Manuel Hüttl: „Nicht der DEB, sondern neun Clubs gefährden Zukunft Ihrer Standorte“DEB wehrt sich im Zweitligastreit

Manuel Hüttl: „Nicht der DEB, sondern neun Clubs gefährden Zukunft Ihrer Standorte“Manuel Hüttl: „Nicht der DEB, sondern neun Clubs gefährden Zukunft Ihrer Standorte“
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„Jetzt muss endlich Schluss sein mit dem Spuk“, nimmt DEB-Vizepräsident Manuel Hüttl Stellung. Im letzten turnusmäßigen DEB-DEL-Direktoratstreffen seien die Vorstellungen der DEL zum aktuellen Zweitligastreit „ergebnisoffen“, so Hüttl, besprochen worden. Von einer getroffenen Vereinbarung könne nicht entfernt gesprochen werden. Vielmehr hätten sich die Mitglieder des DEB im Nachgang „noch einmal dafür ausgesprochen, Satzungen und Rechtsnormen einzuhalten“ und damit dem Abspaltungsansinnen der neun Zweitliga-Clubs aus Bietigheim, Bremerhaven, Crimmitschau, Dresden, Heilbronn, Landshut, Ravensburg, Rosenheim und Weißwasser „Einhalt zu gebieten“.

„Clubs müssen für ihr Verhalten auch die Verantwortung tragen“

„Nicht der DEB, sondern die Clubs gefährden die Zukunft ihrer Standorte! Das muss genau so deutlich gesagt werden“, hebt Hüttl hervor. „Sie haben durch die Kündigung bestehender Verträge den jetzigen Zustand herbeigeführt und stellen nun fest, dass ihnen die Zeit davonläuft. Die DEL ihrerseits will die Gunst der Stunde nutzen und ihren Einfluss geltend machen“, erklärt er weiter. „Die Tatsache, dass die Clubs sich vom DEB abspalten wollen, hängt ausschließlich mit persönlichen Animositäten zusammen. Wer aus diesem Grund jedoch seine Existenz aufs Spiel setzt, dem ist nicht zu helfen“, erklärt Hüttl aus seiner Sicht den eigentlichen Grund der Konfrontationsstellung.

Entlarvend sei in diesem Zusammenhang auch die Ankündigung der Clubs, sogar bei einer Niederlage in dem von ihnen selbst angestrengten öffentlichen Gerichtsverfahren, mit dem der DEB zum Abschluss eines Kooperationsvertrags und damit zur Anerkennung einer Liga der Clubs gezwungen werden soll, als sogenannte „wilde Liga“ ohne Verbandsanbindung an den Start gehen zu wollen. „Das setzt dem Ganzen noch die Krone auf“, gibt sich Hüttl entsetzt. „Bereits vor einem gerichtlichen Urteil verkünden die Clubs, dass sie [dieses] nicht anerkennen und damit weiterhin Regeln und Normen mit Füßen treten. Wenn wir das auf unsere Gesellschaft übertragen, entspricht das dem Zustand der Anarchie“, erklärt Hüttl sein Unverständnis.

Ganz offenbar lägen die Auffassungen für einen Konsens derzeit zu weit auseinander, so dass der DEB nun die anhängigen Gerichtsverfahren - zusätzlich zum vorgenannten Verfahren vor dem Landgericht München haben die Starbulls Rosenheim in eigener Sache das Ständige Schiedsgericht beim DEB angerufen - abwarten werde.

DEB bekräftigt das Angebot einer 2. Bundesliga unter seinem Dach

Gleichzeitig untermauert der DEB sein eigenes Angebot einer 2. Bundesliga. Dieses böte klare und eindeutige Zuständigkeiten und Entscheidungswege und eine Vereinfachung zahlreicher Abläufe sowie aufeinander abgestimmte Durchführungsbestimmungen. Zudem könne auf den kompletten Verwaltungsapparat des DEB zugegriffen werden, eigenes Personal für die Liga würde eingestellt und ein zusätzlicher Vize-Präsidentenposten würde geschaffen werden. Damit hätten die Clubs direkte Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb des DEB. „Statt eines aktiven und gestalterischen Konsenses wird jedoch Rebellion und Aufruhr betrieben“, zeigt Hüttl sein Unverständnis. „Es gibt de facto keinen schlüssigen Grund, sich gegen das Konzept der 2. Bundesliga unter dem Dach des DEB auszusprechen“, resümiert Hüttl und führt dies in einem Exklusiv-Interview morgen hier auf Hockeyweb detailliert aus.


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