Lynn Loyns reist in kanadische Heimat zurückRavensburg Towerstars

Lynn Loyns reist in kanadische Heimat zurückLynn Loyns reist in kanadische Heimat zurück
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Vor der Reise nach Bremerhaven am 11. Januar bekam der kanadische Stürmer, mit dem erst 12 Tage zuvor der Try-out in einen festen Vertrag umgewandelt wurde, eine schlechte Nachricht aus der Heimat. Bei seinem Bruder wurde ein angeborener Herzfehler bei einer Untersuchung entdeckt. Schnell wurde klar, dass mehrere, lebensbedrohliche Eingriffe am offenen Herzen erforderlich sein werden.

Lynn Loyns wollte dem Team aber dennoch zur Seite stehen und entschied, weiter in Deutschland zu bleiben. Mehr und mehr wurde ihm aber deutlich, dass er den Kopf für Eishockey nicht in ausreichendem Maße freibekommt. "Lynn trainierte dennoch hart und hängte sich auf dem Eis rein, das gebührt großen Respekt", sagte Towerstars Geschäftsführer Rainer Schan. Anfang der Woche suchte dieser mit Lynn Loyns dann ein weiteres Gespräch, in dem der Wunsch seinem Bruder und der Familie in dieser schweren Zeit beistehen zu können, konkret zum Ausdruck kam.
"Wenn private Sorgen aber den Alltag bestimmen, rückt auf dem Eis alles in den Hintergrund", sagte Rainer Schan beim Pressegespräch am Donnerstagvormittag und hofft, dass dies die von Fans geäußerte Kritik der letzten Spiele nachträglich in ein anderes Licht rückt.
Lynn Loyns wird am Dienstag mit seiner Familie nach Kanada zurückreisen, es war aber auch gegenüber der Mannschaft sein eigener und großer Wunsch, am kommenden Wochenende die beiden schweren Spiele gegen Landshut und Bietigheim noch zu bestreiten.

Die Towerstars danken Lynn  Loyns für das Engagement und senden seinem Bruder die erdenklich besten Wünsche mit.

Eine Nachverpflichtung wurde vor Ablauf der Wechselfrist nicht getätigt. "Zum einen gab der Markt überhaupt nichts an Spielern her, die uns auch wirklich weiterhelfen könnten, hauptsächlich setzten wir aber das allergrößte Vertrauen in das bestehende Team. Wir sind ganz sicher, dass jeder einzelne Spieler dies auch zurückzahlen wird", ergänzte Rainer Schan.