Lukas Hvila kommt aus der Slowakei nach FreiburgEhemaliger slowakischer Nationalspieler erhält Vertrag

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Der 33-jährige Flügelstürmer erfüllt alle Erwartungen, die man in einen ausländischen Akteur in der zweithöchsten deutschen Eishockeyliga DEL2 haben kann: Er ist ein zuverlässiger Skorer, bringt reichlich Routine mit, verfügt über internationale Erfahrung und hat - den Zahlen und Fakten zu urteilen - das Zeug, um beim EHC Freiburg zu einem Leistungsträger zu werden. Dennoch einigten sich die EHC-Verantwortlichen und Lukas Hvila darauf, dass sich der Rechtsschütze vorerst mit einem Probevertrag in Freiburg präsentiert. Schlägt Hvila in Südbaden so ein, wie alle hoffen, dann gilt sein Kontrakt für die ganze Saison 2015/16.

Lukas Hvila, geboren am 30. November 1981 in Poprad, hat den Eishockeysport in seiner Heimatstadt erlernt und ging im Laufe seiner Karriere immer wieder für den HK SKP Poprad in der slowakischen Extraliga auf Torejagd. In der höchsten Spielklasse des Landes stand er außerdem für Kosice, Zilina, Zvolen und Banska Bystrica auf dem Eis, wobei er regelmäßig zu den produktivsten Punktesammlern seiner Teams zählte. Auslanderfahrung sammelte er im tschechischen Pilsen, beim HK Jesenice in der grenzübergreifenden österreichischen EBEL und zuletzt 2013/14 beim kasachischen Verein Beibarys Atyrau.

Als Rechtsschütze könnte Lukas Hvila ein wichtiger Baustein im Powerplay von EHC-Trainer Leos Sulak werden, der sich über den 33-Jährigen durch zahlreiche Gespräche und Videoaufzeichnungen informiert hat. Das 1,74 Meter große Kraftpaket gilt als Stürmer mit Übersicht und Torinstinkt - zuletzt war er 2012/13 Top-Torjäger der slowakischen Extraliga - wie auch als Kämpfernatur, die brenzligen Situationen nicht aus dem Weg geht. Im Nachwuchsbereich und während der WM-Vorbereitung 2009 trug Hvila das Trikot der slowakischen Nationalmannschaft.

Noch im Juli könnte zudem ein weiterer Kontingentspieler verpflichtet werden. Der EHC Freiburg geht davon aus, dass neben Lukas Hvila und den bereits zuvor verpflichteten Tschechen Milos Vavrusa und Petr Haluza eine weitere Ausländerposition vergeben werden kann. Vier Kontingentspieler sind in der DEL2 erlaubt. "Vladimir Kames ist weiterhin als Deutscher eingeplant", betont EHC-Vorsitzender Werner Karlin mit Blick auf den aus Tschechien stammenden Verteidiger, der die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt hat.