Mangelnde Chancenverwertung verhindert Punkte in der OberlausitzLausitzer Füchse - ESV Kaufbeuren 2:1

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Die Gastgeber wirkten zu Beginn deutlich frischer und hatten mehr vom Spiel. Nach vier Minuten war dann aber auch der ESVK zum ersten Mal gefährlich vor Torhüter Joe Fallon, doch Daniel Menge rutschte der Puck über den Schläger. In der Folge hatten die Füchse dann – auch bedingt durch Überzahlspiele – die Oberhand. Erst gegen Ende des Drittels waren Mike Mullers Mannen wieder mehrfach im Stande, in der Offensive Akzente zu setzen. Nach 16 Minuten legte Daniel Oppolzer Max Lukes am langen Pfosten auf, doch scheiterte Letzterer am Füchse Schlussmann. Die vielleicht beste Möglichkeit des Drittels hatte dann Daniel Menge in Überzahl. Ein Schlagschuss Bergmanns konnte von Fallon nicht unter Kontrolle gebracht werden, doch blieb der Kanadier auch gegen den Nachschuss Sieger. Da auch Stefan Vajs souverän hielt, blieben die ersten zwanzig Minuten torlos.

Nach der Pause hatte zuerst Menge nach einem Puckgewinn Baindls eine große Chance, doch traf er den Puck nicht entscheidend. Durch mehrere Überzahlspiele fand sich der ESVK oft in der Offensive wieder, doch fehlte die Durchschlagskraft. Baindl verpasste es in Minute 25 einen Querpass Menges in doppelter Überzahl zu verwerten. Ebenfalls knapp scheiterte dann Fröhlich acht Minuten später, der einen Abpraller nicht mehr über die Schoner zu lupfen vermochte. Die vergebenen Großchancen rächten sich dann nach Ablauf eines weiteren Powerplays. Weißwasser lief einen 3 auf 1 Konter und der routinierte Greg Classen verzögerte geschickt einen vermeintlichen Pass und schoss letztlich ins kurze obere Eck zum 1:0 in der 38. Minute ein.

Angestachelt durch den Rückstand kamen die Allgäuer dann mit viel Schwung aus der Pause. Burnell setzte sich gleich zu Beginn auf der rechten Seite gekonnt durch, doch St. Jacques verpasste es, seinen Pass zu verwerten. Auf der Gegenseite scheiterte anfangs auch noch Lukas Pozivil frei vor Vajs. In der 48. Minute hatte Vajs aber das Nachsehen gegen Kevin Lavallée. Dessen satter Schlagschuss ging in doppelter Überzahl ins Kreuzeck. Während sich dieser noch über sein Tor freute, gab es vor dem Tor eine Meinungsverschiedenheit zwischen Stein und Oswald, in die sich auch noch Versteeg einmischte. Die Folge waren weitere Strafen für den ESVK. So war es schließlich eine Unterzahl, die den Anschlusstreffer der Kaufbeurer bringen musste. Baindls Steilpass vors Tor lenkte Oppolzer zwischen den Füßen hindurch. Die Angriffsbemühungen wurden daraufhin immer mehr forciert und Fallon musste mehrmals im allerletzten Moment retten. So zog Dirk Rohrbach auch bei 55:07 seine Auszeit. Daraufhin tat sich Weißwasser wieder leichter und vergab sogar bei einem 4 auf 1 die Vorentscheidung. Zu harmlos – wie auch über das gesamte Spiel – zeigte sich Kaufbeuren dann auch in den Schlussminuten, so dass auch die Herausnahme Vajs' keinen Erfolg mehr einbracht und die 1:2 Niederlage letztlich besiegelt war. Fallon hielt letztlich 37 von 38 Kaufbeurer Schüssen.

Tore: 1:0 (38.) Classen (Mücke), 2:0 (48.) Lavallée (Bohac, Frank – PP2), 2:1 (50.) Oppolzer (Baindl, Woidtke – SH1)

Aufstellung ESVK:

Vajs - Henne
Heider - Versteeg; Schäffler - St. Jacques - Burnell
Woidtke - Bergmann; Menge - Baindl – Fröhlich
Baldwin – Stein; Oppolzer – Thomas – Lukes
Lucas
Strafminuten: 22 – 20 plus Disziplinarstrafe Stein
Schiedsrichter: Sven Fischer
Zuschauer: 1.753

Pressemitteilung ESV Kaufbeuren/Mathias Schmalholz