rechts neben Quirk und Baindl, sondern hatte auch die ersten Chancen des Spiels. Trickreich, knallharter ansatzloser Schuss, gutes Auge – Starbulls-Dompteur Franz Steer hat der Kanadier „sehr gut gefallen“. Punkten konnte er aber zum Einstand noch nicht.

„Mit Glück und unserem hervorragenden Torwart haben wir das erste Drittel überstanden“, resümierte Wittmann später. Und tatsächlich schnürten die Inn-Städter ihren Gegner, auch unterstützt von drei Strafzeiten der Gäste, phasenweise regelrecht ein. Doch was auch immer auf seinen Kasten zuflog, entschärfte Bartels glänzend.

„Das 0:2 war schmeichelhaft, nach dem zweiten Drittel“, fuhr Wittmann in seiner Analyse fort. Und tatsächlich sah Steer zweimal „Schülerfehler“ seines Teams, die binnen 30 Sekunden zum Pausenrückstand führten: beim ersten Tor konnte Adriano Carciola, unmittelbar vor Maracle, so oft schießen, bis er endlich getroffen hatte. Zum 0:2 machten die Starbulls die Pass- und Laufwege im Mitteldrittel so frei, daß Bryan Marshall sein Break ungehindert mit einem Schuss in den Winkel vollenden konnte.

Unterstützt von Heilbronns vierter Strafzeit erhöhten die Oberbayern zu Beginn des Schlussabschnitts noch mal den Druck und konnten, wenige Sekunden nach Ende ihres Überzahlspiels, durch Peter Kathan, völlig frei vor Bartels, zum 1:2 verkürzen. Der sehenswerteste, weil kuriosesten Treffer des Abends gelang dem deutschen U 20-Nationalverteidiger Corey Mapes: Von der rechten Seite des eigenen Drittels schoß er in Richtung Rosenheimer Tor und damit ins Schwarze. Flach sauste der Puck durch Maracles Schoner zum vorentscheidenden 1:3 ins Netz. Nun erlahmte auch der Siegeswille seiner Vorderleute. Dennoch versuchte Steer kurz vor Schluss noch mal alles, ließ Maracle zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis sprinten, doch wenige Sekunden später traf Christian Billich ins leere Tor. Und Marshall arbeitete mit seinem achten Treffer in den letzten drei Spielen weiter an der Aufbesserung seiner persönlichen Statistik.

So fand ein schnelles, durchweg fair geführtes Bundesligaspiel einen glücklichen, aber aufgrund der besseren Torwartleistung auch einen logischen Sieger. Heilbronn verkürzte als Tabellenzweiter den Abstand zu Spitzenreiter Landshut auf nur noch zwei Punkte. Rosenheim bleibt Fünfter.

Tore: 0:1 (39.) A. Carciola (Fendt, Chr. Billich),  0:2 (39.) Marshall (Baum, Lemieux), 1:2 (46.) Kathan (Gottwald, Strakhov), 1:3 (52.) Mapes (Kozhevnikov, Marshall), 1:4 (59.) Chr. Billich (A. Carciola, Capraro) ENG, 1:5 (60.) Marshall (Lemieux)

Strafen: Rosenheim 4, Heilbronn 8
HSR: Westrich, LR: Klein, Komorek
Zuschauer: 2.282.


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